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Nach 210 torlosen MinutenDeutscher Weltmeister erlebt Aufstiegs-Drama – Trainer am „Boden zerstört“

Die Spieler von UD Levante, darunter Shkodran Mustafi, trauern nach dem Saison-Finale um den verpassten Aufstieg in La Liga.

Copyright: IMAGO/ZUMA Wire

Am Boden zerstört: Die Spieler von UD Levante, darunter Shkodran Mustafi (sitzend, mit den Händen vor dem Gesicht), am Samstag (17. Juni 2023 nach dem Aufstiegs-Finale in Spanien. 

Beinahe hätten UD Levante zwei 0:0-Spiele für den Playoff-Aufstieg in Spaniens La Liga gereicht, dann folgte in der Nachspielzeit der Verlängerung im Rückspiel das große Drama – auch für Shkodran Mustafi.

Er ist Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft, hat schon in Bundesliga, Premier League, Serie A und La Liga gespielt. Doch ein vergleichbares Drama wie im Finale der Aufstiegs-Playoffs in Spaniens zweiter Liga hat Innenverteidiger Shkodran Mustafi (31) in seiner abwechslungsreichen Karriere wohl noch nie erlebt.

Nach 210 torlosen Minuten aus Hinspiel und Rückspiel inklusive Verlängerung stand der Abwehrspieler mit UD Levante ganz dicht vor der Erstliga-Rückkehr, musste nur noch die Nachspielzeit der Verlängerung überstehen, um dank der besseren Tabellenposition nach zwei 0:0-Remis aufsteigen zu dürfen. Doch dann wurde es erstmals so richtig turbulent.

Shkodran Mustafi verpasst Erstliga-Aufstieg mit UD Levante

Levantes Rober Pier (28) sprang der Ball in Minute 120+3 bei einer Abwehr-Aktion nahe der eigenen Strafraumgrenze an den Arm, trotz wüster Proteste der Gäste von Deportivo Alavés ließ Schiedsrichter Francisco Hernández Maeso (34) zunächst weiterspielen. Kurz darauf schaltete sich der VAR ein, quälend lange viereinhalb Minuten nach dem Vergehen zeigte der Schiri schließlich auf den Punkt.

Mustafi, der die komplette Partie als Reservist auf der Levante-Bank verfolgte, hatte da schon Gelb wegen Meckerns gesehen, als er den Referee während des VAR-Checks bedrängte. Eine sportliche Rolle spielte der 20-malige Nationalspieler wegen längerer Verletzungs-Pausen in der Spielzeit übrigens nicht, erst im Saisonfinale saß er wieder häufiger auf der Bank, bestritt insgesamt nur gut 100 Liga-Minuten.

Und so musste Mustafi tatenlos mit ansehen, wie Asier Villalibre (25) erst in Minute 120+9 – sechseinhalb Minuten nach dem ursprünglichen Handspiel – vom Punkt zum einzigen und entscheidenden Treffer im Finale der Aufstiegs-Playoffs traf.

„Ich werde nicht verbergen, dass ich am Boden zerstört bin“, sagte Levante-Trainer Javier Calleja (45) auf der anschließenden Pressekonferenz, bei der er sichtlich bemüht um Worte rang. Seine eigene Zukunft ließ der Coach in seiner schwersten Stunde offen, auch bei Mustafi ist noch nicht klar, ob er über die Saison hinaus beim Stadtteil-Klub aus Valencia bleiben wird.

Nach zwei Erstliga-Abstiegen in Folge mit Schalke und Levante sowie dem jetzt verpassten Aufstieg ist die einstige Erfolgssträhne des Ex-Nationalspielers schon länger gerissen. Wo Mustafi das Blatt künftig wenden will, soll sich jetzt in den kommenden Wochen klären. (bc)

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