Die Stiftung des 1. FC Köln engagiert sich seit Jahren in der JVA Ossendorf. Das neueste Projekt wollten sich nicht nur Philipp Türoff und Jörg Alvermann ansehen, sondern auch eine Bundesministerin.
„Augenöffnendes Erlebnis“FC-Bosse treffen Ministerin im Knast

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FC-Geschäftsführer Philipp Türoff und FC-Vize Jörg Alvermann besuchten gemeinsam mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig ein Resozialisierungsprojekt in der JVA Ossendorf.

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„Das ist ein augenöffnendes Erlebnis“, sagte Philipp Türoff (50), als er am Dienstag zum ersten Mal in seinem Leben einen Knast betrat. Der Geschäftsführer des 1. FC Köln schaute sich gemeinsam mit Vizepräsident Jörg Alvermann (55) ein Resozialisierungsprojekt der FC-Stiftung in der JVA Ossendorf an.
Dort trat die inklusive Fußball-Mannschaft des FC Germania Zündorf gegen eine Auswahl des Kölner Gefängnisses an. Dabei durten nur die Gefangenen teilnehmen, die sich in der JVA vorbildlich verhalten. Die Länge der Haftstrafe oder die Härte ihres begangenen Verbrechens spielten bei der Auswahl keine Rolle.
FC-Bosse treffen Justizministerin Hubig
„Ich betrete heute zum ersten Mal eine JVA. Das macht etwas mit mir“, sagte Türoff am Rande der Einheit auf dem Gefängnis-Sportplatz. Der FC-Boss betonte dabei die Wichtigkeit solcher Projekte.
Er sagte: „Das ist der 1. FC Köln, denn diese verschiedenen Engagements stellen Teilhabe von Gesellschaftsgruppen, für die das nicht selbstverständlich ist, sicher.“
Die beiden FC-Bosse waren aber nicht die einzigen prominenten Besucher, die das Spiel auf dem Knastplatz sehen wollten. Denn auch Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (57) machte sich ein Bild des Projektes der FC-Stiftung.
Die SPD-Politikerin kam auf Einladung der Kölner Bundestagsabgeordneten Sanae Abdi (40) und war begeistert vom Austausch zwischen den Gefangenen und den Menschen mit Beeinträchtigung.
„Ich bin beeindruckt von den Spielerinnen und Spielern mit Beeinträchtigungen und denen, die hier in der JVA sind. Beide gehen unglaublich liebevoll und offen miteinander um. Ich glaube, das ist es auch, was wir in unserer Gesellschaft brauchen“, sagte die Ministerin die sich viel Zeit für beide Mannschaften nahm.
Bereits seit einigen Jahren engagiert sich die Stiftung in der JVA Ossendorf. Das regelmäßige Training soll die isolierten Häftlinge zusammenbringen und ihnen dabei helfen, sich wieder besser in die Gesellschaft einzugliedern. Durch die Besuche sorgt der FC für willkommene Abwechslung im sonst sehr tristen Gefängnisalltag.
„Menschen in Haft erleben häufig Isolation und haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, Gemeinschaft und Teilhabe zu erleben. Sport verbindet. Mit unserem Projekt wollen wir als FC-Stiftung Brücken bauen und Begegnungen schaffen. Dadurch sollen auch der Weg in die Resozialisierung erleichtert und den Inhaftierten neue Perspektiven aufgezeigt werden“, sagte Alvermann.
