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NBA-Finals Celtics gewinnen umkämpftes Spiel drei gegen Warriors – Nationalspieler Theis hofft auf Titel

Zweikampf auf dem Parkett zwischen Stephen Curry (links) und Al Horford.

Umkämpftes Spiel in Boston in der Nacht zu Donnerstag (9. Juni 2022). Hier Stephen Curry (links) und Al Horford im Duell um den Ball.

Die Boston Celtics haben vor heimischem Publikum Spiel drei in der Finalserie der NBA für sich entschieden und führen nun mit 2:1 gegen die Golden State Warriors.

In der umkämpften Final-Serie um den NBA-Titel sind die Boston Celtics um Basketball-Nationalspieler Daniel Theis (30) wieder in Führung gegangen. Frenetisch bejubelt von den meisten der 19.156 Fans im TD Garden holte das Traditionsteam in der Nacht zu Donnerstag (9. Juni 2022) ein 116:100 gegen die Golden State Warriors und braucht nur noch zwei weitere Siege zum 18. Titel seiner Geschichte.

Damit wären die Celtics vor den Los Angeles Lakers wieder alleiniger Rekordmeister in der NBA. „Sie haben den Sieg verdient. Sie haben uns stark unter Druck gesetzt und es fühlte sich an, als schwimmen wir die meiste Zeit stromaufwärts“, sagte Warriors-Trainer Steve Kerr (56).

NBA: Celtics überstehen Schwächephase gegen Warriors

Wie in den ersten beiden Partien erlaubten sich die Celtics im dritten Viertel wieder eine lange Schwächephase und gerieten nach zwischenzeitlich 18 Punkten Vorsprung in Rückstand. Als Stephen Curry (34) bei einem erfolgreichen Dreier gefoult wurde, zwei zusätzliche Freiwürfe bekam und den Rückstand von neun Punkten binnen Sekunden auf vier verkleinerte, schien das Spiel in Richtung der Warriors zu kippen.

Doch vor den eigenen Zuschauern holten sich die Celtics die Führung noch vor dem Ende des Abschnitts zurück und ging mit vier Punkten mehr ins Schlussviertel. Da erlaubten sie den Warriors nur noch elf Zähler. Robert Williams III (24) hatte einen bärenstarken Abend und verbuchte vier Blocks.

„Wir wissen, dass das ein großartiges Team ist. Es kommt darauf an, wie du antwortest. Einfach immer weiter machen“, sagte Jayson Tatum (24) im US-Fernsehen. Mit 26 Punkten war er der zweitbeste Werfer seines Teams, Jaylen Brown (25) hatte noch einen Zähler mehr auf dem Konto.

Die Warriors konnten den Schwung aus dem glasklaren Sieg im zweiten Spiel am Sonntag dagegen nicht nutzen und stehen wie schon nach der Niederlage zum Start der Final-Serie unter Druck. Curry hatte zwar erneut ein ganz starkes drittes Viertel und verbuchte unterm Strich 31 Zähler, musste körperlich aber einiges aushalten und humpelte zwischenzeitlich.

Celtics-Profi Al Horford (36) war in einem Gerangel mehrerer Spieler um den Ball auf seinem linken Bein gelandet. Curry hatte danach einige Zeit auf dem Parkett gelegen. „Ich werde in Ordnung sein. Morgen vielleicht etwas Schmerzen“, sagte Curry. „Ich habe nicht das Gefühl, dass es schlimm ist.“

Celtics beinhart gegen NBA-Star Curry – Theis mit Chance auf Historisches

Daniel Theis kam im Gegensatz zu den ersten beiden Begegnungen der Final-Serie nicht zum Einsatz. Celtics-Trainer Ime Udoka (44) schickte bis zwei Minuten vor dem Ende nur acht verschiedene Profis aufs Parkett, verzichtete aber auch da auf den Niedersachsen, der als erst zweiter Deutscher nach Dirk Nowitzki den Titel in der NBA gewinnen kann.

Die Celtics warten seit 2008 auf die 18. Meisterschaft. Die Warriors hoffen auf den siebten Titel ihrer Geschichte und den ersten seit 2018. Statistisch spricht fast alles für die Celtics: In den 39 bisherigen Finalserien, in denen es nach den beiden ersten Spielen 1:1 stand, holte der Sieger von Spiel drei zu 82 Prozent die Meisterschaft.

Zu den Ausnahmen zählen allerdings auch die Warriors, die 2015 1:2 gegen die Cleveland Cavaliers hinten lagen und dann den Titel holten. (dpa/sto)

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