Er spielte 65-mal für den FC Bayern – jetzt darf Christian Lell das Trikot angeblich nicht mehr tragen.
„Darf kein FCB-Trikot mehr tragen“Ex-Bayern-Spieler mit heftigen Vorwürfen

Copyright: imago sportfotodienst
Die Bayern-Profis Arjen Robben, Philipp Lahm und Christian Lell (v.l.n.r.) beim Training. (Archivfoto)
Aktualisiert:
Während Christian Lell bei „Promi Big Brother“ erstmals Reality-TV-Luft schnuppert, rechnet er mit seinem Heimatverein ab. Der Ex-Kölner wirft dem FC Bayern München Ausgrenzung vor. Der 42‑Jährige behauptet in einem Instagram-Video, der Klub habe ihm das Tragen des Bayern-Trikots untersagt.
Nach eigenen Angaben spielte Lell im Januar 2026 bei einem Benefiz-Hallenturnier der Ü40-Senioren des FC Bayern in Ilsenburg. Wenige Wochen später soll ihn ein Anruf aus der Vereinsführung erreicht haben. „Ich wäre nicht mehr gerne gesehen mit dem Bayern-Trikot und ich möge es in Zukunft unterlassen, das Bayern-Trikot zu tragen“, zitiert er das Gespräch.
Auch das Cover seiner im September erschienenen Biografie „From Ego to Heart“ sorgte laut Lell für Ärger. Darin schildert er seine Zeit nach der Karriere, die von Drogen und Selbsthass geprägt gewesen sei. Ursprünglich sei er darauf im Bayern-Trikot abgebildet gewesen.
Christian Lell fühlt sich von Bayern München ausgegrenzt
Der Verlag habe daraufhin ein Anwaltsschreiben des FC Bayern erhalten mit der Aufforderung, das Trikot zu entfernen. Lell gab an, dem nachgekommen zu sein.
Nach Informationen der „Bild“ hatte der Verlag die Markenrechte zuvor nicht angefragt. Der Verein verfolge solche Verstöße seit geraumer Zeit konsequent.

Copyright: Marc Rehbeck/Joyn/dpa
Die Teilnehmer von der Staffel von «Promi Big Brother» 2026; Kevin Körber (l-r), René "Redo" Dost, Christian Lell, Nina Bridney, Gedeon Burkhard, Gia Georgina, Axel Schulz, Maurice Dziwak, Francesca Morgese, Nadja Benaissa, Godfrey Egbon und Marlene Lufen.
Der ehemalige Profi des 1. FC Köln formulierte einen klaren Vorwurf: „Bayern München hat mich ausgegrenzt!“ Er fühle sich von dem Verein, für den er als Kind an der Säbener Straße aufgewachsen sei und der für ihn „Zufluchtsort und sicherer Hafen“ gewesen sei, verstoßen.
Christian Lell immer wieder in Skandale verwickelt
Trotz der Auseinandersetzung will er seine Verbundenheit nicht aufgeben. „Keiner der Verantwortlichen in dem Verein, die jetzt dort rumtanzen … kann mich davon abhalten, das Bayern-München-Herz zu haben“, erklärte er. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge nehme er davon aus, „aber alle anderen Osterhasen … haben keine Chance“.
Der FC Bayern äußerte sich auf Anfrage der „Bild“ nicht zu den Vorwürfen. Lell absolvierte 65 Profispiele für die Münchner, bevor er zum 1. FC Köln wechselte. Später spielte er auch noch für Hertha BSC.
Auch abseits des Platzes sorgte Lell in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen. Dazu gehörten Berichte über eine Schlägerei in einer Münchner Nobel-Diskothek, Auseinandersetzungen im privaten Umfeld sowie spätere Ermittlungen im Zusammenhang mit Drogenkonsum. (red)

