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84 Jahre Vereinszugehörigkeit FC trauert um Gründungsmitglied Max Esser (†98)

Max Esser trägt einen Schal des 1. FC Köln und steht neben Toni Schumacher.

Max Esser, Gründungsmitglied 1. FC Köln, ist verstorben. Das Foto zeigt Esser und Toni Schumacher (r.) am 13. Februar 2018. 

Max Esser hat den kompletten Werdegang des 1. FC Köln mitverfolgt. Nun ist das jahrzehntelange Mitglied kurz vor seinem 99. Geburtstag gestorben. Der FC trauert.

Für den 1. FC Köln heißt es Abschied nehmen: Max Esser ist im Alter von 98 Jahren am 15. Juli 2022 verstorben. Fast 84 Jahre lang gehörte er zum Klub.

Esser war das vereinsälteste Mitglied. Er trat dem Klub bei, als der FC noch gar nicht seinen heutigen Namen trug. Denn: Bekanntlich entstand der 1. FC Köln erst am 13. Februar 1948 aus der Fusion des Kölner BC 01 und der SpVgg Sülz 07.

1. FC Köln: Gründungsmitglied Max Esser ist gestorben

Im August 1938 trat Max Esser, der am 9. Dezember 1923 geboren worden war, dem Kölner Ballspiel-Club e.V. (KBC) bei. Damals war er gerade einmal 14 Jahre alt. Mit seinem Beitritt folgte Max Esser einer Familientradition: Bereits sein Vater Stephan Esser spielte für den KBC – und zwar als Torwart, auch sein Onkel und seine Tante waren beim Ballspiel-Club registriert.

Nach Kriegsende lag das Vereinsgelände in Trümmern. Esser erinnerte sich einst: „Es mangelte an allem, auch an Trikots und Fußballschuhen. Oft kickten erst die Reserve- und danach die 1. Mannschaft in denselben Trikots. Auch die Schuhe wurden untereinander getauscht. Mit 2-Euro-Stück großen Blasen an den Füßen schlich ich nach Hause.“

Als Gründungsmitglied des 1. FC Köln erlebte Max Esser, der als Sachverständiger für Bauschäden sein Geld verdiente, die Bundesliga-Gründung sowie drei Deutsche Meisterschaften und vier DFB-Pokalsiege. Er war fast sein ganzes Leben Teil der FC-Familie und war im Stadion immer gern gesehen.

Der Verein schreibt: „Am Geschehen rund um den FC nahm Max Esser immer überaus regen Anteil – nicht nur durch regelmäßigen Besuch der Heimspiele im Rhein-Energie-Stadion, sondern auch bei den Mitgliederversammlungen und Jubilar-Ehrungen – zuletzt noch im Mai 2022 –, wo das FC-Urgestein mit seinen pointierten Redebeiträgen und Gedichten zu begeistern wusste.“ (jm)

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