„Habe mich manchmal beschwert“ Gladbachs Kramer nimmt sich selbst in die Pflicht

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Christoph Kramer will aus der Corona-Krise für sich Konsequenzen ziehen.

Mönchengladbach – Christoph Kramer (29) gehört in der Bundesliga-Branche sicherlich zu den Profis, die gerne mal über den Tellerrand des privilegierten Fußballer-Lebens hinausblicken. So verwundert es wohl nicht, dass Kramer sehr reflektiert über die vergangenen Wochen und die Zeit der Corona-Pandemie spricht.

„Am 19. Februar hatte ich Geburtstag und saß mit Freunden im Restaurant. Hätte mir da einer gesagt, dass die Situation so ist, wie sie heute ist – ich hätte das niemals für möglich gehalten. Ich glaube, kein Mensch der Welt hätte das für möglich gehalten“, erzählt Kramer rückblickend im „Kicker meets Dazn-Podcast“.

Christoph Kramer: Fußball und Wirtschaft im Stillstand

Vier Bundesligaspiele absolvierten die Fohlen nach Kramers Geburtstag noch. Mit dem 2:1-Derbysieg am 11. März gegen den 1. FC Köln war dann Schluss. Die Welt befindet sich seitdem im Ausnahmezustand.

„Hätte mir einer gesagt, dass die ganze Erde nur noch ein Thema beschäftigt und dass neben dem Fußball auch die Wirtschaft über einen so langen Zeitraum stillsteht – was hätte passieren müssen, dass ich so etwas für möglich gehalten hätte? Vielleicht ein Meteorit, aber nichts, was ich mir hätte vorstellen können“, sagt Kramer.

Christoph Kramer: „Hatte manchmal keinen Bock auf Training“

Er selbst möchte sich in Zukunft den Gedanken, dass alltägliche Dinge wieder mehr wertgeschätzt werden, noch öfter ins Bewusstsein rufen.

Kramer sagt: „Ich weiß definitiv zu schätzen, was ich für ein tolles Leben habe. Aber ich habe mich früher manchmal beschwert und hatte keinen Bock auf Training. Ich glaube, dass man das von mir nicht mehr hören wird.“

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Als Vergleich zu „normalen“ Arbeitnehmer nennt Kramer dieses Beispiel: „Vielleicht ist es dann so ein bisschen wie nach einem Urlaub, wenn man wieder ins Büro kommt. Aber nach drei Stunden im Büro könnte man direkt wieder Urlaub haben. Ich glaube, das steht uns allen bevor. Aber die Kunst wird es sein, dass man dieses Selbstverständliche nicht als selbstverständlich ansieht“, meint der Weltmeister von 2014.

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