Duell mit Berlin Haie-Fiasko: Eisbären beim 1:7 ohne Gnade – schlechte Nachrichten schon vor dem Spiel

Nicholas B. Jensen drückt Kölns David McIntyre in die Bande.

Nicholas B. Jensen (Eisbären Berlin) gegen David McIntyre (Kölner Haie, r.) am 22. Februar 2022.

Schlechte Nachrichten für die Kölner Haie schon vor dem DEL-Spiel gegen Eisbären Berlin am Dienstagabend. Und dann gab es auch noch ein Debakel.

Die Kölner Haie haben nach der Olympia-Pause ein strammes Programm vor der Brust. Der Kampf um die Playoffs ist in vollem Gange. Am Dienstag (22. Februar 2022) stand das dritte Spiel innerhalb von fünf Tagen an. Es ging in der Lanxess-Arena gegen Tabellenführer Eisbären Berlin.

Die Frage vor dem Spiel: Können die Haie nach dem Sieg gegen Iserlohn am Sonntag nachlegen? Die Antwort gaben auf dem Eis die Gäste: Nein! Nach sechs Minuten das erste Tor: Mark Zengerle brachte die Berliner in Führung und erhöhte dann in 13. Minute auf 2:0. KEC-Verteidiger Maurice Edwards wirkte nach dem ersten Drittel etwas frustriert bei Magenta Sport am Mikrofon: „Berlin ist wirklich eine gute Mannschaft. Wir müssen besser in die Zweikämpfe kommen und mehr Druck machen. Wir dürfen ihnen keinen Platz lassen.“ Klappte nicht ganz.

Es sah schnell nach einem Debakel aus, es wurde ein Debakel. Denn im zweiten Drittel dominierten die Eisbären weiter: 0:3 durch Kevin Clark nach 23. Minuten, 0:4 durch Jonas Müller in der 25. Minute. Dann wurde es ruppig: Berlins Clark rammte Edwards in die Bande, es folgte eine kleine Klopperei. Die Berliner blieben cool und erhöhten auf 5:0 durch Jensen (31.).

Danach nahm KEC-Trainer Uwe Krupp (56) Goalie Tomas Pöpperle raus und brachte Justin Pogge. Immerhin: Mark Olver verkürzte nach 45 Minuten auf 1:5. Berlins Matt White traf allerdings auch noch zum 6:1 (54.) und zum 7:1 (60.). Fiasko für die Haie! Da änderte auch der Frust-Faustkampfsieg von Kölns Alex Oblinger gegen Manuel Wiederer nichts. Oblinger musste mit Disziplinarstrafe vom Eis, aber die Schluss-Sirene ertönte nur Sekunden später.

Kölner Haie: Maxi Kammerer gefrustet nach Pleite

Kölns Maxi Kammerer sagte bei Magenta gefrustet: „Das war ein katastrophales Spiel von uns. Wenn man sieben Tore kassiert, hat man keine Chance. Wir haben generell Probleme, Tore zu schießen. Und wir machen es den Gegnern oft zu leicht.“

Vor dem Spiel gab es auch schon schlechte Nachrichten: „Unser Eilantrag gegen die Zuschauerbeschränkung wurde vom OVG in Münster abgelehnt. Wir werden morgen dazu eine Stellungnahme abgeben, da wir uns heute auf unser Heimspiel gegen Berlin konzentrieren“, mussten die Kölner Haie am Dienstag (22. Februar 2022) auf Twitter mitteilten.

Kölner Haie hatten Eilantrag vor Gericht in Münster gestellt

Der KEC hatte am 18. Februar einen Eilantrag vor dem NRW-Oberverwaltungsgericht in Münster gestellt. Ziel war: Vor den Lockerungen im März sollten schon jetzt mehr als die erlaubten 4000 Fans in die Lanxess-Arena dürfen. Dieser wurde nun abgelehnt. Ab 4. März können dann wohl 6000 Fans in die Arena.

Bei den bis dahin noch anstehenden Heimspielen gegen Berlin und Iserlohn (1. März) dürfen nur 4000 in die Halle. Für KEC-Geschäftsführer Philipp Walter dürfte die Ablehnung ein Schlag ins Gesicht sein. Er fand schon beim Einreichen des Eilantrags deutliche Worte: „Während in vielen anderen Bereichen des Lebens und auch in anderen Ländern – gerade in Sportstadien – Freiheit und Selbstbestimmung zurückkehren, sehen wir uns weiterhin starken Einschränkungen ausgesetzt. Diese haben massive wirtschaftliche Folgen für uns. Als Kölner Haie erwirtschaften wir bis zu 80 Prozent unserer Umsätze am Spieltag. Auch die emotionalen Schäden der Einschränkungen sind für uns deutlich spürbar.“

Gegen Berlin nahm sich der KEC trotzdem viel vor. Doch die Statistik sprach für den Hauptstadt-Klub: Die letzten sieben Duelle gingen alle an die Eisbären, die mit 80 Punkten nach 40 Spielen vor dem Spiel die DEL-Tabelle anführen. Die Kölner lagen nach 44 Spielen mit 59 Punkten auf Rang zehn. Es ist der letzte Pre-Playoff-Platz, die Haie bibbern also um die K.o.-Runde. Nach der deutlichen Niederlage bleiben die Haie bei 59 Punkten und Platz zehn stehen. Tabellenführer Berlin steht nun schon bei 83 Punkten.

Haie-Kapitän Moritz Müller (35) warnte vor den Eisbären aus Berlin: „Es erwartet uns eine Top-Mannschaft mit einem sehr hohen Gamespeed. Wir haben diese Saison bereits sehr gut gegen Berlin gespielt, aber keine Punkte mitgenommen. Ich hoffe, dass wir die gleiche Leistung bringen, diesmal aber etwas Zählbares mitnehmen.“ Nach zuvor zehn Niederlagen in Serie hatten die Haie unter Trainer Uwe Krupp (56) gegen Iserlohn zuletzt mal wieder mit 4:3 gewinnen können.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.