Trotz verpasstem Derby-Sieg FC-Frauen knacken Rekord und haben Klassenerhalt so gut wie sicher

Der 1. FC Köln erzielt das 1:0 gegen Bayer Leverkusen.

Die Frauen des 1. FC Köln bejubeln das 1:0 im Derby gegen Bayer Leverkusen. Im Vordergrund stürmt FC-Trainer Sascha Glass aufs Feld (27. März 2022).

Die Frauen des 1. FC Köln haben den Derby-Sieg gegen Bayer Leverkusen verpasst. Die Mannschaft von Sascha Glass kam zu einem 1:1 gegen die Werkself. Immerhin: Der Klassenerhalt ist damit so gut wie sicher eingetütet.

Ist das bitter! Die Frauen des 1. FC Köln haben am Sonntag (27. März 2022) einen prestigeträchtigen Sieg gegen den Rhein-Nachbarn Bayer Leverkusen in den Schlussminuten verspielt.

Die Mannschaft von Trainer Sascha Glass (49) kam am 18. Spieltag der Frauen-Bundesliga schließlich nur zu einem 1:1. Damit verpassten es die Kölnerinnen an Leverkusen vorbeizuziehen. Der FC bleibt mit 20 Punkten Achter, die Werkself rangiert auf Rang sieben.

Immerhin: Weil der SC Sand gleichzeitig gegen Werber Bremen verlor (0:1), ist der erste Klassenerhalt der Klub-Geschichte quasi perfekt. Bei noch vier ausstehenden Partien haben die Kölnerinnen zwölf Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis.

Frauen des 1. FC Köln knacken Zuschauer-Rekord

Ganz nebenbei knackten die Kölnerinnen noch den Zuschauer-Rekord. 1679 Zuschauer und Zuschauerinnen waren ins Franz-Kremer-Stadion gekommen, um die Mannschaft zu unterstützen. Die bisherige Bestmarke datierte aus dem Spiel gegen den FC Bayern München (1. Oktober 2021), als 1333 Fans zu Besuch waren. „Wir sind dankbar, vor so einer grandiosen Kulisse zu spielen. Es passiert etwas in Köln“, freute sich Kapitänin Peggy Kuznik (35) über das rege Interesse.

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Dabei startete das Spiel zunächst mal mit einer Schrecksekunde für den FC. Sabrina Horvat (24) blieb nach einem unglücklichen Zweikampf liegen und krümmte sich unter lauten Schreien vor Schmerzen auf dem Boden. Zum Glück konnte sie anschließend weitermachen, hatte aber in der Folge ganz andere Probleme: Denn minutenlang bekam die Abwehrspielerin ihre Kontaktlinse nicht ins Auge, musste mehrfach an die Seitenlinie zu den Betreuern, ehe sie dann wieder den richtigen Durchblick hatte.

Spätestens in der 15 Minute sah die Österreicherin dann wieder klar, denn da ging ihre Mannschaft in Führung. Nach einem Freistoß von Adriana Achcinska (19) stieg Star-Stürmerin Mandy Islacker (33) in der Mitte am höchsten und köpfte zur viel umjubelten Kölner Führung ein.

Bayer Leverkusen sorgt für den späten Dämpfer für den 1. FC Köln

Der FC hatte das Spielgeschehen in den ersten 45 Minuten weitestgehend im Griff. Bayer kam kaum zur Entfaltung. Von Juliane Wirtz (20), Schwester von Bayer-Superstar Florian Wirtz (18) war bis auf einen halbwegs gefährlichen Abschluss kaum etwas zu sehen im ersten Durchgang. Im Gegensatz zu FC-Angreiferin Islacker, die kurz vor dem Pausenpfiff sogar noch die Chance auf das 2:0 hatte. So ging es mit der knappen FC-Führung in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte dümpelte das Spiel lange ohne echte Höhepunkte vor sich hin. Erst in der 72. Minute wurde FC-Keeperin Manon Klett (25) erstmals gefordert, als sie einen gefährlichen Schuss von Clara Fröhlich (18) an den Pfosten lenkte.

Als alle Zeichen schon auf Party standen, schlug Bayer doch noch zu und sorgte für die eiskalte Dusche. Dora Zeller (27) nutzt eine Unaufmerksamkeit in der Kölner Defensive und erzielte den späten 1:1-Ausgleich (84.).

„Wir waren 75 Minuten die bessere Mannschaft, haben es aber verpasst, das 2:0 nachzulegen. Somit ist man nach einem sonst guten Spiel am Ende durch den späten Gegentreffer leider doch enttäuscht“, sagte Trainer Glass nach Abpfiff: „Dennoch spielt unsere Mannschaft bisher eine super Saison und ich bin überzeugt, dass wir auch in den kommenden vier Spielen unsere Punkte holen werden.“

Kapitänin Kuznik ergänzte: „Es ist sehr bitter. Wir hätten gerne die drei Punkte in Köln behalten. Es wäre meiner Meinung nach verdient gewesen. Wir haben aber das 2:0 nicht nachgelegt, deshalb war es bis zum Schluss eng. Am Ende haben wir uns nicht belohnt.“ Kommenden Samstag (13 Uhr) will der FC dann bei Turbine Potsdam endgültig einen Haken unter das Thema Klassenerhalt setzen.

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