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Aufstiegs-EndspurtDarmstadt-Coach stichelt gegen den HSV: „Lügen sich halt in die Tasche“

Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht gibt aufgebracht Anweisungen am Spielfeldrand.

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Darmstadt-Trainer Torsten Lieberknecht, hier am 21. April 2023 beim Spiel gegen Karlsruhe, stichelt im Aufstiegsendspurt Richtung Konkurrenz.

Der SV Darmstadt hat schon zwei Aufstiegs-Matchbälle vergeben. Von Nervenflattern will Trainer Torsten Lieberknecht trotzdem nichts hören.

Alle Zweifel erstickte Torsten Lieberknecht im Keim. Zittern, Angst, Nervosität? Nein, nein, davon wollte der Trainer von Darmstadt 98 trotz der beiden vergebenen Matchbälle nichts hören. Und obwohl sich das Aufstiegsrennen plötzlich doch noch zuspitzt, glaubt der Lilien-Coach weiter fest an das große Ziel. Seine Spieler, so der Plan, müssen sich nur trauen.

„Wenn ihr in die Disco geht“, begann Lieberknecht seine ungewöhnliche Motivationsrede in Richtung der Profis, „habt eure Traumfrau gesehen, aber euch nicht getraut, sie anzusprechen.“ Irgendwann, so der 49-Jährige, habe man dann ja gedacht: „Ey, jetzt gehe ich fünfmal aufs Klo, fünfmal laufe ich an ihr vorbei - also jetzt packe ich die Chance.“

Lieberknechts Motivationsrede: „Unsere Freundin ist der Aufstieg“

Genau das wollen die Lilien am Freitag (19. Mai 2023, 18.30 Uhr/Sky) auch gegen den 1. FC Magdeburg, trotz der Niederlagen gegen den FC St. Pauli (0:3) und bei Hannover 96 (1:2). „Unsere Freundin ist der Aufstieg, also packen wir jetzt zu - und holen uns den Aufstieg“, betonte Lieberknecht. Das Motto für seine Profis? „Denkt einfach an die Freundin, die ihr damals angesprochen habt.“

Klar ist aber auch: Darmstadt muss liefern. An den beiden Spieltagen zuvor war bereits alles angerichtet, die Chance auf die Bundesliga-Rückkehr aber ließ der lange Zeit souveräne Zweitliga-Spitzenreiter liegen - und verspielte sein komfortables Polster.

Sollten erneut die Nerven versagen, könnte am Samstag (20. Mai) der 1. FC Heidenheim vorbeiziehen und der drittplatzierte Hamburger SV bis auf einen Zähler heranrücken.

„Heidenheim und uns wünsche ich definitiv den Aufstieg. Wir hätten es verdient“, sagte Lieberknecht, der zugleich mit den Psychospielchen begann. Ihm sei natürlich klar, dass die Hamburger „etwas dagegen haben. Die haben nämlich extrem viel zu verlieren. Das wissen sie auch, sie lügen sich halt in die Tasche.“

Sehen Sie hier ein Twitter-Video der Aussagen:

Darmstadt dagegen habe noch immer „nur etwas zu gewinnen“. Ihm sei „vor gar nichts bange. Macht euch nicht so viele Gedanken, habt positive Gedanken“, sagte der Lilien-Coach, der das A-Wort lange vermieden hatte - bis jetzt: „Wir haben es in der eigenen Hand und wir wollen aufsteigen.“

Laut Lieberknecht müssen die Lilien dafür aber über ihren Schatten springen - wie er damals bei seiner „Traumfrau“. Seit 22 Jahren sei er nun mit ihr verheiratet, „glücklich mit drei Kindern - weil ich mich getraut habe. Hätte ich es nicht gemacht, hätte ich etwas verpasst“. (sid)

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