In Köln geflopptBundesliga-Trainer schwärmt von Ex-FC-Profi

Steffen Tigges hat beim 3:1-Sieg des SC Paderborn gegen Hoffenheim erneut seine Joker-Qualitäten gezeigt. Sein Trainer Ralf Kettemann gerät nach dem starken Auftritt des Ex-Kölners ins Schwärmen.

Der ehemalige FC-Profi Steffen Tigges kommt beim SC Paderborn immer besser in Fahrt.

Im Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim kam der Stürmer zur Halbzeit ins Spiel, erzielte das wichtige 3:1 und machte damit den ersten Saisonsieg des Aufsteigers perfekt. Sein Torjubel? Völlig befreit!

Paderborn-Trainer über Tigges: „Auf ihn kann man sich immer verlassen“

Tigges war für Marvin Pieringer ins Spiel gekommen, der nach einem Schlag aufs Knie raus musste. Zunächst war noch die Hoffnung da, dass Pieringer auf dem Platz bleiben kann. Doch in der zweiten Halbzeit schlug dann die Stunde des Ex-FC-Profis.

In der 69. Minute behauptete sich der 28-Jährige zunächst stark bei einem langen Ball. Anschließend köpfte Tigges eine Flanke von Jonah Sticker präzise ins linke Eck. Hoffenheim hatte zu diesem Zeitpunkt auf den Ausgleich gedrängt, doch der Treffer des Jokers brachte Paderborn wieder mit zwei Toren in Führung.

Beim 3:1 blieb es auch. Und Paderborn findet sich während der Länderspielpause auf Rang 12 wieder – punktgleich mit dem FC, der eine um ein Tor schlechtere Tordifferenz aufweist. 

Nach dem Abpfiff fand Paderborns Trainer Ralf Kettemann deutliche Worte für seinen Angreifer. Tigges habe im Vergleich zur vergangenen Saison „einen Schritt nach vorne gemacht“. Besonders lobte der Coach die Einstellung des Stürmers.

Steffen Tigges (l, SC Paderborn 07) jubelt nach seinem Tor zum 3:1 ausgelassen. Teamkollege Laurin Curda (l.) feiert mit.

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Steffen Tigges (l, SC Paderborn 07) jubelt nach seinem Tor zum 3:1 ausgelassen. Teamkollege Laurin Curda (l.) feiert mit.

„Er lässt sein Herz auf dem Platz“, schwärmte Kettemann. Außerdem sei Tigges ein „toller Mensch, der immer strahlt“, und er bringe eine „unglaubliche Qualität“ mit. Das Tor gegen Hoffenheim bezeichnete der Trainer als qualitativ „ganz, ganz toll“.

Für Kettemann ist Tigges damit weit mehr als nur eine Notlösung. Der Angreifer habe gezeigt, dass Paderborn auch nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Pieringer eine starke Alternative im Sturm besitzt. Ein erster Startelf-Einsatz für Tigges in dieser Saison wäre nach der Länderspielpause keine Überraschung.

In Köln hatte sich Tigges dagegen nie dauerhaft als Stammkraft etablieren können. Der FC hatte den Stürmer 2022 für rund 1,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund verpflichtet. Nach drei Jahren endete das Kapitel im Sommer 2025. Tigges verließ den FC nach 81 Pflichtspielen und zehn Toren in Richtung Paderborn.

Vor allem seine letzte Saison am Geißbockheim verlief enttäuschend: In 16 Zweitliga-Einsätzen blieb der Angreifer ohne Treffer. Beim FC gab es für den gebürtigen Osnabrücker keine Perspektive mehr.

Jetzt also Paderborn: Nach seinem Treffer gegen Hoffenheim wurde der 1,94 Meter große Stürmer bei der offiziellen Bundesliga-Abstimmung mit 32 Prozent der Stimmen zum „Man of the Match“ gewählt. Mit drei Abschlüssen gab er zudem die meisten Torschüsse aller Paderborner Spieler ab.

Für den SC war der Erfolg gegen Hoffenheim der erste Bundesliga-Sieg in dieser Saison. Vier Punkte aus vier Spielen stehen nun zu Buche. Und Steffen Tigges hat seinem neuen Trainer gezeigt, dass auf ihn Verlass ist.