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„Hässlich“ und „schwach“ Spieler tritt gegen Ex-FC-Coach Gisdol nach

Markus Gisdol ist mit Lokomotive Moskau im Trainingslager in Marbella.

Am 26. Januar 2022 war Markus Gisdol noch mit Lokomotive Moskau im Trainingslager in Marbella.

Markus Gisdol, von November 2019 bis April 2021 Trainer des 1. FC Köln, muss nach seinem Abgang bei Lokomotive Moskau viel Kritik von einem Spieler einstecken.

Lok-Moskau-Profi Dmitri Barinov (25) tritt gegen Markus Gisdol (52) nach! Der Ex-Trainer des 1. FC Köln war Ende Februar, nach Putins Angriff auf die Ukraine, bei dem russischen Klub zurückgetreten.

Nationalspieler Barinov schimpft im „Sport Express“ nun, Gisdols Abgang sei „hässlich“ gewesen. „Ich bin zum Training gekommen und habe gefragt, wo der Trainer ist. Dann wurde mir gesagt, dass er gegangen ist. Er hat sich nicht mal vom Team verabschiedet.“

Was sich der Mittelfeldmann erhofft hätte? „Er hätte sich wenigstens verabschieden, ein Essen organisieren oder uns die Situation erklären können.“

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Kritik an Markus Gisdol: „Das ist mir in meiner Karriere vorher nie passiert“

Gisdol hatte nach Russlands Invasion verständlicherweise ganz andere Sorgen, wollte so schnell wie möglich weg. Er erklärte damals: „Fußballtrainer ist für mich der schönste Job der Welt. Ich kann meiner Berufung aber nicht in einem Land nachgehen, dessen Staatsführer einen Angriffskrieg mitten in Europa verantwortet. Das geht mit meinen Werten nicht überein, deshalb bin ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Trainer von Lokomotive Moskau zurückgetreten.“

Und weiter: „Ich kann nicht in Moskau auf dem Trainingsplatz stehen, die Spieler trainieren, Professionalität einfordern und ein paar Kilometer weiter werden Befehle erteilt, die großes Leid über ein gesamtes Volk bringen. Das ist meine persönliche Entscheidung und hiervon bin ich absolut überzeugt.“

So wirklich traurig, dass Gisdol weg ist, scheint Barinov auch nicht zu sein. Zumindest haben ihn dessen Methoden verwundert: „Wir hatten viele Tage frei. Das ist mir in meiner Karriere vorher nie passiert. Aber das ist nun mal sein Ansatz. Im Training hat Gisdol immer sein Bestes gegeben. Doch die Intensität war schwach und die leichteste in meiner gesamten Profikarriere.“

In Russland wird dem Schwaben vorgeworfen, er habe den Krieg nur als Vorwand für seinen Abschied genutzt, da es sportlich nicht rund lief. „Vielleicht ist das so“, meint auch Barinov. Lok hatte zuvor nur eines der letzten acht Pflichtspiele unter Gisdol gewonnen (darunter fünf Pleiten).

Der Ex-FC-Coach betreute den eigentlichen Spitzen-Klub nach seinem Dienstantritt im Oktober insgesamt zwölfmal, holte im Schnitt nur einen Zähler pro Spiel. Damit setzte sich ein Trend fort: Von Station zu Station hat sich Gisdols Punkteschnitt immer weiter verschlechtert – 1,34 mit Hoffenheim, 1,12 mit dem Hamburger SV und 1,07 in Köln.

Seine Nachfolge in Moskau trat Marvin Compper (36) an. Unter dem Ex-Bundesliga-Profi ging es für Lok in der russischen Liga, die trotz des Kriegs weiterläuft, zuletzt mit drei Siegen aus vier Partien wieder aufwärts. (mze)

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