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Befreiungsschlag für FC-CoachWagners Derby-Maßnahmen zahlen sich aus

René Wagner sitzt mit seinem Team vor der Fankurve.

Copyright: IMAGO/STEINSIEK.CH

René Wagner genoss den Derbysieg mit seinem Team.

René Wagner darf nach dem Derbysieg aufatmen. Dabei hatte er auch personell den richtigen Riecher.

Es dürfte nicht nur ein Stein gewesen sein, der ihm vom Herzen gefallen ist, sondern gleich ein ganzer Felsbrocken. René Wagner kann nach dem emotionalen 2:1-Sieg im Derby gegen Borussia Mönchengladbach erstmal durchatmen.

Nach schweren Wochen war der prestigeträchtige Erfolg ein erster Befreiungsschlag für den in der Kritik stehenden FC-Trainer.

Wagner bekommt neuen Kredit

„Ich glaube, dass es für ihn zumindest ergebnistechnisch ein Befreiungsschlag war. Für ihn persönlich war es sehr wichtig“, sagte FC-Reporter Jürgen Kemper im FC-Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger. Er schränkte allerdings ein: „Fußballerisch aber eher nicht. Da muss in den nächsten Wochen eine Schippe draufgelegt werden.“

Den Derbysieg kann Wagner jedoch keiner mehr nehmen, der steht jetzt für immer in den Geschichtsbüchern. Da das Spiel bei vielen Fans doppelt zählt, bzw. das wichtigste Spiel der Saison ist, hat er sich Kredit zurückerspielt. Vor allem, weil auch seine Entscheidungen für das Spiel saßen.

Wagner brachte überraschend Borna Sosa und Isak Johannesson für Gideon Mensah und Tom Krauß. Das macht sich beim 1:0 gleich mal bezahlt. Sosa schlug den Freistoß vor dem 1:0, Johannesson hämmerte den zweiten Ball in den Winkel. Zu diesem Zeitpunkt war der Plan schon aufgegangen. „Isak findet den einen oder anderen Moment mehr nach vorne als Tom. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnen konnte“, sagte Wagner.

Noch überraschender war das Startelf-Debüt von Sosa, weil Mensah in den vergangenen Wochen durchaus überzeugende Leistungen gezeigt hatte. „Borna hat in der Länderspielpause super drei Wochen gehabt. Er hat sich verdient, zu starten. Trainingsleistungen müssen belohnt werden“, sagte der Coach. Er ergänzt: „Er hat eine andere Dynamik, er kann uns mit dem Ball mehr Lösungen bieten.“

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Im Fall von Krauß, der zähneknirschend draußen saß, ging dann sogar auch noch der Joker-Plan auf. Der Abräumer leitete Said El Malas Siegtor ein und blockte dann auch noch Gegenspieler Hashioka aus dem Weg, um El Mala freie Bahn zu gewähren. Kurz vor Schluss köpfte er dann noch einen Weitschuss aus der Gefahrenzone, der für Schwäbe gefährlich geworden wäre.

„Er hat einen super Effekt auf die Mannschaft gehabt. Er ist ein Spieler, der sich in alles reinschmeißt und für das Team aufopfert. Deshalb verteile ich ein Sonderlob für Tom“, sagte Wagner nach dem ersehnten Derby-Erfolg.