Profilbild mit Putin Bei Draisaitl-Sieg in der NHL: Fans buhen russischen Eishockey-Star Owetschkin aus

Washington Capitals-Russe Alex Owetschkin (r.) wurde auf dem Eis ausgebuht von den Oilers-Fans.

Alexander Owetschkin (r., Washington Capitals) ist enttäuscht, während Brad Malone Edmonton Oilers jubelt.

Ein Teil der Fans der Edmonton Oilers haben Gegner Alex Owetschkin gezeigt, was sie von dem russischen Angriffskrieg halten. Beim Sieg der Oilers wurde der Russe ausgebuht.

Die Edmonton Oilers um den Kölner NHL-Star Leon Draisaitl (26) haben im Kampf um die Playoff-Plätze einen wichtigen Heimsieg gegen die Washington Capitals geholt.

In der Nacht auf den 10. März 2022 hat Draisaitls Teamkollege Connor McDavid die Partie in der NHL mit seinem Treffer zum 4:3 in der Verlängerung entschieden. Aufatmen bei den Oilers: Damit endete die Serie von zuletzt drei Niederlagen in Serie für die kanadische Mannschaft. Draisaitl war beim letzten Tor zwar auf dem Eis, blieb am Mittwoch (Ortszeit) aber ohne direkte Torbeteiligung.

NHL: Oilers-Fans buhen Russen Alex Owetschkin aus

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Für einen wurde der Abend doppelt ungemütlich, denn zur Niederlage gab es auch deutliche Kritik bezüglich der politischen Haltung. Der russische NHL-Superstar Alexander Owetschkin (36) wurde nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP von einem kleinen Teil der Fans in Edmonton ausgebuht.

Der bei den Capitals spielende Russe gilt als Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) und hat sich bislang nicht klar gegen den Krieg in der Ukraine positioniert. In Edmonton leben vergleichsweise viele Menschen aus der Ukraine. In Kanada insgesamt sind es über eine Million Ukrainer.

NHL-Star Owetschkin auf Profilbild bei Instagram neben Putin

Owetschkin hatte zuletzt nur gesagt: „Bitte, keinen Krieg mehr. Wir müssen in Frieden leben.“ Er betonte dabei, dass er „kein Politiker“ sei. Aber über Kriegstreiber Wladimir Putin sagte er: „Er ist mein Präsident.“ Und Owetschkin tat so, als ob er ohnmächtig sei: Die Lage sei „beängstigend. Wir können nichts tun.“

Das führte zu heftiger Kritik in Nordamerika, denn Owetschkin könnte mit seiner Popularität durchaus etwas bewegen. Doch er positionierte sich nicht für Freiheit und Frieden. Stattdessen zeigt er sich auf seinem Profilbild auf Instagram weiter neben Putin zu sehen. Owetschkin hat dort 1,6 Millionen Follower.

Der ehemalige tschechische Eishockey-Goalie Dominik Hasek (57, Goalie, zweimaliger Stanley-Cup-Gewinner) fand auf Instagram deutliche Worte für Owetschkin. Er schrieb nach dessen Aussagen von „Lügner“ und „Hühnerscheiße“, zudem meinte er: „jeder Erwachsene in Europa weiß genau, dass Putin ein wahnsinniger Killer ist und Russland einen Offensivkrieg gegen ein freies Land und dessen Menschen führt.“ Hasek forderte die NHL zum Handeln auf: Die Verträge „aller russischen Spieler sofort aussetzen. Jeder Athlet repräsentiert nicht nur sich selbst und seinen Verein, sondern auch sein Land und dessen Werte und Handlungen.“ (ubo/dpa)

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