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Nationaltorwart wütend Ter Stegen geht auf DAZN los: „Schämt euch“

Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona beim Aufwärmen.

Marc-André ter Stegen wärmt sich am 10. September 2022 vor dem Liga-Spiel des FC Barcelona auf.

Marc-André ter Stegen hat auf Twitter über DAZN geschimpft und dabei deutliche Worte gefunden. Der Streamingdienst reagierte umgehend und bat um Entschuldigung.

Der Streamingdienst DAZN hat wegen eines unpassenden Tweets zum von einem medizinischen Notfall überschatteten 4:0-Sieg des FC Barcelona in Cádiz um Entschuldigung gebeten.

„Wir hatten nur die Tore gesehen und gepostet und waren uns leider nicht bewusst, welche ernsten Umstände das Spiel begleiten“, schrieb der Anbieter am Samstagabend (10. September 2022) bei Twitter. „Wir wünschen der betroffenen Person gute Besserung.“

DAZN tritt auf Twitter ins Fettnäppchen

Die Partie war in der 82. Spielminute wegen des Notfalls auf der Tribüne fast eine Stunde unterbrochen worden. Der Torhüter des FC Cádiz, Jeremias Ledesma (29), brachte im Laufschritt einen Defibrillator zur Tribüne und warf ihn auf die Ränge. Von den Fans im Stadion und in den sozialen Medien wurde der Schlussmann dafür gefeiert.

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„So etwas geht über den Fußball hinaus, hier geht es um ein Menschenleben, also waren wir uns alle einig, zu stoppen“, sagte Barca-Trainer Xavi zu dem Vorfall: „Zum Glück konnten sie ihn retten.“

DAZN verschickte am Abend – ohne darauf einzugehen – einen Tweet zum letzten Gegentor für Cádiz in der Nachspielzeit, bei dem Ledesma unglücklich agierte. „Wenn dein bester Freund bei den Gegnern im Tor steht“, stand unter der Szene.

Der deutsche Nationaltorwart vom FC Barcelona, Marc-André ter Stegen, kommentierte diesen dann später gelöschten Tweet mit den Worten: „Unpassend und respektlos. Zum wiederholten Male! Schämt Euch.“

DAZN hatte die Partie live im Internet übertragen. Kommentator Uwe Morawe ordnete das Tor von Ousmane Dembélé (90.+2) angesichts der Unterbrechung und Bilder zuvor umgehend ein: „Natürlich keine glückliche Figur bei Torhüter Jeremias Ledesma, aber hier verzichten wir mal auf die große Analyse.“

Immerhin: Der Streamingdienst bezeichnete seinen Tweet dann selbst als „unangebracht“ und informierte später auch transparent auf Twitter über die Löschung.

Twitter-User reagierten trotz der Bitte um Entschuldigung mit Unverständnis, Kritik und Häme. „30 € monatlich für einen unqualifizierten Sender sind eine bodenlose Frechheit“, „Sorry, aber wie konnte man das als Sender, der das Spiel wortwörtlich gezeigt hat, nicht mitbekommen, was dort passiert ist?“, „Guckt ihr nicht mal euren eigenen Content? Könnt ihr euch bestimmt nicht leisten, oder?“, lauteten die Meinungen unter dem gelöschten Tweet. (dpa/sid)

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