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„Skandalös“ Stimmen zur Nacht von Nizza – Fassungslosigkeit beim FC: „Einfach eine Katastrophe“

Der 1. FC Köln hat sich zum Auftakt der Conference League ein 1:1 beim französischen Klub OGC Nizza erkämpft. Hier gibt es die Stimmen zum Spiel, das von einem Gewalt-Eklat überschattet wurde.

Turbulenter erste Europapokal-Abend für den 1. FC Köln. In Nizza ließ erst der Fan-Marsch die Herzen höherschlagen, dann sorgten Chaoten aus beiden Lagern für die schlimme Wende.

Mit dem hart erarbeiteten Punktgewinn beim 1:1 gegen OGC Nizza rettete der FC am Donnerstag (8. September 2022) die sportliche Komponente des Abends, die zwischenzeitlich stark in den Hintergrund gerückt war. EXPRESS.de hat die Stimmung zum Spiel gesammelt.

André Pawlak: „Was wir eben gehört haben, ist skandalös“

FC-Assistenzcoach André Pawlak (51) über Steffen Tigges (24), der sein erstes FC-Tor erzielte: „Das war für uns jetzt keine Überraschung. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er trifft. Das haben wir in den vergangenen Wochen gesehen, als er sich rangearbeitet hat. Er hat eine gewisse Strafraum-Präsenz aufgrund seiner Größe. Er hat die Abläufe jetzt immer besser drin. Es hat eine Weile gedauert, weil er anfangs gar nicht im Trainingsprozess drin war. Seit ein paar Wochen ist er nun dabei. Ich freue mich sehr für ihn, dass er nach der langen Verletzung jetzt für uns getroffen hat.“

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…über den Austausch mit Steffen Baumgart nach dem Schlusspfiff: „Nachdem er dann endlich rein durfte zu uns, das war ja alles recht schwierig, haben wir schon gesprochen. Er hat das Spiel auch so gesehen wie ich. Ein gerechtes 1:1. Insofern: Alles gut.“

...über die Ausschreitungen vor dem Spiel: „Da fehlen einem fast die Worte. Wir haben vor dem Spiel nichts gesehen, wir haben auch bis jetzt noch keine Bilder gesehen, weil wir noch gar nicht draußen waren als Mannschaft. Von daher können wir da jetzt erst mal nicht so viel zu sagen. Was wir eben gehört haben, ist skandalös, das gehört definitiv nicht in den Fußball. Das ist für uns sehr, sehr traurig, was da passiert ist.“

Christian Keller: „Konsequenzen, die wir jetzt noch gar nicht absehen können“

FC-Sportchef Christian Keller über sein Urteil zu den Ausschreitungen: „Ich habe jede Menge Videos gesehen, aber nichts, dass ich jetzt eine fundierte Äußerung zu den Vorfällen hier abgeben könnte. Da würde ich gerne darum bitten, dass wir noch etwas Zeit kriegen, das alles auszuwerten, um uns dann auch treffend zu äußern. Es ist einfach eine Katastrophe und hat beim Fußball nichts verloren – sonst irgendwo auch nicht.“

...über Konsequenzen für die Gewalttäter im FC-Lager: „Es hat da ein paar Menschen drin gegeben, für die mir ein paar Wörter einfallen würden, die sind aber alle so, dass ich sie lieber nicht sagen möchte. Die machen dann für viele Tausend so ein Erlebnis mehr oder weniger kaputt und machen es nicht nur jetzt kaputt, sondern sorgen auch für Konsequenzen, die wir jetzt noch gar nicht absehen können.“

Lucien Favre über die Ausschreitungen: Das ist sehr, sehr schade. Sehr schwer für mich, etwas zu sagen. Das ist nicht Fußball, leider gab es Verletzte, ich hoffe, es geht. Es ist sehr, sehr traurig, das zu sehen. Das ist nicht gut.

Marvin Schwäbe: „Ärgerlich, dass solche Schlagzeilen oben drüberstehen“

Marvin Schwäbe über die bange Zeit vor dem verspäteten Anpfiff: „Wir haben versucht, uns ein bisschen zu bewegen, dass man natürlich nicht irgendwie da sitzt und wartet und das Handy in der Hand hat. Da haben wir schon versucht, uns bei Laune zu halten. Ich glaube, das haben wir ganz gut hinbekommen, dementsprechend konnten wir auch relativ gut ins Aufwärmen starten.“

...über sein Fazit und die Negativ-Schlagzeilen nach den Gewalt-Vorfällen: „Natürlich ist es sehr ärgerlich, wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt, haben intensiv gespielt, gut nach vorne gespielt, haben uns Chancen rausgespielt. Wir haben richtig gut verteidigt, durch die Bank weg. Wir sind mit dem zufrieden, wie es am Ende auch ausgegangen ist, aber es ist natürlich ärgerlich, dass solche Schlagzeilen oben drüberstehen.“

Steffen Tigges über seine Tor-Premiere beim 1. FC Köln: „In dem Moment geht einem nicht so viel durch den Kopf, man freut sich einfach. Ich habe mich vor allem gefreut, dass es so ist, wie wir es im Training immer üben: Tiefe und dann den Ball auf den zweiten Pfosten spielen. Grundsätzlich ist es so: Nach der Verletzung bin ich so langsam wieder voll da und im Vollbesitz meiner Kräfte. Da war es natürlich ein super Moment. Und dann mit den ganzen Fans zu feiern, ist dann noch mal richtig schön.“

...über die Stimmung in der Kabine vor dem Anstoß: „Wir haben ehrlich gesagt gar nicht so viel mitbekommen, wir standen schon bereit, rauszugehen, dann kam das Kommando: Alle wieder hinsetzen, es gibt Ausschreitungen. Wir konzentrieren uns auf den Sport, das ist das, was wir beeinflussen können, wofür wir hier sind. Ich glaube, das hat man gesehen, dass die Mannschaft sich von Anfang an konzentrieren konnte, weil wir einfach direkt da waren und eine super erste Halbzeit gespielt haben.“

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