FC-Gastspiel in München Hätten Sie’s gewusst? Diese Spieler liefen für beide Klubs auf

Lukas Podolski applaudiert den Fans zu, Michael Rensing steht neben ihm und lächelt.

Die zwei kannten sich bereits aus ihrer Zeit beim FC Bayern: Lukas Podolski und Michael Rensing beim 4:2-Erfolg des 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 05 am 13. Februar 2011.

Welche Spieler liefen in der Vergangenheit sowohl für den 1. FC Köln als auch für den FC Bayern München auf? EXPRESS.de gibt Ihnen einen Überblick.

Am Dienstag (24. Januar 2023, 20.30 Uhr/Sky, Sat.1 und im Liveticker auf EXPRESS.de) empfängt der FC Bayern München den 1. FC Köln in der Allianz-Arena. Aktuell steht kein ehemaliger Bayern-Profi beim FC und kein ehemaliger Kölner beim Rekordmeister unter Vertrag. 

In der Vergangenheit sah das jedoch anders aus, zahlreiche Spieler kickten sowohl am Rhein als auch an der Isar. Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht derer, die beide Trikots getragen haben:

Torhüter beim FC und bei den Bayern

  • Michael Rensing (38): Er sollte der neue Oliver Kahn werden, war dem Druck beim deutschen Rekordmeister aber nicht gewachsen. Sein Vertrag wurde beim FC Bayern 2010 nicht mehr verlängert. Nach kurzer Zeit ohne Verein ging er zum FC Köln, für den er 49 Ligaspiele machte und damit nur vier weniger als für Bayern München.
  • Stefan Wessels (43): Beim FC Bayern kam er nie an Oliver Kahn vorbei, darum wechselte Wessels nach vier Jahren in München nach Köln. In der Domstadt blieb er vier Jahre. Seine Bilanz: sechs Bundesliga-Spiele für Bayern, 93 Liga-Einsätze für den FC.
  • Toni Schumacher (68): Beim FC wurde Toni in den 70ern und 80ern eine wahre Torwartlegende: Bei 422 Bundesliga-Spielen stand er im FC-Tor. Beim FC Bayern – zu dem er 1991 gewechselt war – war er hingegen lediglich Ersatzmann hinter den wesentlich jüngeren Raimond Aumann (58) und Sven Scheuer (50). Trotzdem durfte er achtmal unter Trainer Sören Lerby (63) ran.
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Verteidiger bei Köln und Bayern München

  • Jürgen Kohler (59): Der „Kokser“ wechselte 1989 von Köln zu den Bayern. Kohler gewann alles, was man als Fußballer gewinnen kann, allerdings woanders: Weltmeister 1990, UEFA-Cup-Sieger 1993 mit Juventus Turin, Europameister 1996, Weltpokal- und Champions-League-Sieger 1997 mit dem BVB. 
  • Christan Lell (38): Lell ist gebürtiger Münchner und spielte schon früh für den FC Bayern. 17 Jahre hielt er seinem Heimatverein die Treue, ehe er 2010 fest zu Hertha BSC ging. Zwischendurch war er allerdings von 2004 bis 2006 nach Köln verliehen, wo er in 42 Ligaspielen zum Einsatz kam.
  • Markus Münch (50): Zur Rückrunde 1997/1998 wechselte Münch vom FCB nach Köln. Dort blieb er ein lediglich ein halbes Jahr, denn der FC stieg am Ende der Saison ab. Münch ging nach Italien zu Genua. Für Bayern absolvierte er übrigens 56 Partien und erzielte dabei einen Treffer, beim FC machte er nur 13 Spiele, traf aber doppelt so häufig.
  • Wolfgang Rausch (75): Rausch spielte bereits in der Jugend für den FC und machte zwischen 1965 und 1968 für die Profimannschaft des Vereins 47 Bundesliga-Spiele. Nach Stationen in Essen und Offenbach führte sein Weg 1977 zum FC Bayern. Dort brachte es der Verteidiger auf 51 Ligaspiele.
  • Andrew Sinkala (43): 1999 Sinkala kam mit 20 Jahren aus Sambia nach München zum FC Bayern. Für die Münchner machte er bei den Profis allerdings lediglich zwei Spiele – eins im Pokal und eins in der Bundesliga. Für ihn ging es weiter an den Rhein, wo er 93 Spiele im FC-Trikot bestritt.
  • Holger Wilmer (64): Das Nordlicht aus Lübeck kam mit 18 vom ortsansässigen VfB 1977 ins Rheinland, wo er sich direkt einlebte. Sieben Jahre blieb er dem FC erhalten und machte dabei 165 Bundesligaspiele. In seinen daran anknüpfenden drei Jahren in der bayrischen Landeshauptstadt absolvierte er 58 Bundesliga-Spiele.
  • Herbert Zimmermann (68): Dieser Mann ist natürlich nicht mit der gleichnamigen Kommentatoren-Legende zu verwechseln, die das Endspiel der WM 1954 im Radio übertrug. Der hier gemeinte Herbert Zimmermann war rechter Außenverteidiger beim FC Bayern, mit dem er 1974 den Europapokal der Landesmeister gewann. Stammspieler war er in seinen zwei Jahren in München aber nie, brachte es bloß auf zwei Einsätze in der Bundesliga. Beim FC Köln spielte er sich hingegen fest: Von 1974 bis 1984 stand Zimmermann beim FC unter Vertrag und bestritt 202 Bundesliga-Partien.

Mittelfeldspieler vom FC Köln und vom deutschen Rekordmeister

  • Markus Feulner (40): Der gebürtige Oberfranke kommt aus der Bayern-Jugend und wurde nach seinen ersten Einsätzen (13) in der ersten Mannschaft an den 1. FC Köln verliehen. Für die Geißböcke lief Feulner 38-mal auf. Zweimal wurde er Deutscher Meister: 2003 mit den Münchnern, 2011 mit dem BVB.
  • Hansi Flick (57): Auch der heutige Bundestrainer spielte sowohl für den FC Köln als auch für den FC Bayern. Zwischen 1985 und 1990 macht er für die Bayern 104 Spiele, für Köln anschließend 44.
  • Jupp Kapellmann (73): Eigentlich heißt er Hans-Josef mit Vornamen, doch alle nannten und nennen ihn nur Jupp. Von 1970 bis 1973 spielte er beim FC, wechselte dann nach München, wo er erst für die Roten und dann für die Blauen auflief. Für Köln machte er 91 Ligaspiele, für den FCB 165. Nach seiner Karriere war er u.a. leitender Oberarzt im St.-Vinzenz-Krankenhaus in Düsseldorf.
  • Franz Krauthausen (76): In der Saison 1965/1966 machte der Flügelspieler Krauthausen elf Spiele für den FC. Anschließend ging er zu seinem Heimatverein nach Oberhausen, ehe er sich 1971 für zwei Jahre den Bayern anschloss. Seine Karriere ließ er in den USA auslaufen.
  • Pablo Thiam (49): Der aus Guinea stammende defensive Mittelfeldspieler spielte bereits in der Jugend beim 1. FC Köln und schaffte es über die Amateur-Mannschaft in den Profikader. Nach einem Zwischenstopp in Stuttgart landete er beim FC Bayern. 
  • Mitchell Weiser (28): Er ist der Sohn von Patrick Weiser, der hauptsächlich in den 90ern beim FC spielte. Der 1994 geborene Mitchell durchlief die Jugend des FC und gab im Geißbock-Trikot sogar sein Bundesligadebüt. Nach diesem einen Spiel im Jahr 2012 wechselte er nach München, wo er sich allerdings nie durchsetzen konnte. Aktuell spielt er bei Werder Bremen.

Angreifer des 1. FC Köln und des FCB

  • Carsten Jancker (48): Auch der in der DDR geborene Carsten Jancker lief für beide Klubs auf. Nach der Wende wechselte er von Hansa Rostock nach Köln. Kam in drei Jahren am Rhein allerdings nur auf fünf Bundesliga-Spiele. Über den Umweg Rapid Wien ging es dann nach München, wo er 2001 die Champions-League gewann und vier Deutsche Meisterschaften einsackte.
  • Bruno Labbadia (56): Zwischen 1991 und 1994 stürmte Bruno Labbadia für den FC Bayern. Dabei traf er in 82 Spielen 28 Mal. Weiter ging es für ihn nach Köln, wo er in 41 Spielen 15 Mal ins gegnerische Gehäuse traf. 2003 beendete er seine Karriere und ist seither als Trainer tätig – aktuell beim VfB Stuttgart.
  • Stefan Maierhofer (41): Der österreichische Hüne Stefan Meierhofer (202 cm groß) spielte bei unzähligen Vereinen. Darunter auch der FC Bayern (zwei Spiele für die Profis, 42 Spiele für die Reserve) und der 1. FC Köln (14 Spiele).
  • Claudio Pizarro (44): Der beliebte Peruaner schloss sich in der Saison 2017/2018 dem FC an. Damals war „Pizza“ schon fast 39 Jahre alt. Zuvor spielte er viele Jahre bei Werder Bremen und dem FC Bayern. Für Bayern machte er 327 Spiele und schoss dabei 125 Treffer, für den FC kam er nur auf 16 Spiele und einen Treffer. Lange Zeit war er der erfolgreichste ausländische Torjäger in der Bundesliga-Geschichte.
  • Lukas Podolski (37): Während er beim FC schon in jungen Jahren Kultstatus genoss, blieb ihm der Durchbruch bei Bayern München verwehrt. 86 Tore in 181 Partien gelangen ihm für Köln, für die Münchner schoss er in 106 Partien „nur“ 26 Tore. Aktuell spielt der Weltmeister von 2014 für den polnischen Klub Górnik Zabrze.

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