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Rudelbildung nach EklatVAR prüft ruppige Szene mit einem Balljungen

Spieler von Chelsea und PSG geraten aneinander.

Copyright: IMAGO/PsnewZ

Wirbel beim Spiel PSG gegen Chelsea: Ein Balljunge ging in der Schlussphase zu Boden.

Aktualisiert

Beim Spiel PSG gegen Chelsea kochten die Emotionen hoch. Es kam zu einem Vorfall mit einem Balljungen und zu einer Rudelbildung.

Was ist denn mit den Engländern los? Sechs Mannschaften aus der Premier League haben es ins Achtelfinale der Champions League geschafft. Doch englische Siege in den Hinspielen? Fehlanzeige!

Newcastle United (zu Hause gegen den FC Barcelona) und Mitfavorit FC Arsenal (auswärts bei Bayer Leverkusen) wahrten jeweils mit 1:1-Unentschieden die Chance aufs Weiterkommen, auch der FC Liverpool hat nach der 0:1-Niederlage bei Galatasaray die Runde der letzten Acht noch nicht abgeschrieben. Die drei anderen Teams brauchen im Rückspiel aber allesamt schon ein kleines Fußballwunder.

Schiri verzichtet auf Konsequenzen für Schubser

Nach dem 2:5-Debakel von Tottenham Hotspur bei Atlético Madrid – inklusive frühem Torwartwechsel – am Dienstag holten sich am Mittwoch auch Manchester City und der FC Chelsea Klatschen ab. ManCity kam mit 0:3 bei Real Madrid unter die Räder, die Blues verloren mit 2:5 bei Titelverteidiger Paris St. Germain, der sich brutal effizient vor dem Tor zeigte.

Im Parc des Princes kam es in der Schlussphase zu einem Eklat. Beim Stand von 2:4 ging es Chelsea-Profi Pedro Neto nicht schnell genug. Der Portugiese wollte dem Balljungen an der Seitenlinie schnell die Kugel entreißen – und schubste den Jugendlichen einfach um!

Der Junge ging zu Boden und Neto war im Handumdrehen von zahlreichen Parisern umzingelt. Es kam zur Rudelbildung, während Betreuer nach dem Jungen guckten. Der Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun. 

Die „Daily Mail“ schrieb von einer bizarren Auseinandersetzung zwischen Neto und dem Balljungen. Die „Sun“ bezeichnete die Situation als „Wahnsinn“. Der deutsche DAZN-Kommentator stellte derweil unaufgeregt und nicht ganz unbegründet fest, dass der Balljunge vielleicht etwas viel aus dem Schubser gemacht habe. Das Schiedsrichter-Team sah es offenbar ähnlich: Nach einem VAR-Check gab es keine Konsequenzen für Neto, der sich persönlich bei dem Jungen und nach dem Spiel auch öffentlich entschuldigte.

Die Szene erinnerte dennoch an einen ehemaligen Chelsea-Star. Eden Hazard war 2013 im Halbfinale des League Cups gegen Swansea City ebenfalls mit einem Balljungen aneinandergeraten. Der Belgier ging aber deutlich ruppiger als Neto vor. Er trat den Jungen, der sich auf den Ball gelegt hatte, um das Spiel zu verzögern. Hazard flog vom Platz und wurde gesperrt.

Für den damaligen Balljungen ging die Sache gut aus: Charlie Morgan gründete als Erwachsener eine Firma für Wodka und wurde Multi-Millionär.

Federico Valverde jubelt mit den Kollegen.

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