Für die Kölner Haie ging es im vierten DEL-Halbfinale gegen die Eisbären Berlin. Durch den Overtimesieg des KEC ist die Serie wieder ausgeglichen.
Serie wieder ausgeglichenHaie Bokkstark: KEC gewinnt Spiel vier in der Overtime

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Die Kölner Haie haben die Halbfinal-Serie gegen die Eisbären Berlin durch den Overtimesieg in Spiel vier wieder ausgeglichen.

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Der KEC ist hungrig auf den Ausgleich – und wurde am Ende auch satt! In der Halbfinal-Serie gegen die Eisbären Berlin stand am Mittwoch für die Kölner Haie Spiel vier an.
Am Ende gab es einen dramatischen 4:3-Overtime-Erfolg gegen den Hauptstadt-Klub und die Serie ist nun wieder ausgeglichen. Die Haie stellten auf 2:2. Dieser Sieg war Bokkstark! Denn Dominik Bokk besorgte mit seinem Treffer in der 78. Minute den 4:3-Sieg in der Overtime für die Haie.
Kölner Haie schlagen die Eisbären Berlin in Spiel vier
Haie-Trainer Kari Jalonen sagte nach der Partie bei MagentaSport: „Natürlich war das ein sehr wichtiger Sieg für uns, aber noch wichtiger ist, dass das Team immer weiter an seinen Aufgaben wächst. Wir sind im Halbfinale, müssen immer gut spielen. Die Serie ist komplett offen und wir müssen sie genießen. Die Atmosphäre zuhause ist immer toll.“
Siegtorschütze Bokk war ebenfalls überglücklich: „Das war ein sehr wichtiges Tor für uns. Es freut mich sehr, dass der reinging. Es sind zwei sehr aggressive und technisch starke Mannschaften. Man darf nicht viele Fehler machen.“
Die Haie legten einen echten Blitzstart hin, gingen durch Frederik Storm bereits nach 42 Sekunden mit 1:0 in Führung. Vor der ersten Pause glich Ty Ronning allerdings noch für Berlin aus (14. Minute). Nach Wiederbeginn dauerte es dann sogar nur 20 Sekunden, bis der nächste Treffer fiel, Kai Wissmann drehte die Partie für die Gäste mit seinem Tor zum 2:1 (21.). Aber Haie holten sich die Führung zurück: Tanner Kero (24.) und Bokk (33.) stellten auf 3:2 für die Haie. In der 52. Minute besorgte Liam Kirk das 3:3. Somit ging es in die Overtime, in der Bokk das Golden Goal erzielte (78.).
Weiter geht es am Freitag (17. April, 19.30 Uhr) mit Spiel 5 in Berlin. Spiel 6 wird dann am Montag (20. April, 19.30 Uhr) in der Lanxess-Arena steigen. Hier könnt ihr den Spielverlauf noch einmal nachlesen:
Kölner Haie - Eisbären Berlin 4:3 (1:1 | 2:1 | 0:1 | 1:0) | 1. Overtime
Tore: 1:0 Storm (1.), 1:1 Ronning (14.), 1:2 Wissmann (21.), 2:2 Kero (24.), 3:2 Bokk (33.), 3:3 Kirk (52.), 4:3 Bokk (78.)
Stand in der „Best of seven“-Serie nach Spiel vier: Kölner Haie - Eisbären Berlin 2:2
1. Drittel: Was für ein Blitzstart für die Kölner Haie! Dominik Bokk treibt den Puck bis ins Angriffsdrittel und dreht sich einmal um die eigene Achse. Sein Pass vor das Tor findet Frederik Storm, der nach nur 42 Sekunden zum 1:0 trifft. Rund vier Minuten gab es die große Doppelchance auf das 2:0: Erst scheitert Jan Luca Sennhenn an Eisbären-Keeper Jake Hildebrand, kurz danach trifft Valtteri Kemiläinen den Pfosten (5.).
Die Berliner warten weiter auf ihre erste richtige Großchance, die Haie haben die Partie bis hierhin im Griff. In der 9. Minute hat KEC-Torhüter Janne Juvonen keine Probleme beim freien Schuss von Nieleck. Liam Kirk läuft danach mit der Scheibe tief ins Haie-Drittel, kann Juvonen mit seinem Schuss aber auch nicht in Verlegenheit bringen (10.). In ihrer ersten Überzahl verpassen die Haie ganz knapp den zweiten Treffer, scheitern dabei mehrfach am stark parierenden Hildebrand.
Dafür machen es die Berliner direkt danach besser und nutzen ihr Powerplay eiskalt. Ty Ronning hat rechts viel Zeit, schafft sich mit einer Körpertäuschung Platz und überwindet Juvonen zum 1:1 (14.). Direkt danach haben die Eisbären ihre nächste Überzahl – aber die Haie erzielen fast den Treffer! Maxi Kammerer läuft bei einem Konter alleine auf Hildebrand zu, schießt dem US-Amerikaner aber gegen den Schoner (17.). Kurz danach sind die Kölner wieder vollzählig.
2. Drittel: Im zweiten Spielabschnitt starten die Gäste mit einem Blitz-Tor! Kai Wissmann trifft nach nur 20 Sekunden zum 2:1 für die Eisbären (21.). Nur knapp zwei Minuten später hat Mo Müller die große Chance auf den Ausgleich, trifft die Scheibe aber nicht richtig und zieht am Tor vorbei. Die Haie stecken aber nicht auf – und treffen dann auch zum Ausgleich! Nach einem Puckgewinn im eigenen Drittel treibt der KEC die Scheibe schnell nach vorne. Vor dem Kasten legt Gregor MacLeod quer auf Tanner Kero, der zum 2:2 trifft (24.).
Juvonen verhindert danach mehrfach die erneute Berliner Führung, die Eisbären mit einer starken Drangphase nach dem Kölner Treffer (27.). Die Partie geht hin und her, auch die Haie können sich mal im Gästedrittel festsetzen, danach wieder Berlin. Jubeln können dann aber erneut die Haie! Müller gewinnt den Puck im Angriffsdrittel, Bokk kommt an die Scheibe und tunnelt Hildebrand zum 3:2 (33.). Der Eisbären-Keeper hat sich bei der Aktion sogar verletzt und muss mit Schmerzen und gestützt vom Eis gebracht werden. Für ihn kommt Stettmer in den Kasten.
Die Partie ist weiter hart umkämpft, Berlin will vor der Pause noch den Ausgleich erzielen. Aber auch die Haie haben immer wieder gute Vorstöße. Dann taucht MacLeod nach einem Offensivbully alleine vor Stettmer auf, schießt dem Keeper aber in die Fanghand (38.).
3. Drittel: Fast schon wieder ein Blitzstart der Gäste! Aber Juvonen bleibt ganz groß und verhindert den Treffer gegen Eder nach 56 Sekunden. Aber auch die Haie sind schon im 3. Drittel angekommen, haben unter anderem durch Bokk einen Abschluss zu verzeichnen (44.). Köln spielt trotz der Führung weiter aggressiv nach vorne, Berlin kommt aber auch weiter zu guten Offensivaktionen.
Jetzt müssen die Haie wieder eine Unterzahl überstehen – nach 17 Sekunden ist das Vorhaben aber schon gescheitert. Kirk wird gut freigespielt und überrascht Juvonen im kurzen Eck, nachdem der Puck von hinter dem Kasten kam (33.). Jetzt bekommt Ronning eine 2+2-Strafe, Tyrväinen ganz normal zwei Minuten. Die beiden hatten sich behakt. Die Haie sind somit jetzt in Überzahl, Berlin übersteht die zwei Minuten aber ohne Gegentor. 70 Sekunden vor Schluss taucht Kirk alleine vor Juvonen auf, der KEC-Goalie verhindert aber den K.o. mit einem starken Reflex.
1. Overtime: Den ersten Schuss der Overtime hat Berlin in Person von Vikinstad, Juvonen hält. Die Haie warten noch auf ihren ersten gefährlichen Abschluss in der Verlängerung. Wegen hohen Stocks von Kammerer gegen Wiederer hätte es eigentlich eine Strafe gegen Köln geben müssen, die Schiedsrichter haben die Situation aber nicht gesehen. Glück für den KEC.
Berlin ist hier bisher viel besser in der Overtime drin, die Haie geraten in der Defensive teilweise ziemlich ins Schwimmen. Jetzt haben auch die Haie ihre erste große Chance in der Verlängerung, aber Storm scheitert an Stettmer (69.). Auf der anderen Seite verhindert Juvonen den Gegentreffer stark gegen Pföderl (70.). Berlin präsentiert sich hier weiter (eis-)bärenstark, setzt die Haie immer wieder früh unter Druck und erzwingt dadurch Fehler bei den Hausherren.
Jetzt aber mal wieder die Haie mit einer Chance, Kemiläinen verzieht allerdings (74.). Mittlerweile ist das Spiel deutlich zerfahrener, der Abnutzungskampf ist beiden Teams anzumerken.
Da ist das Ding! Dominik Bokk macht sich alleine auf den Weg nach vorne, kommt durch die Mitte durch und trifft mit seinem satten Handgelenkschuss zur Entscheidung (78.)!
