„Sie nannten mich Nazi“ Eishockey-Star Grubauer spricht über Diskriminierung in der NHL

Eishockey-Torwart Philipp Grubauer in Aktion.

Kraken-Star Philipp Grubauer (hier am 7. März 2022) sprach offen über seine unschönen Erfahrungen in der NHL.

Mit Diskriminierung haben viele Menschen auf der Welt zu kämpfen – auch NHL-Star Philipp Grubauer erlebte es. Der Deutsche sei zu Beginn seiner Karriere in Amerika häufig als Nazi beschimpft worden, wie er verriet.

Auch wenn er beim überraschenden Olympia-Silber in Südkorea nicht mit dabei war: Kraken-Goalie Philipp Grubauer (30) wird als einer der größten deutschen Eishockey-Spieler in die Geschichte eingehen. Gemeinsam mit den Washington Capitals gewann der gebürtige Rosenheimer 2018 den Stanley Cup.

In seiner Anfangszeit in den USA hatte es der Deutsche aber nicht leicht, wie er im Format der Seattle Kraken „Hockey is for Everyone“ berichtete. Unter anderem habe Grubauer sich auch immer wieder als Nazi beschimpfen lassen müssen, da er aus Deutschland kommt.

NHL-Star Grubauer sieht positive Entwicklung: „Es hat sich viel verändert“

„Sie nannten mich Nazi“, erzählte der Eishockey-Torwart über seine Anfangszeit in den USA in einer Runde mit vier seiner Kraken-Mitspieler. Damals sei dies aber keineswegs außergewöhnlich gewesen, sondern viel mehr die Normalität. „Keiner stand dagegen auf. Spieler, die was dagegen sagen wollten, haben es nicht getan, weil da noch 20 andere Typen waren“, erklärte Grubauer.

Er selbst sei immer etwas ratlos gewesen. „Man wusste auch gar nicht, wie man darauf reagieren soll. Man hat sich einfach hingesetzt und den Mund gehalten“, meinte der Deutsche.

Mittlerweile habe sich die Situation aber drastisch verbessert. Die Spieler würden sich heutzutage unterstützen und bei einem Vorfall, auch wenn dies kaum noch vorkommt, „sprechen sie diese Dinge an.“

Nach Amerika gewechselt war Grubauer bereits 2008 im alter von nur 16 Jahren. 2010 wurde er an der 112. Position im Draft von den Washington Capitals gedraftet.

Drei Jahre später gab er beim Hauptstadt-Klub auch sein NHL-Debüt und gewann schließlich 2018 den Titel, ehe er für drei Jahre zu den Colorado Avalanche wechselte. Seit 2021 steht der Deutsche im Tor der Seattle Kraken, die in dieser Saison jedoch zu den schlechtesten Teams der Liga gehörten. (job)

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