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Stiftung Warentest Ein Mineralwasser bekommt sogar die Note „mangelhaft“

Auf unseren Symbolfoto ist ein Mann mit Mütze zu sehen, der aus einer Flasche Wasser trinkt.

Die Stiftung Warentest hat die Mineralwasser unterschiedlicher Hersteller verglichen. Unser Symbolfoto zeigt einen Mann, der am 7. Juli 2021 in Finnland aus einer Wasserflasche trinkt.

Beim Sport, im Restaurant und auch generell: Immer mehr Menschen greifen am liebsten zu stillem Wasser, um ihren Durst zu löschen. Die Auswahl ist groß, wie auch der Unterschied im Preis.

Berlin. Stilles Wasser kostet im Restaurant manchmal so viel wie eine kleine Vorspeise, beim Discounter gibt es natürliches Mineralwasser ohne Kohlensäure hingegen schon für ein paar Cent. Stiftung Warentest hat sich 32 stille Wässer genauer angeschaut, darunter Edelmarken in Designerflaschen wie auch günstiges Wasser aus dem Supermarkt.

Stiftung Warentest: So gut sind günstige Mineralwasser

Die erfreuliche Nachricht: Alle getesteten Produkte waren mikrobiologisch einwandfrei, die meisten schmeckten zudem tadellos. Insgesamt 18 der getesteten Wässer bekamen die Note „gut“, acht sogar die Note „sehr gut“.

Zu den besten gehören das preisgünstige Wasser von „Kaufland K-Classic” aus der Quelle Löningen für 13 Cent pro Liter, das stille Wasser der Marke „Fürst Bismarck” (51 Cent) sowie der „Lichtenauer Mineralquellen” (52 Cent). Das berichtet die Zeitschrift „test“ in ihrer aktuellen Ausgabe.

Mineralwasser im Test: Bio-Marke nur „mangelhaft”

Schlusslichter bilden hingegen zwei Edelmarken sowie zwei Wässer mit Bio-Label. Bei den nur mit „ausreichend“ bewerteten Edelmarken in schicken Designerflaschen monierten die Tester unter anderem die eher ernüchternde Mineralstoffbilanz und den im Vergleich zu anderen Marken größeren CO2-Fußabdruck.

Auch im Geschmack konnten diese mit günstigeren Produkten nicht mithalten, zudem waren sie die teuersten der getesteten Produkte mit einem Preis von 3,40 und 3,60 Euro pro Liter. Von den fünf getesteten Biowässern bekamen zwar drei die Note „gut“.

  • Die „Landpark Bio-Quelle“ wurde aber mit nur „ausreichend“ bewertet. Hier sei der Geschmack das Problem gewesen. Dieser habe die Tester deutlich an Kunststoff und Karton erinnert, heißt es in der Zeitschrift „test“.
  • Ebenfalls nur „ausreichend“ bewertet wurden „Healsi“ und „Voss – Artisan Water from Norway“. Hier sei der Quellort teilweise nicht angegeben oder die Deklaration schlecht lesbar gewesen. Zudem schnitten die Marken bei der Klimabilanz nicht so gut ab. Problem: der Transport. Die Wässer kommen von zu weit her.
  • Das „Rieser Urwasser“ bekam sogar die Note „mangelhaft“. Das Produkt erfülle laut der Stiftung Warentest die strengen Kriterien der Qualitätsgemeinschaft nicht. In ihm habe das Labor das Abbauprodukt eines Pestizids nachgewiesen. Zudem sei das Wasser mit krebserregendem Benzol belastet, welches aus der Rezyklatflasche stammen soll.

Stiftung Warentest: Bio-Wasser schmeckt nach Kunststoff

Kritisch sahen die Tester hier unter anderem Angaben in der Deklaration. Die beiden Schlusslichter tragen das Label der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser, welches eigene strenge Kriterien vorgibt, welche laut Tester von beiden Marken nicht ganz erfüllt werden.

So schmeckte ein Wasser etwa deutlich nach Kunststoff und Karton, in dem anderen wurde unter anderem ein Pestizid-Abbauprodukt nachgewiesen. Die anderen drei Produkte mit dem Bio-Zertifikat vom Institut SGS Fresenius konnten sich im guten Testmittelfeld platzieren, waren aber nicht auf den Flaschen selbst, sondern nur auf den Webseiten als Bio ausgewiesen.

Mineralwasser: Stiftung Warentest untersucht Getränke

Als Grund hierfür vermuten die Tester einen seit Jahren andauernden Rechtsstreit um die Kriterien für Bio-Mineralwasser. Insgesamt befanden die Tester, dass Bio-Wässer vielen konventionellen Produkten nicht überlegen sind.

Egal ob Bio, edel oder billig: Hauptkriterien für eine gute Note waren unter anderem Aussehen, Geruch, Geschmack und das Mundgefühl des getesteten Wassers. Dieses so genannte sensorische Urteil machte am Ende den größten Anteil (40 Prozent) in der Gesamtbewertung aus.

Spitzennoten bekamen nur Wässer, die etwa keinen Fremdgeschmack aufwiesen. Getestet wurde auch auf kritische Stoffe wie Arsen, Blei, Nitrat und Uran wie auch auf Keime, darunter Krankheitserreger. Unter die Lupe genommen wurde auch, ob die Etikettenangaben rechtlich vollständig und korrekt waren. Weitere Testkriterien waren unter anderem Lagerungs- und Trinkempfehlungen wie auch Werbeaussagen. (dpa)