Während der 1. FC Köln den Restart der Bundesliga in Spanien vorbereitet, ist der 1. FC Heidenheim vor dem direkten Duell in der verschneiten Heimat geblieben.
„Scheißegal“-Ansage an den FCHeidenheim macht vor Köln-Duell alles anders
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Frühlingsgefühle kommen beim 1. FC Köln im Spanien-Trainingslager bislang nicht an jedem Tag auf, doch die Flucht aus dem winterlichen Deutschland bringt nach der Sieglos-Serie mal wieder etwas Leichtigkeit in die Abläufe beim FC.
Trainer Lukas Kwasniok (44) ist großer Fan der kurzen Winter-Abstecher in den Süden, machte die schon beim SC Paderborn zur Tradition. An der Costa Blanca bereitet sich der FC nun intensiv auf den Jahres-Auftakt in der Bundesliga vor, wo am Samstag (10. Januar 2026, 15.30 Uhr) das wichtige Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim ansteht.
Heidenheim verzichtet auf Trainingslager
Weil die Kölner in den sechs Spielen zum Jahresende nur zwei Punkte holten, schmolz auch das zuvor noch komfortable Polster nach unten.
Sollte der Vorletzte aus Heidenheim das Heimspiel am Wochenende gewinnen, würde der FC nur noch zwei Punkte vor dem einstmals um neun Punkte distanzierten Tabellenvorletzten liegen.
Das direkte Duell ist entsprechend für beide ein richtungsweisender Gradmesser für den Turbo-Start ins neue Jahr mit drei Spielen binnen acht Tagen. In der Vorbereitung auf das Spiel an der Brenz, wo der FC in der Saison 2023/2024 in die 2. Bundesliga abstieg, sind die Strategien beider Klubs komplett verschieden.
Auf der einen Seite der FC, der sich wie viele andere Bundesliga-Klubs für den sonnigen Süden entschieden hat. Auf der anderen Seite der FCH, der bei eisigen Temperaturen in der Heimat geblieben ist und nun umringt von schneebedeckten Hängen auf dem eigenen Trainingsplatz auf dem Schlossberg ackert.
„Am Ende wird es das Spiel gegen Köln zeigen, was das Richtige gewesen wäre“, sagte Kapitän Patrick Mainka (31) beim Trainingsauftakt und ließ dabei nicht unbedingt restlose Überzeugung für die Entscheidung seines Arbeitgebers durchklingen.
Für den FC hatte der Routinier laut „Heidenheimer Zeitung“ dennoch eine Ansage parat: „Ob sie jetzt aus der Sonne oder von sonstwoher kommen, ist mir scheißegal. Wir wollen das Spiel gewinnen.“

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Patrick Mainka ist auch ohne Trainingslager bereit für das Bundesliga-Duell gegen den 1. FC Köln.
Präsident Holger Sanwald (58) konnte sich derweil an keine Winter-Vorbereitung in Heidenheim in den vergangenen 20 Jahren erinnern, glaubt aber, mit dem Kurswechsel die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Mein Gefühl sagt mir, dass es besser ist, hierzubleiben, damit wir nicht diese Klimaschwankungen haben.“
Weil Frost-Tage seit Weihnachten zum Alltag gehören, befürchtete Trainer Frank Schmidt (52) rund um den Jahreswechsel, womöglich doch die falsche Entscheidung getroffen zu haben. „Ich war zweimal hier am Trainingsplatz, weil ich Sorgen gehabt habe.“
An den ersten Trainingstagen stellten ihn die Bedingungen dank der Rasenheizung aber zufrieden, so konnte der FCH auch bei rund 15 Grad weniger genauso störungsfrei trainieren wie der FC.


