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Ajax in der KriseSpielabbruch wegen Pyro-Chaoten – Mislintat gefeuert

Leuchtraketen liegen auf dem Rasen in der Johan-Cruyff-Arena in Amsterdam.

Copyright: Olaf Kraak / ANP / AFP

Leuchtraketen liegen am 24. September 2023 auf dem Rasen in der Johan-Cruyff-Arena in Amsterdam.

Aktualisiert:

Pyro-Eklat in Amsterdam: Das Traditionsduell zwischen Ajax und Feyenoord Rotterdam wird vorzeitig abgebrochen.

Albtraum-Start für Ajax Amsterdam: Der niederländische Rekordmeister kommt in der Eredivisie noch überhaupt nicht in die Puschen. Nun haben die Fans dem Verein weiteren Ärger eingebracht.

Wegen des wiederholten Abbrennens von Pyrotechnik musste der niederländische Fußball-Klassiker zwischen Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam abgebrochen werden.

Leuchtraketen fliegen auf den Platz

Der Schiedsrichter beendete die Partie gemäß den Regeln der Liga beim Stand von 3:0 für Meister Feyenoord, nachdem Fans bereits zum zweiten Mal Leuchtraketen auf das Feld geschossen hatten.

Vor dem Stadion brachen in der Folge Tumulte aus, einige Fans legten sich mit der Polizei an und warfen mit Pflastersteinen. Spieler und Trainer beider Teams harrten in den Kabinen aus, auch Journalisten durften das Stadion aus Sicherheitsgründen nicht verlassen.

„Das hat nichts mit Fußball und Fansein zu tun. Sie spielen mit der Sicherheit der Spieler, ihrer Mitfans und sich selbst. Schämen Sie sich“, schrieb Justizministerin Dilan Yesilgöz–Zegerius auf X.

Santiago Gimenez (9./18. Minute) und Igor Paixao (37.) hatten Feyenoord im De Klassieker souverän in Führung geschossen und die Krise vom schwach in die Saison gestarteten Ajax noch verschärft. In der 44. Minute gab es die erste Unterbrechung, nachdem im Strafraum des deutschen Feyenoord-Torwarts Timon Wellenreuther (27) zwei Leuchtkörper gelandet waren.

Nach einer Unterbrechung ging es gemäß den Regeln weiter, ehe in der 55. Minute drei Pyro-Raketen im selben Strafraum landeten, in dem diesmal Ajax-Keeper Jay Gorter (23) stand.

Damit war das Spiel automatisch beendet. Bürgermeister und Polizei hätten diese Entscheidung überstimmen dürfen, wenn sie dadurch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit erkannt hätten. Da sich aber offiziell keine Anhänger von Feyenoord im Stadion befanden, war dies offenbar nicht gegeben.

Mislintat muss nach nur vier Monaten gehen

Mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Spielen hat Ajax den schlechtesten Saisonstart seit 1965 hingelegt. Stunden nach dem Tiefpunkt gegen Feyenoord wurde Sportdirektor Sven Mislintat (50) entlassen. Grund dafür sei der „Mangel an breiter Unterstützung innerhalb der Organisation“ für den früheren Stuttgarter, hieß es auf der Homepage. Auch Trainer Maurice Steijn (49) steht in der Kritik.

„Sven hat in den letzten Monaten enorme Anstrengungen für Ajax unternommen, dafür sind wir dankbar. Es liegt nun im Interesse von Ajax, mit vereinten Kräften weiterzumachen und wieder zu sportlichen Erfolgen zu finden“, sagte Interimsgeschäftsführer Jan van Halst. Mislintat war erst seit Mai im Amt. (dpa/sid)

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