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Olivenöl im „Öko-Test“ Schock-Ergebnis hat jetzt Konsequenzen für Kundschaft

Es ist ein trauriges Bild im deutschen Einzelhandel: In den Supermärkten wird aufgrund von Hamsterkäufen Sonnenblumenöl knapp. Einige Kundinnen und Kunden steigen daher auf das teurere Olivenöl um. Aber ist das wirklich eine so gute Idee? Offenbar nicht...

Jetzt gibt es bittere Nachrichten für alle Olivenöl-Liebhaberinnen und -liebhaber: Die Zeitschrift „Öko-Test“ kann in ihrem aktuellen Olivenöl-Test (Ausgabe 5/2022) nur ein einziges Produkt empfehlen. Doch was ist der Grund dafür?

Ein riesiges Problem: In den Ölen sind oftmals Rückstände von Mineralöl enthalten! Und das ist alles andere als lecker oder gar gesund. Es ist eher ein Schock-Ergebnis.

Olivenöl bei „Öko-Test“: Diese Olivenöle sind nicht zu empfehlen

Lediglich im „Rapunzel Kreta Olivenöl Nativ extra“ (21,98 Euro pro Liter) wiesen die Öko-Tester kein Mineralöl nach - und so schneidet es im Test am besten ab. Zwei weitere schaffen immerhin ein „befriedigend“, 16 Produkte (5,19 bis 23,98 Euro pro Liter) allerdings nur „mangelhaft“ und „ungenügend“.

Alles zum Thema Öko-Test

Diese Olivenöle gehören laut des Testberichtes zu den Ölen, die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht empfohlen werden können:

  • Ener Bio Spanisches Natives Olivenöl Extra von Rossmann
  • Vegola Natives Olivenöl Extra von Netto
  • Beste Wahl Italienisches Natives Olivenöl Extra von Rewe
  • Primadonna Natives Olivenöl Extra Original von Lidl
  • Natives Olivenöl Extra D.O.P. Terra di Bari von Edeka
  • Italienisches Olivenöl Nativ extra von Dennree
  • Natives Olivenöl Extra von Penny
  • Gut Bio Natives Olivenöl Extra von Aldi
  • Bio Natives Olivenöl Extra von dm
  • K-Classic Natives Olivenöl Extra von Kaufland
  • Natives Olivenöl Extra von Alnatura

„Öko-Test“: Olivenöl von Alnatura schneidet besonders schlecht ab

Richtig  mies schnitt übrigens Alnaturas Natives Olivenöl ab. Das Produkt hätte laut der Prüfinstanz eigentlich gar nicht verkauft werden dürfen. Es kassierte die Note ungenügend. Denn im Produkt befanden sich Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH).

Öko-Test schreibt dazu: „Besonders bedenklich sind die aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), von denen einige krebserregend sind. In gut einem Drittel der Produkte fand das beauftragte Labor MOAH. Selten sind sich Verbraucherschützer wie wir, die Politik und die Industrie so einig wie in diesem Punkt: MOAH haben in Lebensmitteln nichts zu suchen.“

Nun hat Alnatura die Reißleine gezogen. Die Konsequenz: Das Olivenöl, das in Geschmack und Qualität so schlecht bewertet wurde, wird nun nicht mehr verkauft. Darüber berichtete auch „Der Tagesspiegel“.

Olivenöl im „Öko-Test“: Neben Mineralöl auch ranziger Geschmack

Was da falsch läuft? Im Labor wurde teils eine extrem hohe Belastung mit Mineralöl nachgewiesen. Dazu fallen mehrere Produkte auch noch mit miesem Geruch und Geschmack („ranzig“, „schlammig“) auf - da wird sogar die angegebene Qualitätsklasse „nativ extra“ von den Testern bezweifelt.

Aber wo kommen die bedenklichen Mineralölbestandteile im Olivenöl her?

Als Eintragsweg vermuten die Verbraucherschützer Schmieröle, mit denen die Oliven schon während der Ernte in Kontakt kommen, etwa Erntemaschinen, die die Oliven vom Baum rütteln.

Auch Kettensägen, mit denen Bauern die Bäume während der Ernte zurückschneiden, kommen in Betracht. Außerdem kommen während der Produktion Oliven mit Maschinen und Förderbändern und damit mit Schmierölen in Kontakt. (dok/dpa)

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