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Strafe nach Nizza-Skandal UEFA-Begründung da: Zieht der FC jetzt vors Sportgericht?

Vor dem Conference-League-Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza am 8. September 2022 kam es zu schweren Ausschreitungen.

Vor dem Conference-League-Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza am 8. September 2022 kam es zu schweren Ausschreitungen.

Der 1. FC Köln hat die schriftliche Begründung des UEFA-Urteils nach den Gewalttaten in Nizza erhalten. Nun prüft der Fußball-Bundesligist, ob er vor den CAS zieht.

Das Skandal-Spiel von Nizza und seine Folgen. Am späten Freitagabend (30. September 2022) ist beim 1. FC Köln die schriftliche Urteilsbegründung der UEFA eingegangen.

Der Verband hatte den Bundesligisten nach den Gewalttaten beim Auftakt der Conference League am 8. September mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro sowie einem Verkaufs-Verbot für Auswärtskarten belegt.

1. FC Köln lehnt „durch das Urteil der UEFA verhängte Kollektivstrafen ab“

Der FC kündigte am Samstag (1. Oktober) vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund an, nun den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zu prüfen.

In einer Klub-Mitteilung heißt es: „Der 1. FC Köln lässt keinen Interpretationsspielraum zu, dass er für eine konsequente Aufklärung der Vorgänge und eine harte Bestrafung der Gewalttäter steht. Die durch das Urteil der UEFA verhängten Kollektivstrafen lehnt der 1. FC Köln hingegen ab. Ein generelles Verbot von Gästetickets bestraft zu Unrecht die Vielzahl friedlicher FC-Fans. Solche Strafen haben sich in der Vergangenheit auch nicht als zielführend erwiesen, um Gewalt im Stadion zu verhindern.“

Und weiter: „Der Gang des 1. FC Köln vor den CAS steht damit aber noch nicht fest. Der 1. FC Köln wird diesen Schritt verantwortungsvoll prüfen und die Erfolgsaussichten in rechtlicher, aber auch in zeitlicher Hinsicht - angesichts des bereits in zehn Tagen bei Partizan Belgrad stattfindenden Auswärtsspiels – abwägen.“

Sowohl für die Partie bei Partizan Belgrad (13. Oktober 2022, 18.45 Uhr) als auch jene beim tschechischen Pokalsieger 1. FC Slovácko (27. Oktober, 18.45 Uhr) dürfen die Geißböcke keine Auswärts-Tickets verkaufen.

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Der FC erklärt: „Unabhängig vom weiteren Verlauf der juristischen Aufarbeitung raten Vorstand und Geschäftsführung aus Sicherheitsgründen mit großem Nachdruck allen Fans davon ab, Karten für die Partie in Belgrad beim Heimverein zu erwerben oder ohne Tickets nach Belgrad anzureisen.“

Angesichts der mächtigen Auswärts-Unterstützung, der sich der FC überall auf dem Kontinent sicher sein kann, wiegt das Fan-Aus natürlich schwer. (mze)

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