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Fall wird zum Politikum Nach Festnahme in Moskau: Familie bangt um US-Basketball-Star Brittney Griner

Die zweifache Olympiasiegerin Brittney Griner bei einem Spiel der WNBA.

US-Basketball-Star Brittney Griner, hier bei einem WNBA-Spiel am 13. Oktober 2021, droht eine lange Haft in Russland. Sie war Mitte Februar in Moskau festgenommen worden.

Vor Beginn des Ukraine-Krieges war US-Basketballstar Brittney Griner in Moskau festgenommen worden. Nun droht ihr in Russland eine lange Haftstrafe. Der Fall ist zum Politikum zwischen Russland und den USA geworden.

Drama um US-Basketballstar Brittney Griner (31): Trotz einer Reisewarnung durch das US-Außenministerium wollte der Star von Phoenix Mercury in der Pause der WNBA wieder für das russische Team US Jekaterinburg an den Start gehen.

Doch auf dem Flughafen in Moskau wurde die 2,03 Meter große US-Amerikanerin Mitte Februar dann verhaftet. Bei ihr sollen eine Vape-Kartusche, also ein elektronischer Verdampfer, und Cannabis-Öl gefunden worden sein. Nun ist der Fall aufgrund des Ukraine-Krieges zu einem Politikum zwischen Russland und den USA geworden.

Festnahme in Moskau: Brittney Griner seit zwei Monaten in Haft

Griner, mit den Phoenix Mercury in der vergangenen Saison erst im Finale gescheitert und eine der besten und bekanntesten Spielerinnen der Frauen-Profi-Liga, sitzt seit Mitte Februar in Russland fest. Die Behörden sagen, bei einer Gepäckdurchsuchung am Flughafen seien Vape-Kartuschen mit Haschisch-Öl gefunden worden.

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Cannabisöl ist selbst in Deutschland frei käuflich, ob allerdings in den Kartuschen aus den USA auch das Rauschmittel THC enthalten ist, ist nicht klar. Die Untersuchungshaft wurde inzwischen bis zum 19. Mai verlängert, dann soll bei einer Anhörung über das weitere Vorgehen entschieden werden, berichtet die „SZ“. Der Olympiasiegerin drohen bei einer Verurteilung wegen Drogenbesitzes bis zu zehn Jahre Haft.

WNBA-Chefin bekräftigt Unterstützung für Brittney Griner

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga der Frauen, die WNBA, hat derweil ihre Unterstützung für die in Russland in einem Gefängnis festsitzende Griner betont. „Bitte seien Sie sich bewusst, dass es noch immer unsere höchste Priorität ist, sie sicher nach Hause zu bekommen und es eine Kraft in dieser Gemeinschaft gibt, insbesondere der WNBA, während wir einer außergewöhnlich komplexen Herausforderung entgegensehen“, sagte WNBA-Chefin Cathy Engelbert (58) am Rande des Drafts in New York am Montag (11. April 2022).

„Wir sind in engem Kontakt mit Brittney Griner, ihren Anwälten in Russland, ihrer Familie, ihren Klubs, der WNBA und der NBA“, sagte Griners Managerin Lindsay Kagawa Colas.

Fall Brittney Griner wird zum Politikum

Die offen lesbisch lebende Afroamerikanerin Griner steht dabei beinahe sinnbildlich für alles, wogegen Wladimir Putin (69) steht und könnte gerade deshalb ins Visier der Behörden geraten sein.

„Uns ist gesagt worden, dass wir keine große Sache draus machen sollen, damit Griner nicht als Figur auf dem politischen Schachbrett missbraucht wird“, sagte die Basketball-Legende Lisa Leslie kürzlich im Podcast „I Am Athlete“. Russland führt einen Angriffskrieg in der Ukraine, und das Land missbraucht bei der Rechtfertigung dieses Krieges so ziemlich jedes Thema als Hinweis, wie sich westliche Länder angeblich in die Belange Russlands einmischen würden.

Engelbert betonte, die Liga tue alles für Griner, was möglich sei. „Sie hat weiterhin unsere volle Unterstützung“, sagte sie. „Wir probieren alles, was wir können, jeden Ansatz, wir arbeiten mit ihren Rechtsvertretern zusammen, mit gewählten Anführern, mit der Regierung. Jeder in unserem System versucht, einen Weg zu finden, sie so schnell und sicher wie möglich nach Hause zu bringen.“ (dpa/mn)

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