Ganz oder gar nicht? Dieser Denkfehler bremst Sie beim Sport.
Alles oder nichtsDieser Denkfehler sabotiert Ihren Trainingsplan

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Flexibilität statt Perfektion: Auch kurze Trainingseinheiten oder alternative Bewegungsformen können helfen, die Fitness-Routine aufrechtzuerhalten.
„Fünf Kilometer schaffe ich heute nicht, da lauf ich lieber gar nicht“ oder „Ein 15-Minuten-Training bringt jetzt auch nichts mehr, ich fang nächste Woche an“: Schmeißen Sie Ihre sportliche Routine schnell hin, falls Sie die Pläne nicht perfekt befolgen können? Mit dieser Schwarz-Weiß-Denkweise sind Sie nicht die einzige Person.
Sie hindert zahlreiche Leute daran, ihre Fitness-Ambitionen zu verwirklichen und beispielsweise beim regelmäßigen Sport dranzubleiben. Dies legt eine Analyse eines Forscherteams um die Verhaltenswissenschaftlerin Michelle Segar (University of Michigan) nahe. Die positive Nachricht vorab: Ein ausgelassenes Workout ist für gewöhnlich unproblematisch.
In ihrer Untersuchung, auf welche die American Psychological Association in ihrem neuesten Newsletter verweist, skizzieren die Wissenschaftler ein Verhaltensmuster. Dabei verzichten Personen lieber vollständig auf körperliche Aktivität, wenn sie ihr Trainingsprogramm nicht genau wie geplant durchführen können – anstatt es flexibel zu modifizieren.
Vier Denkfehler, die fast jeder kennt
Die Wissenschaftler führten für die Analyse Gespräche mit Erwachsenen, die angaben, bereits regelmäßig mit einer Sport-Routine gescheitert zu sein. Die Studie benennt vier charakteristische Denkmuster einer solchen Alles-oder-nichts-Einstellung:
Raus aus der Perfektions-Falle: Das raten die Experten
Es existieren jedoch Strategien, um diese meist unbewusst funktionierenden Denkmuster zu durchbrechen. Die Wissenschaftler raten vor allem dazu, den Anspruch an Perfektion zu reduzieren und anpassungsfähig zu bleiben.
Anstatt nur einen einzigen Plan A zu haben, kann eine Option B die Hemmschwelle deutlich herabsetzen: Wenn es mit dem Laufen nicht funktioniert, sind 15 Minuten schnelles Gehen ebenfalls wertvoll. Statt im Fitnesscenter kann man auch ein kurzes Sportprogramm zu Hause machen – ganz nach der Devise „Besser als gar nichts“.
Es kommt nicht darauf an, dass jede einzelne Einheit perfekt ist – sondern darauf, dass Bewegung nicht jedes Mal zu einem Riesenprojekt wird. Zudem sollte man sich nicht selbst verurteilen, falls es einmal nicht funktioniert: Laut den Studienautoren orientieren sich viele an Fitness-Idealen, die im täglichen Leben kaum dauerhaft umsetzbar sind.
Die zentrale Botschaft ist: Ein versäumtes Training ist selten das Problem. Der springende Punkt ist die Konsequenz, die man daraus zieht. Wer anstelle von „ganz oder gar nicht“ häufiger „kurz, aber trotzdem“ praktiziert, gibt der eigenen Routine eine viel realistischere Perspektive. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
