Denis Huseinbasic hat unter René Wagner seit Monaten wieder mal eine Startelf-Chance bekommen. Für ihn und Luca Waldschmidt steht die Zukunft auf dem Spiel, ein Verbleib des Duos am Geißbockheim ist ungewiss.
Unter René WagnerNeue Chance für FC-Duo oder Abflug im Sommer?

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Denis Huseinbasic stand in Frankfurt erstmals seit Mitte Januar wieder in der Startelf des 1. FC Köln.

Es war schon eine kleine Überraschung beim Blick auf die FC-Aufstellung für das Spiel bei Eintracht Frankfurt. Denis Huseinbasic stand erstmals seit dem Heidenheim-Spiel am 10. Januar wieder in der Kölner Startelf.
Unter Lukas Kwansiok kam der Bosnier nach dem Heidenheim-Spiel auf insgesamt nur noch mickrige sechs Minuten (!) Einsatzzeit. Doch wie so oft im Fußball: neuer Trainer, neue Chance. „Er hat super trainiert die letzten beiden Wochen und sich damit die Chance verdient“, sagte René Wagner über seine Startelf-Entscheidung.
Kessler kündigt nächsten FC-Umbruch im Sommer an
Zur Wahrheit gehört auch, dass Konkurrent Isak Johannesson eine kräftezehrende Länderspiel-Reise hinter sich und nicht die Beine für 90 Minuten hatte. Dennoch ergibt sich für Huseinbasic eine neue Situation. Während er unter Kwasniok im Prinzip keine Rolle mehr gespielt hat, könnte unter Wagner noch mal eine neue Tür aufgehen.
Denn hätte es keine Veränderung auf der Trainer-Position gegeben, wäre Huseinbasics Zeit am Geißbockheim nach vier Jahren sicher zu Ende gegangen. Bereits im Sommer hatte er sich mit einem Wechsel zum portugiesischen Klub Sporting Braga beschäftigt, sich dann aber doch für einen Verbleib entschieden.
Im kommenden Sommer wird sich erneut die Zukunftsfrage stellen. Huseinbasic fühlt sich in Köln pudelwohl, könnte sich durchaus vorstellen, seinen bis 2027 datierten Vertrag zu erfüllen. Die Frage ist nur, wie der Klub plant.
Thomas Kessler hat bereits mehrfach angedeutet, dass der Umbruch längst noch nicht beendet ist. Erste Namen wie Stefano Russo von Arminia Bielefeld werden bereits gehandelt. Heißt: Es könnte auch Huseinbasic treffen, für den Klub besteht letztmals die Chance, noch etwas Geld für den Spieler einzunehmen.
In den kommenden Wochen hat der Bosnier nun noch mal Gelegenheit, Eigenwerbung zu betreiben und sich zu empfehlen. Gleiches gilt für Luca Waldschmidt, der von derselben Agentur betreut wird.
Auch er steht auf einer vermeintlichen „Streichliste“, weil er die hohen Erwartungen bislang nicht erfüllen konnte. Doch auch er könnte vom Trainerwechsel profitieren, nachdem das Verhältnis zu Kwasniok spätestens nach dem Interview-Drama im Winter-Trainingslager zerrüttet war.
Nach EXPRESS.de-Informationen sollen die beiden zuletzt nur noch das Nötigste miteinander besprochen haben. Unter Wagner könnte Waldschmidt einen letzten Versuch starten. Denn auch er fühlt sich heimisch in Köln, würde gerne bleiben, ist aber wie Kollege Huseinbasic darauf angewiesen, wie der Klub plant.
Die spannende Frage ist, inwieweit der Endspurt noch Einfluss auf die Planungen und Ideen der Verantwortlichen haben. Die Karten wurden jedenfalls nochmal neu gemischt.

