771 Millionen Euro Umstrittene Finanzspritze für Vettel-Stall Aston Martin aus Saudi-Arabien

Sebastian Vettel fährt mit seinem Boliden um eine Kurve.

Sebastian Vettel in seinem Aston Martin beim Großen Preis von Österreich am 10. Juli 2022.

Der finanziell angeschlagene Automobilhersteller Aston Martin erhält eine große Investition aus Saudi-Arabien. Womöglich könnte auch der Formel-1-Rennstall um Sebastian Vettel davon profitieren.

Sie investierten bereits in der Premier League bei Newcastle United, nun in der Formel 1? Der saudische Public Investment Fund hat dem Sportwagenhersteller Aston Martin eine großzügige Investition von 771 Millionen Euro zugesichert.

Der hoch verschuldete Automobilhersteller soll durch die Finanzspritze neue Möglichkeiten bekommen, um eine neue Ära zu prägen – vielleicht auch in der Formel 1?

Aston Martin: Große Investition aus Saudi-Arabien

Dort läuft es nämlich für den Rennstall alles andere als gut. Die Aston-Martin-Fahrer Lance Stroll (23) und Sebastian Vettel (35) haben bislang gerade mal 18 Punkte in elf Rennen eingefahren – in der Teamwertung rangiert das Team an vorletzter Stelle.

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Neben der Premier League ist der Fonds seit Juli 2021 bereits Großinvestor für die McLaren Group und investiert zudem in die neue Super Golf League. Diese Investments sorgten jedoch schon für viel Kritik.

So schloss die Golf-Tour PGA bereits Spieler aus, die sich dem neuen Wettbewerb angeschlossen hatten. Auch Newcastle United hat sich mit seinem neuen Investor nicht gerade beliebt gemacht. Der Premier-League-Klub spielte am Montag (18. Juli 2022) im Testspiel gegen den FSV Mainz 05 und stieß bei den Fans des Bundesligisten auf große Abneigung.

In Saudi-Arabien finden immer wieder Menschenrechtsverletzungen statt

Die Kritik rührt von den schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, die dem Staat vorgeworfen werden. So werden jedes Jahr noch Dutzende Menschen in Saudi-Arabien hingerichtet und auf grausame Weise öffentlich enthauptet. Zudem werden friedliche Menschenrechtler, die sich für Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit einsetzten, festgenommen und zu langen Haftstrafen verurteilt.

Aston Martins Vorstandsvorsitzender Lawrence Stroll (63) bezeichnete die saudischen Investitionen dennoch als „ein bahnbrechendes Ereignis für Aston Martin, das die Umsetzung unserer strategischen Pläne unterstützt und unser langfristiges Wachstumspotenzial beschleunigt.“

Vettel, der sich bekanntermaßen für Menschenrechte immer wieder starkmacht, hat sich noch nicht zu dem Thema geäußert. Bleibt abzuwarten, ob der deutsche Rennfahrer seine Zukunft bei seinem derzeitigen Rennstall sieht.

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