Ex-Köln-Boss Klare Worte zum BVB: „Was bleibt von Haaland übrig?“ – FC Bayern bleibt mit DNA im Vorteil

Dortmunds Erling Haaland läuft ins Stadion ein.

Erling Haaland (hier am 30. April 2022) hat Borussia Dortmund Richtung Manchester City verlassen.

Trotz der aktuellen Transfer-Offensive des BVB sieht der Ex-Dortmund-Geschäftsführer Michael Meier den FC Bayern klar im Vorteil. Ein Grund sei vor allem die DNA des Rekordmeisters.

Borussia Dortmunds ehemaliger Geschäftsführer Michael Meier (72) ist voll des Lobes für seinen früheren Verein, sieht den BVB aber im Vergleich zum Serienmeister Bayern München klar im Nachteil.

Und das liege vor allem an einem: „Es hat schon mit Geld zu tun, wenn man Spieler wie Neuer, Kimmich, Müller und Lewandowski über Jahre halten kann, um mit ihnen eine Achse zu bilden und dann junge Spieler heranzuführen“, so Meier Anfang Juli 2022 im Interview mit Sportradio Deutschland.

Ex-BVB-Boss Michael Meier sieht bessere DNA bei den Bayern

Die lange Treue der wichtigsten Spieler sorge dafür, so Meier weiter, „dass diese DNA, dieses Mia-san-mia-Gefühl auf die jungen Spieler übertragen wird.“ Und darin bestehe der Nachteil für die Borussia, die immer wieder junge Spieler hole, diese aber nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder verkaufe.

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Als Beispiel nannte Meier Erling Haaland (21). „Was bleibt von Haaland übrig an mentalem Beitrag für diesen Teamgeist? Er war beim BVB ein hervorragender Spieler, aber er hat sich hier gar nicht weiterentwickeln können. Und da konnte hier auch nichts weitergegeben werden an DNA, was Borussia Dortmund immer ausgemacht hat“, so Meier.

Die finanziellen Voraussetzungen seien „gewaltig unterschiedlich, da ist das Modell Bayern nur schwer zu schlagen“, schloss der ehemalige Funktionär, der den BVB in seiner Amtszeit an die Börse gebracht hatte.

Ex-Köln-Geschäftsführer Michael Meier wollte Papst werden

Im Gespräch mit Sportradio Deutschland berichtete Meier auch über seinen außergewöhnlichen ersten Berufswunsch. „Ich wollte Papst werden“, sagte der Familienvater, „man kann daran sehen, dass man auch in jungen Jahren schon ambitioniert sein kann und sich nicht nur mit dem Priesterberuf zufriedengibt, sondern sofort die allerhöchste Stufe anpeilt.“

Ex-Manager Michal Meier während der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln.

Ex-Köln-Geschäftsführer Michal Meier am 17. November 2010 bei der Mitgliederversammlung.

Dass es sich Meier trotz des Eintritts in eine Klosterschule doch noch anders überlegt hat, habe einzig und allein daran gelegen: „Diese Berufung, Priester sein zu wollen, habe ich letztlich nicht gespürt.“

In seiner Zeit im Profifußball hat der in Lünen geborene Sportfunktionär einiges erlebt. Begonnen hatte Meier seine erfüllte Karriere 1981 beim 1. FC Köln, mit dem er in der Saison 1982/83 den DFB-Pokal gewann.

Nach einem kurzen Intermezzo bei Bayer Leverkusen, wo er 1988 den UEFA-Cup gewann, zog es Meier zum BVB. In seiner Zeit in Dortmund (1989 bis 2005) durfte der Sportfunktionär zwei Meistertitel (1995 und 1996) und einen Champions-League-Titel (1997) feiern.

Nachdem der BVB 2005 kurz vor der Insolvenz stand, wurde Meier nicht weiter beschäftigt und kehrte wenig später nach Köln zurück, wo er von 2005 bis Ende 2010 als Geschäftsführer Sport tätig war. (sid)

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