Konzert-Knaller Kölner Band mit Premiere im Rheinenergie-Stadion – „es wird sicher überragend“

„Diskriminierung live“ ARD reagiert auf Zuschauer-Ärger nach Frauen-Finale

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Als die Wolfsburgerinnen den Pokal in die Höhe streckten, zeigte „Das Erste“ bereits die Männer-Vorberichterstattung.

Köln – Den größten Aufreger des Frauen-Endspiels im DFB-Pokal gab es abseits des Platzes.

Nach dem Elfer-Krimi zwischen dem VfL Wolfsburg und der SGS Essen (4:2 i.E., 3:3 n.V.) schaltete die ARD zur Vorberichterstattung des Männer-Finales nach Berlin, statt die Pokal-Übergabe an die Wölfinnen im Kölner Rhein-Energie-Stadion zu zeigen (hier lesen Sie mehr).

Zuschauer-Kritik im Internet

Das sorgte im Netz für heftige Kritik, Zuschauer warfen dem Sender „Respektlosigkeit“ und „Diskriminierung“ vor:

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Die Sportschau entschuldigte sich noch am Samstagabend via Twitter, schrieb: „Wir verstehen den Ärger. Leider mussten wir aufgrund des Elfmeterschießens den Nachlauf deutlich kürzen. Die uns zugeteilte Sendezeit war zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Minuten überschritten. Wir sind hier von den jeweiligen Anstoßzeiten abhängig.“

Zu wenig Zeit zwischen Anstößen in Köln und Berlin

Aber warum lagen die Anstoßzeiten (16.45 Uhr in Köln und 20 Uhr in Berlin) überhaupt so eng beieinander? ARD-Sprecher Dr. Bernhard Möllmann erklärt gegenüber EXPRESS: „Die Anstoßzeit wird einvernehmlich zwischen DFB und ARD vereinbart. Zu dem Zeitpunkt, als diese abgestimmt wurde, stand vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie noch nicht fest, unter welchen Bedingungen man überhaupt würde senden können.“ 

Darf man überhaupt in die Stadien? Kann Experte Bastian Schweinsteiger (35) in Berlin dabei sein? Das sei damals noch unklar gewesen.

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Bastian Schweinsteiger war im Berliner Olympiastadion als ARD-Experte im Einsatz.

„Vor diesem Hintergrund wurde der Zeitplan für den Samstag knapper kalkuliert als in der Vergangenheit, wo wir mit den Ansetzungen in der Regel sehr gut lagen. In diesem Jahr waren die Final-Begegnungen zu dicht nacheinander angesetzt“, sagt Möllmann, der zugibt: „Das haben wir einfach redaktionell falsch eingeschätzt.“

Dauer der Pokal-Übergabe war unklar

Der Sender kann die Kritik der Fans deswegen nachvollziehen. „Und es tut uns leid, dass wir damit manche Zuschauerin und manchen Zuschauer vor den Kopf gestoßen haben“, sagt Möllmann. 

Die Entscheidung pro Männer-Vorberichterstattung und gegen die Frauen-Siegerehrung erklärt er so: „Nachdem die Begegnung Wolfsburg – Essen erst so spät zu Ende gegangen und da zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht sicher war, wie lange die Pokalübergabe der Frauen dauern würde, haben wir uns dafür entschieden, direkt nach Berlin zu übergeben.“ 

Pokal-Übergabe der Frauen nur im Livestream

Die Siegerehrung war parallel im Livestream im Internet zu sehen. „Kurz vor Beginn der Übertragung vom Pokalfinale der Männer haben wir die Bilder von der Pokalübergabe in Köln auch noch im Ersten gezeigt. Es war sicherlich keine optimale Lösung, aus redaktioneller Sicht für uns aber in diesem Fall der beste Weg“, so Möllmann.

Fest steht: Beim Elfer-Krimi der Frauen in Köln erlebten die ARD-Zuschauer deutlich mehr Spannung als bei Bayerns 4:2-Triumph über Bayer Leverkusen im Berliner Olympiastadion...

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