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Adeyemis DFB-AuftrittFan-Rufe bringen ARD-Zuschauer auf die Palme

Karim Adeyemi konnte im DFB-Dress

Copyright: IMAGO/HMB-Media

Ackerte fleißig, spielte gut: Karim Adeyemi konnte im DFB-Dress für sich werben. Ein Tor gelang dem Angreifer aber nicht.

Beim 0:1 gegen Griechenland ist Karim Adeyemi einer der Auffälligsten. Ein Fan auf der Tribüne wird in der ARD-Übertragung zum unüberhörbaren Antreiber. Im Netz zeigen sich manche genervt.

Die DFB-Elf hat das Heimdebüt von Jürgen Klopp gegen Griechenland nach einem harmlosen Auftritt mit 0:1 vergeigt. Einer der deutschen Aktivposten auf dem Feld war Barcelona-Stürmer Karim Adeyemi.

Doch auch dem 24‑Jährigen wollte kein Treffer gelingen – und das, obwohl er von der Seitenlinie aus in ganz besonderer Manier angefeuert wurde.

Schweinsteiger würde Adeyemi lieber links außen sehen

In der ARD-Übertragung war ein Zuschauer immer wieder deutlich zu hören, der Adeyemi nach vorn peitschte. „Karim, hol ihn dir, Junge!“, rief der Fan unter anderem.

Auch Sätze wie „Karim, Junge, der ist deiner!“ und „Nächster Sprint, Junge! Hol ihn dir!“ schallten über die Außenmikrofone. Zwischendurch kommentierte der Zuschauer sogar den Gegenspieler: „Karim, mach ihn nass jetzt, der lahmt schon.“

In den sozialen Netzwerken fanden die Parolen wenig Zuspruch. „Unfassbar nervig war das“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer kommentierte aufgebracht: „Junge, war der nervig.“ Einer scherzte: „Das war sein Motivationscoach.“

Klar ist: Adeyemi gehörte zu den auffälligeren Kräften in der deutschen Offensive. Der Angreifer kam zu mehreren Abschlüssen, blieb aber wie bereits gegen die Niederlande ohne Tor. Dimitrios Kourbelis traf in der 74. Minute für Griechenland und besiegelte das bittere 0:1 in Augsburg.

Nach dem Abpfiff fällte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger ein hartes Urteil: „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben nicht mehr diese Spieler, die den Unterschied ausmachen.“ Klopps umfangreiche Sichtung des Kaders hielt der Weltmeister von 2014 dennoch für richtig. „Jetzt ist es reine Testerei“, sagte Schweinsteiger mit Blick auf den Neuaufbau.

Auch Adeyemis Einsatz auf der rechten Seite gab dem Experten zu denken. Beim FC Barcelona kommt der Nationalspieler eher über links, sagte Schweinsteiger: „Er spielt dort meistens links außen. Da gefällt er auch mir besser. Da würde ich ihn öfter einsetzen.“

Das nächste Nations-League-Spiel gegen Serbien steigt am Donnerstag (1. Oktober/20.45 Uhr) in München und sollte endlich auch im Ergebnis überzeugen. Zu Klopps Aufgebot wird dann FC-Star Said El Mala gehören, der gegen Griechenland noch auf der Tribüne saß.

Nach den mageren Ergebnissen der DFB-Elf zuletzt könnte sich El Mala mit einem starken Auftritt in die Mannschaft spielen – vorausgesetzt, Klopp setzt auf den 20-jährigen Kölner. Ob der Bundestrainer den FC-Stürmer von Beginn an aufs Feld schickt, ihn nur einwechselt oder sogar ganz außen vorlässt, ist offen.