Wie dreist Polizisten finden 26.000 Plastikflaschen – dann sehen sie die Etiketten

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Gefälschte Pfandetiketten im Wert von etwa 6500 Euro hat die Polizei in Oberbayern in einem Laster gefunden. Unser Symbolfoto zeigt verschiedene Pfandflaschen mit den richtigen Pfandetiketten. 

Köln – Pfandbetrug ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Der Schaden, der dadurch entsteht, geht in die Millionen. Gefälschte Pfandetiketten im Wert von etwa 6500 Euro hat die Polizei in Oberbayern in einem Laster gefunden.

  • Polizei findet 26.000 Plastikflaschen mit falschen Etiketten
  • 45-jähriger Mann sitzt in Untersuchungshaft
  • Die fiesen Tricks der Pfandbetrüger

Beamte kontrollierten den Lieferwagen an der Autobahn 9 bei Freising und fanden darin etwa 26.000 Plastikflaschen mit den falschen Pfandetiketten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Nach dem ungewöhnlichen Fund nahmen die Einsatzkräfte am Sonntag den 45-jährigen Fahrer fest. Er sitzt nun in Untersuchungshaft – unter anderem wegen Verdachts auf Urkundenfälschung. Nach Polizeiangaben war der Mann bereits früher wegen einer ähnlichen Tat zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Die fiesen Tricks der Pfandbetrüger – Discounter-Mitarbeiter packen aus

Gegenüber dem Magazin „Chip” haben Mitarbeiter von Aldi und Lidl ausgepackt und die dreisten Tricks der Pfandgauner verraten.

Pfandtrick mit der Angelschnur...

Der wohl bekannteste Trick: An der Pfandflasche wird eine Schnur befestigt – wird die Flasche in den Automaten gesteckt, wird sie gescannt und über ein Fließband weitertransportiert. In diesem Moment zieht die Betrüger die Flasche mit dem Faden wieder heraus. Anschließend kann die Flasche erneut in das Gerät eingeführt werden.

Allein im Großraum Köln wurden 2016 14 Fälle von der Staatsanwaltschaft verfolgt.

Inzwischen haben viele Discounter und Supermärkte reagiert und die Technik der Automaten angepasst.

Die meisten Geräte schlagen Alarm, wenn die Flasche wieder aus dem Schacht gezogen wird.

Aufkleber auf Nicht-Pfandflaschen...

Trickreiche Betrüger kopieren das Pfandlogo auf dem Flaschenetikett und kleben es beispielsweise auf eine Nicht-Pfandflasche aus dem Ausland. Es habe auch schon den Fall gegeben, dass Klopapierrollen entsprechend bedruckt und in das Gerät eingeführt wurden, erzählt eine Mitarbeiterin.

Auch darauf haben die Discounter inzwischen reagiert. Mittlerweile wird im Automaten nicht nur das Pfand-Logo gescannt, sondern auch ein spezieller Strichcode. (dpa/mt)

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