„Vielleicht bin ich der Party-Crasher“ Titelkampf? BVB-Berater Sammer tritt kräftig auf Euphorie-Bremse

Matthias Sammer bei einem Interview vor der Partie des FC Bayern in der Champions League.

BVB-Berater Matthias Sammer beim Spiel des FC Bayern München in der Champions League gegen den FC Villarreal am 12. April 2022.

Die BVB-Fans hoffen auf eine erfolgreichere Saison – nicht zuletzt aufgrund der etlichen Neuverpflichtungen. Matthias Sammer dämpft jedoch die Euphorie und glaubt weiterhin an eine Bayern-Dominanz.

Bei Borussia Dortmund laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Allerdings hat BVB-Berater Matthias Sammer (54) jetzt vor zu viel Euphorie aufgrund der jüngst getätigten Transfers gewarnt.

„Vielleicht bin ich da der Party-Crasher, wir müssen härter zu uns werden“, erklärter Sammer gegenüber dem „Kicker“. „Eine Euphorie darf sich gerne auf einem stabilen Fundament aus Leistung entwickeln – dann bin ich auch der Party-Hengst.“

Borussia Dortmund: Matthias Sammer warnt vor zu viel Euphorie

Auch Sammer verspüre „einen gewissen Aufbruch“, meinte der Europameister von 1996, warne aber „vor euphorischen Denkweisen“. Durch die Verpflichtungen von Niklas Süle (26), Nico Schlotterbeck (22), Salih Özcan (24), Karim Adeyemi (20) und Sébastian Haller (28) träumen die Fans im Ruhrpott wieder von einem spannenden Titelkampf.

Laut Sammer muss die Borussia „das Thema Leistungskultur in Zukunft in den Mittelpunkt stellen, daran arbeiten und Stabilität zeigen – nicht nur, wenn die Sonne scheint, sondern auch, wenn es regnet. Das müssen wir verbessern.“ Gut sei nicht gut genug, „solange besser möglich ist“.

Von den Profis um Kapitän Marco Reus (33) erwartet Sammer in Sachen Führung eine Steigerung. „Die Mannschaft hat sich in den Leben-oder-sterben-Spielen nicht bewiesen, da müssen wir Ansätze wählen, um dem Gegner das Gefühl zu geben, dass sich Borussia Dortmund niemals aufgibt.“ Es wäre sein „größter Wunsch, dass sich in sportlicher wie auch in gruppendynamischer Hinsicht etwas tut“.

Der BVB werde zwar „zu Recht“ für seine Transfers gelobt, ergänzte Sammer: „Aber, auch wenn ich mich wiederhole, wir haben immer noch keinen Punkt gewonnen. Ich warne davor, sich nur auf diese neuen Namen zu verlassen – die gesamte Truppe wird Top-Leistungen bringen müssen.“

Matthias Sammer glaubt an kein schnelles Ende der Bayern-Dominanz

Zudem setzt der 54-Jährige auf kein schnelles Ende der Dominanz des FC Bayern München: „Wenn ein Verein über ein Jahrzehnt hinweg solche Erfolge erringt, sollten wir aufhören zu grummeln, zu meckern oder neidvoll dorthin zu schauen, sondern nur voller Respekt sein. Ich erwarte keinen Einbruch.“

Sammer weiter: „Ich erkenne ihre Leistung an. Früher hätte ich das nicht getan, aber wenn sie nächstes Jahr wieder super sind und Meister werden, bin ich der Erste, der gratuliert.“ Es interessiere den Ex-Profi deutlich „mehr, was Borussia Dortmund schafft, aber ich freue mich, wenn die deutschen Mannschaften inklusive der Bayern erfolgreich sind“.

Vor seiner Zeit als Berater bei Borussia Dortmund arbeitete der gebürtige Sachse als DFB-Sportdirektor und war im Anschluss Sportvorstand beim FC Bayern. (dpa, fr)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.