Champions League Elfer-Wahnsinn krönt nächste Bayer-Pleite – was wird aus Seoane?

Auch beim FC Porto hat Bayer Leverkusen seine Krise nicht stoppen können, unterlag in der Champions League mit 0:2. Der Job von Trainer Gerardo Seoane hängt am seidenen Faden.

Bayer Leverkusen im freien Fall. Auch das Porto-Gastspiel in der Champions League hat der angeschlagene Gerardo Seoane (43) nicht nutzen können, um sein drohendes Aus vorerst aufzuschieben.

Bei der 0:2-Niederlage machte Leverkusen sich das Leben am Dienstag (4. Oktober 2022) selbst schwer und verpasste es, zumindest einen Zähler zu entführen. Der Verlauf der Elfmeter-Posse im ersten Durchgang: symptomatisch für die aktuelle Lage beim Krisen-Klub und womöglich entscheidend für die Zukunft des Trainers.

Bayer Leverkusen hadert mit Elfmeter-Pech

Die Szenen des Spiels ereigneten sich kurz vor der Pause: Der FC Porto jubelte in der 42. Minute über das 1:0 von Mehdi Taremi, doch Leverkusen reklamierte heftig. Und tatsächlich marschierte Schiedsrichter Anthony Taylor (43) für den Check zum VAR-Monitor.

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Dort kassierte der Brite nicht nur das Tor der Gastgeber ein, sondern gab wegen eines vorigen Handspiels im anderen Strafraum sogar noch Elfmeter für Bayer Leverkusen. Verrückt!

Auf dem Silbertablett servierte der Referee damit Krisen-Stürmer Patrik Schick (nur drei Tore in zwölf Spielen) die Führungs-Chance vom Punkt. Doch der Tscheche scheiterte an Keeper Diogo Costa. Kurios: Der Schlussmann hatte erst vor zehn Tagen in der Nations League beim Portugal-Sieg in Tschechien einen Strafstoß pariert – gegen Patrik Schick.

Champions League: Porto besiegt Bayer Leverkusen

Abgesehen vom Elfmeter-Wahnsinn rund um den Pausenpfiff hielt die Partie in Porto lange Zeit kaum große Highlights bereit. Der Bayer-Traumstart mit dem vermeintlichen 1:0 durch Callum Hudson-Odoi nach einer Viertelstunde wurde vom VAR wegen eines vorigen Andrich-Fouls wieder kassiert.

Dem FC Porto – nach zwei Start-Pleiten in der Champions League – und Bayer Leverkusen – nach dem Auftakt-Schlamassel in der Bundesliga – war die Verunsicherung anzumerken. Auch nach der Pause steuerte die Begegnung einem torlosen Unentschieden entgegen, ehe Joker Zaidu eine ganz starke Kombination quer über den ganzen Platz in der 69. Minute im Leverkusener Strafraum zum 1:0 vollendete.

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Eine richtige Reaktion von Bayer Leverkusen? Blieb komplett aus. Stattdessen nutzte Porto die Lücken in der Gäste-Deckung für das 2:0 durch den ebenfalls eingewechselten Galeno (87.). Kurz darauf flog noch Jeremie Frimpong mit der Ampelkarte vom Feld und sorgte für den passenden Schlusspunkt eines unrühmlichen Abends.

Waren die beiden Joker-Gegentore womöglich schon die K.o.-Treffer für Bayer-Trainer Seoane? „Wir sind weiterhin überzeugt, der Trainer hat eine super Connection zur Mannschaft und wir wollen gemeinsam aus dieser Situation herauskommen. Es ist keine einzelne Person schuld, wir alle sind in der Verantwortung für diese Situation“, verteidigte ihn Innenverteidiger Jonathan Tah im DAZN-Interview.

Doch der Schweizer war von Klub-Boss Fernando Carro (58) im „Doppelpass“ am Sonntag erstmals öffentlich angezählt worden. Die Werkself sei „nicht unvorbereitet“ erklärte der Spanier – der spätestens nach dem Kellerduell gegen Schalke 04 am Samstag reagieren würde, sich mit seinen Aussagen aber auch die Tür für eine noch schnellere Reaktion geöffnet hatte.

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