Der 1. FC Köln hat mit Schalke 04 eine lösbare, aber unangenehme Herausforderung vor der Brust. Auf einen Spieler könnte es dabei besonders ankommen.
„Lange mit ihm gesprochen“FC-Profi gegen Schalke besonders gefordert

Zwei Wochen nach dem gewonnenen Derby gegen Borussia Mönchengladbach erwartet den 1. FC Köln das nächste richtungsweisende Heimspiel. Auch gegen Schalke 04 steht am Samstag (24. Oktober, 15.30 Uhr) die Stimmung im Rhein-Energie-Stadion auf der Kippe.
Im ständigen Auf und Ab der bisherigen Saison sind Punkte in den Heimspielen Pflicht, weil die in der Fremde seit einem Jahr sieglose Mannschaft von Trainer René Wagner (38) ihre Gastspiele allesamt verloren hat. Gegen S04 hat der FC wieder den Druck, vor eigenem Publikum vorzulegen.
FC erwartet unangenehme Schalker in Köln
Die sieben Punkte aus sechs Spielen sind zwar eine solide Ausbeute und würden bei gleichbleibender Tendenz am Ende für 40 Zähler reichen, komfortabel ist der ständige Druck auf dem Kessel vor den Partien im Rhein-Energie-Stadion aber nicht.
Auch diesmal ist absehbar: Tut sich der FC gegen den Aufsteiger schwer oder lässt – wie beim 1:1 gegen Bremen – Punkte liegen, dürfte sich das Murren auf den Rängen nicht verhindern lassen. Mit Schalke wartet zudem ein extrem unbequemer Gegner, der den Kölnern einen harten Kampf und viel Geduld abverlangen dürfte.
„Ich glaube, dass wir auf einen Gegner treffen, der brutal gut in den Basics ist und mit Leidenschaft verteidigt“, sagte Wagner über die Königsblauen. Was an offensiver Durchschlagskraft fehlt, kompensiert das Team von Trainer Miron Muslic (44) mit extremer Disziplin in der Arbeit gegen den Ball und einem überragenden Loris Karius (33) zwischen den Pfosten.
Wie will Wagner den Abwehrriegel inklusive Torwart in Hochform knacken? „Da gilt es für uns, dass wir uns Chancen kreieren müssen, dass wir gucken müssen, dass wir immer wieder auch gefährlich ins letzte Drittel kommen“, erklärte er die Herangehensweise. Dabei könnte neben Said El Mala (20) auch ein zweiter Offensiv-Mann extrem wichtig werden.
Was holt der 1. FC Köln gegen Schalke 04?
England-Talent Mikey Moore (19) war nach seinem vielversprechenden Debüt als Joker in Stuttgart mit einer Vorlage zuletzt etwas abgetaucht und gegen Frankfurt auf die Bank versetzt worden. Seine Qualitäten könnten gegen Schalke aber genau die benötigten Impulse bringen.
„Ich habe heute lange mit Mikey gesprochen, der natürlich sehnsüchtig auf diesen einen Moment wartet, wenn es dann mal knall macht“, so Wagner über seinen im Abschluss noch unglücklichen Neuzugang.

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Beim FC-Spiel in Frankfurt war Mikey Moore erst als Joker in der Schlussphase gefragt.
Dem von Tottenham zum FC verliehenen Junioren-Nationalspieler fehlt es zweifellos nicht an der nötigen Qualität, lediglich das Selbstvertrauen spielt in den ersten Wochen in Köln noch nicht so richtig mit.
„Er kann in der Liga auch im Eins-gegen-eins fast jeden Gegenspieler schlagen“, sprach Wagner seinem Schützling vor dem Schalke-Spiel, bei dem es gerade auf die Dribbling-Qualitäten von Moore ankommen könnte, öffentlich Mut zu.
FC-Legende Pierre Littbarski (66) hat Moore von seiner Kader-Kritik („zu viel Mittelmaß“) unter der Woche ausgenommen und ebenfalls ausdrücklich als Hoffnungsträger auserkoren. „Ich hoffe, dass Moore langsam auch noch die Kiste trifft. Er hat einen guten Bewegungsablauf, eine gewisse Schnelligkeit und geht Risiko“, sagte der Weltmeister über den Youngster, den er auch schon bei vorigen Gelegenheiten gelobt hatte.
