René Wagner bleibt als Trainer des 1. FC Köln weiter ungeschlagen. In seiner Bilanz stehen ein Sieg und zwei Unentschieden. Thomas Kessler zieht nach dem Start daher ein positives erstes Fazit.
„Durch den Wechsel erhofft“Kessler zieht erstes Wagner-Fazit

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Thomas Kessler war mit dem Punktgewinn des 1. FC Köln auf St. Pauli zufrieden.

René Wagner blieb auch in seinem dritten Spiel als Cheftrainer des 1. FC Köln ungeschlagen. Nach dem Unentschieden in Frankfurt und dem eminent wichtigen Sieg gegen Werder Bremen holte er auf St. Pauli hinten raus noch einen Punkt.
Drei Spiele, fünf Punkte – der Abstand auf den Relegationsrang beträgt fünf Zähler. Eine komfortable Ausgangssituation vor den verbleibenden vier Spielen. „Wir haben wiederholt ein Spiel nicht verloren. Wir sind fünf Punkte vor, das ist schon eine gute Situation für uns“, sagte Thomas Kessler nach dem Spiel am Millerntor.
Kessler ist kein Freund vom Hochrechnen
Spielerisch blieb in den ersten Wochen unter dem neuen Coach vieles auf der Strecke, dafür bewies die Truppe große Moral und hatte auch endlich mal wieder das nötige Spielglück. Es sind aktuell die kleinen Schritte, wie Kessler betont.
Er zieht ein positives erstes Wagner-Fazit. „Die Arbeit macht nicht nur den Jungs Spaß. Ich habe auch den Eindruck, dass die Zusammenarbeit zwischen uns beiden sehr positiv ist. Er ist sehr offen und kommuniziert viel. Er hat geschafft, dass die Intensität im Training noch mal zugenommen hat. Es sind Kleinigkeiten, die ich mir durch den Wechsel erhofft habe. Er macht einen guten Job und deshalb freue ich mich für ihn“, sagt Kessler.
Der Geschäftsführer weiß aber auch, dass bei weitem nicht alles Gold ist, was glänzt, geht dennoch pragmatisch mit der Situation um. Er sagt: „Dass wir als Kölner – und da nehme ich mich mit ein – nach dem Heimsieg gegen Bremen mit einer steigenden Erwartungshaltung hierherfahren, weil wir uns mit einem Sieg von allen Sorgen hätten befreien können, ist völlig normal. Das ist auch okay.“
So aber kann der FC noch keinen Haken hinter die Saison machen. Es fehlen noch ein paar Punkte, um sicher gerettet zu sein. Wie viele genau, darauf will sich der Köln-Boss nicht festlegen. „Ich bin kein Freund vom Hochrechnen, was wir noch brauchen“, sagt Kessler.
Gut möglich, dass Lukas Kwasniok mit seiner Rechnung, die er im Laufe der Saison aufgestellt hat, Recht behalten wird. Der Ex-Coach betonte immer wieder: „Du brauchst ungefähr zwischen 32 und 35 Punkte für den Klassenerhalt.“
Dabei hatte Kwasniok unter dem Strich zehn Siege gefordert. Der FC hat aktuell sieben Siege auf dem Konto, aber vor allem mit Heidenheim und Union Berlin auf dem Papier noch zwei machbare Aufgaben vor der Brust. Am Wochenende geht es aber erstmal gegen den „geliebten Rivalen“ (Zitat Kessler) Bayer Leverkusen.
