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Autounfall und HaftPolizeifoto schockiert Fans von Tiger Woods

Tiger Woods wird aus dem Gefängnis von Martin County abgeholt, nachdem er am 27. März 2026 in Stuart, Florida, nach einem Autounfall wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden ist.

Copyright: Getty Images via AFP

Tiger Woods wird aus dem Gefängnis von Martin County abgeholt, nachdem er am 27. März 2026 in Stuart, Florida, nach einem Autounfall wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden ist.

Tiger Woods verlässt nach einem Autounfall und der folgenden Festnahme das Gefängnis. Wie realistisch ist nun ein weiteres Comeback des 50-Jährigen?

Übermüdet und mit leerem Blick verließ Golf-Superstar Tiger Woods das Gefängnis von Martin County im US-Bundesstaat Florida auf dem Beifahrersitz eines schwarzen SUVs.

Nach der erneuten Festnahme nach einem Autounfall ist die sportliche Zukunft des 15-maligen Major-Siegers offener denn je. Ob der bereits 50-Jährige ein Comeback beim legendären Masters vom 9. bis 12. April in Augusta feiern kann, ist nach diesem Vorfall kaum vorstellbar.

Woods musste mindestens acht Stunden lang im Gefängnis bleiben

Was ist passiert? Stunden vor seiner Entlassung war der beste Spieler in der Geschichte des Golfsports in einen Autounfall wenige Kilometer von seinem Haus auf Jupiter Island verwickelt und daraufhin wegen Drogenverdachts festgenommen worden.

Ein Atemalkoholtest bei Woods habe zwar einen Wert von null angezeigt. Einen Urintest habe dieser aber nicht machen wollen, teilte der Sheriff vom Martin County, John Budensiek, mit.

Der Sheriff beschrieb Woods Zustand nach der Festnahme als lethargisch. „Wir glauben, dass das auf die Substanz zurückzuführen war, unter deren Einfluss er stand.“ Er sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden. Und wieder gibt es nun ein Polizeifoto von Woods, das seine Fans schockiert.

Woods musste mindestens acht Stunden lang im Gefängnis bleiben und konnte erst dann gegen Kaution freigelassen werden. Weder er noch sein Management haben sich bisher zu dem Unfall geäußert. Auch die PGA-Tour, für die Woods federführend mit einer Kommission an einer Zukunfts-Strategie arbeitet, hat bislang noch keine Stellungnahme veröffentlicht.

Fans posieren am 28. März kurz nach dem jüngsten Vorfall mit einem Polizeifoto von Tiger Woods auf weißen T-Shirts zur Unterstützung des Sportlers während der dritten Runde der Texas Children's Houston Open auf dem Memorial Park Golf.

Copyright: Getty Images via AFP

Fans posieren am 28. März kurz nach dem jüngsten Vorfall mit einem Polizeifoto von Tiger Woods auf weißen T-Shirts zur Unterstützung des Sportlers während der dritten Runde der Texas Children's Houston Open auf dem Memorial Park Golf.

Nach Angaben des Sheriffs soll Woods in einem Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit zum Überholen eines Fahrzeugs angesetzt haben, das zugleich abbiegen wollte. Woods' Geländewagen streifte dabei den Anhänger des anderen Fahrzeugs, kippte auf die Seite und schlitterte über die Fahrbahn. Woods blieb bei dem Unfall unverletzt.

Ähnlicher Woods-Vorfall schon 2017

Der Vorfall erinnert an ein Ereignis aus dem Jahr 2017, als Woods ebenfalls in Florida wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauchs am Steuer festgenommen wurde.

Woods sagte damals, dass es „eine unerwartete Reaktion auf verschriebene Medikamente“ gewesen sei. Das Polizeifoto des schwer gezeichneten Golfstars schockte damals die Öffentlichkeit. Woods begab sich danach in stationäre Behandlung. Viele Insider prophezeiten das Ende der Ära Woods.

Doch der Mann, der 683 Wochen an der Spitze der Weltrangliste stand, kämpfte sich Schritt für Schritt zurück - mit Erfolg. 2019 schrieb Woods Geschichte: Im Alter von bereits 43 Jahren feierte er beim Masters im Augusta National Golf Club mit dem Gewinn seines fünften Titels eines der größten Comebacks im Sport.

Tiger Woods freut sich mit dem berühmten grünen Sieger-Jackett über seinen fünften Masters-Sieg im Jahr 2019.

Copyright: Matt Slocum/AP/dpa

Tiger Woods freut sich mit dem berühmten grünen Sieger-Jackett über seinen fünften Masters-Sieg im Jahr 2019.

Doch die Verletzungen des über die Jahre geschundenen Körpers holten ihn wieder ein. Weitere Operationen am Rücken und den Knien folgten - und der nächste Autounfall. Im Februar 2021 kam er in Los Angeles mit dem Wagen von der Straße ab und überschlug sich mehrfach. Er erlitt komplizierte Brüche am rechten Bein und Knöchel. Woods sagte später, dass sogar eine Amputation in Betracht gezogen worden war. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und danach nach eigenen Angaben weitere drei Monate im Krankenbett bei sich zu Hause in Florida. Damals gab es beim Golfstar Angaben der Polizei zufolge keine Anzeichen für den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten.

Gerüchte über Comeback beim Masters

Woods hatte zuletzt Gerüchte um ein Comeback bei den in knapp zwei Wochen stattfindenden Masters in Augusta befeuert. Der 50-Jährige hatte nach langer Verletzungspause am vergangenen Dienstag in der neuen Indoor-Liga Tomorrow's Golf League für Aufsehen gesorgt, als er dort überraschend einige Schläge machte.

Seinen letzten größeren Auftritt hatte Woods bei den British Open 2024. Nach einem Achillessehnenriss im Frühjahr 2025 fiel er für die Saison aus - und ließ sich im vergangenen Herbst dann ein weiteres Mal am Rücken operieren.

„Dieser Körper… Er erholt sich nicht mehr so wie damals, als ich 24, 25 war. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuche“, sagte Woods. Mit Blick auf das Masters ergänzte er: „Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier.“ Nach dem erneuten Vorfall ist die Rückkehr in den Augusta National Golf Club zumindest als Spieler wenig realistisch. (dpa)

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