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Klingt schräg, schmeckt gutSo machen Sie leckeres Eis aus Spargel, Karotte und Rote Bete

Erbsen-, Spargel-, Rote Bete- und Maiseis

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Ob aus Erbsen, Spargel, Rote Bete oder Mais - es gibt viele Varianten von cremigem Gemüseeis.

Gemüse im Eis? So wird die Vorspeise zum Knaller.

Gemüse im Eisbecher? Das klingt erstmal total abgefahren. Aber ein Spitzenkoch verrät jetzt, wieso das nicht nur lecker ist, sondern als Vorspeise der absolute Knaller sein kann – und wie man es easy selbst machen kann.

Gefrorenes muss nicht nur zuckrig sein. Dieser Meinung ist jedenfalls Marcel Klisch, Vize-Küchenchef des Restaurants „Waldfein“ in Kiedrich. Er ist überzeugt: „Gerade ein Gemüse-Eis funktioniert auch super als Vorspeise.“ Wenn es draußen wärmer wird, kommt bei ihm deshalb auch mal ein Eis aus Spargel, kombiniert mit Erdbeeren und Salat, auf den Tisch.

Eine komische Vorstellung? Eigentlich nicht. Viele Gemüsesorten haben von Haus aus eine natürliche Süße, darunter Karotten, Pastinaken, Erbsen, Rote Bete oder Kürbis. Die perfekte Basis also, um daraus eine kalte Leckerei zu zaubern.

Gemüse-Eis ohne Maschine? So klappt's ganz leicht

Für alle, die das zu Hause nachmachen wollen, hat Klisch (34) ein unkompliziertes Grundrezept parat, das ganz ohne Eismaschine auskommt.

Ihr schält ungefähr ein halbes Kilo Spargel, Möhren oder Pastinaken, bis nur noch 250 bis 300 Gramm übrig sind. Das zerkleinerte Gemüse wird dann in Schlagsahne (450 bis 500 ml) bei schwacher Hitze für circa 30 Minuten weichgekocht. Der Profi betont: „Das Gemüse muss weich sein“.

Die Masse wird danach mit einem Pürierstab zerkleinert und durch ein Sieb passiert. Für die Cremigkeit vermengt Klisch 100 bis 125 Gramm Zucker mit fünf Eigelb und hebt die Gemüse-Sahne-Mischung darunter. Das Ganze wird bei 75 bis 80 Grad über einem Wasserbad zu einer sämigen Creme geschlagen. Danach kommt es ins Gefrierfach und muss im Abstand von 20 bis 30 Minuten kräftig durchgerührt werden, damit sich keine Eiskristalle bilden.

Mehr Aroma durch Rösten: Der Trick vom Sternekoch

Sternekoch Alexandru Simon (32) vom „Relais & Châteaux-Glasswing“ in Wien geht noch einen Schritt weiter. Er macht sogar Eis aus Sellerie, Fenchel oder Mais. Sein Geheimnis: Das Gemüse nicht kochen, sondern im Ofen rösten.

Rote-Bete-Eis auf geräucherter Forelle mit Blattsalaten

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Sieht aus wie Erdbeereis - ist es aber nicht. Auf dem Teller wurde Rote Bete-Eis auf geräucherter Forelle mit Rote Bete-Würfeln, Blattsalaten, Toastwürfel und einer Vinaigrette angerichtet.

Dafür legt er zum Beispiel Rote Bete, die noch roh ist, oder Süßkartoffeln auf ein Salzbett auf dem Backblech und gart sie weich. „Das Salz entzieht der Roten Bete Wasser, der Geschmack wird intensiver“, erklärt Simon. Bei Fenchel oder Erbsen setzt er auf Dämpfen, um das pure Aroma zu bewahren.

Der irre Kondensmilch-Hack für mega-cremiges Eis

Simon hat noch einen weiteren Kniff für alle, die es unkompliziert mögen: Er mixt gesüßte Kondensmilch, die karamellisiert wurde, im Verhältnis 1:1 mit „abgehängtem Joghurt“. Kein Witz! Dafür stellt man eine geschlossene Dose Kondensmilch bei etwa 80 Grad für zwei bis drei Stunden in die Backröhre.

Den Joghurt lässt man in einem Stofftuch abtropfen. Beides wird dann mit dem pürierten Gemüse vermischt. Wer mag, gibt noch Walnüsse, Schokostücke oder Gewürze wie Kardamom dazu.

Anita Zieme, Köchin aus Südschweden, schwört ebenfalls auf Kondensmilch, nimmt sie aber direkt aus der Dose. Ihr ist das Aufschlagen von Eiern zu kompliziert. Ihre einfache Motivation für die Rezepte ohne Eismaschine: „Ich mag nicht so viele Geräte in der Küche.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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