Abo

Auch PSG ist gewarntChelsea-Stars nerven Gegner mit neuem Ritual

Chelsea-Stürmer Joao Pedro (l.) jubelt nach einem Tor. Mitspieler Jesse Derry freut sich mit ihm.

Copyright: AFP

Chelsea-Stürmer Joao Pedro (l.) jubelt nach einem Tor. Mitspieler Jesse Derry freut sich mit ihm.

Die „Blues“ praktizieren seit einigen Wochen ein ungewöhnliches Ritual. Chelsea-Coach Liam Rosenior ist verzückt. Die Gegner allerdings nicht.

Wenn der FC Chelsea am Mittwoch bei Paris Saint-Germain in der Champions League antritt, können sich die Gastgeber schon vor dem Anpfiff auf eine Provokation gefasst machen.

Die „Blues“ praktizieren seit einigen Wochen ein ungewöhnliches Ritual: Vor jedem Spiel versammelt sich die Startelf zum Spielerkreis – aber nicht irgendwo, sondern genau im Anstoßkreis!

Chelsea-Coach über neues Ritual: „Mir gefällt es sehr“

Wer die Platzwahl vorher gewonnen hat, ist den Stars der Blues dabei völlig egal. Die Spieler kommen um den Anstoßpunkt eng zusammen. Liegt dort schon der Ball für den Anstoß bereit, wird dieser gerne auch noch von ein paar Spielern berührt und hin- und hergespielt.

Und: Vor der zweiten Halbzeit wiederholt sich das Ganze! Gegner und deren Fans reagieren zunehmend gereizt auf die freche Aktion. Wie etwa beim Auswärtsspiel des FC Chelsea bei Aston Villa.

Die Villa-Profis beschwerten sich beim Schiedsrichter, während die Heimfans die Gäste lautstark ausbuhten. Doch es half nichts. Auch sportlich ließ sich die Wut nicht in Leistung ummünzen. Aston Villa verlor das Spitzenspiel vor einer Woche zu Hause mit 1:4.

Chelsea-Coach Liam Rosenior gibt sich in der Sache unterdessen völlig unschuldig, verweist auf die Spieler: „Die Idee kam aus der Mannschaft“, um dann genüsslich nachzuschieben: „und mir gefällt es sehr.“

Psychologisches Kalkül also? Der junge Coach bestreitet das. Es gehe um Zusammenhalt und Teamgeist. Warum es dafür ausgerechnet den Anstoßkreis braucht, ließ der 41-Jährige unbeantwortet. Das berichtet „The Athletic“.

Seine Mannschaft sei insgesamt eine „eingeschworene Gruppe“. Seine Spieler hätten Spaß miteinander, „und das ist schon die halbe Miete“, so Rosenior, der zu Jahresbeginn für Enzo Maresca übernommen hat.

Die Bilanz seit Einführung des Rituals kann sich jedenfalls sehen lassen: sechs Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen in der Premier League – in der Champions League sogar makellos. Und: Am finalen Spieltag der Ligaphase der Königsklasse, als die Chelsea-Profis ihr Ritual erstmals präsentierten, erreichten sie mit einem 3:2-Sieg in Neapel noch die K.-o.-Runde. (oke)

Hulk

23 Rote Karten nach Massen-Prügelei

Brasilien-Derby eskaliert – auch BVB-Juwel mittendrin