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Preise schießen in die Höhe Bares Geld beim Heizen sparen – so einfach geht's

Eine Person dreht am Thermostat einer Heizung in einer Wohnung.

Steigende Energiekosten sind schon jetzt eine Belastung für viele Haushalte. Das Foto wurde am 22. Februar 2022 in Berlin aufgenommen.

Bereits zuvor haben unzählige Haushalte mit den Heizkosten zu kämpfen. Durch den Ukraine-Krieg explodieren die Preise jetzt jedoch zusätzlich. Jeder kann jedoch auch sparsam Heizen und somit bares Geld sparen.

Das Heizen ist teuer. Und wird immer teurer, erschreckend teuer. Viele Haushalte machen sich Sorgen darüber, wie sie ihre Heizkosten jetzt bezahlen sollen. Es gibt aber einige gute Tipps, um ganz einfach beim Heizen Geld zu sparen.

Um beim Heizen zu sparen muss nämlich keiner frieren. Im Gegenteil: Heizen geht günstiger, aber gleichzeitig auch wärmer. Wie Sie Ihre Heizkosten schnell senken können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Heizkosten schießen in die Höhe

Die Heizkosten schießen in die Höhe. Ein Beispiel: In Berlin hat das Unternehmen Gasag für die Grundversorgung nach einer Erhöhung um 16 Prozent im Januar gerade noch mal eine Preissteigerung um 26 Prozent angekündigt. Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Einfamilienhaus erhöht sich so die monatliche Gasrechnung ab Mai noch mal um rund 41 Euro.

Diese Mitteilungen und diese Zahlen erhalten gerade Haushalte in ganz Deutschland. Solch hohe Summen lassen sich kaum einsparen, vor allem nicht in Mietwohnungen, wo man nicht nur seinen eigenen Verbrauch regulieren kann, sondern ein Anteil der Heizkosten auf alle Mieter umgelegt wird.

Aber: Man kann noch etwas tun, ohne frieren zu müssen. Denn häufig liegt es an uns selbst, dass wir bares Geld verheizen. Wir drehen unbedacht die Heizung zu hoch und lassen die Wärme an falscher Stelle zum Raum hinaus.

Spartipp eins: Ein Grad runterregeln

Natürlich muss keiner zu Hause frieren und auch der extra dicke Pullover muss nicht sein. Aber meist braucht man gar nicht so hohe Temperaturen im Raum, um sich wohlzufühlen.

So empfiehlt das Umweltbundesamt tagsüber sogar nur rund 20 Grad in den Wohnräumen. Für die Küche - in der durch das Kochen eh Wärme produziert wird - reichen auch 18 Grad, im Schlafzimmer 17 Grad. Immerhin sind das Temperaturen, bei denen wir im Frühling draußen sogar schon T-Shirts tragen.

Mit jedem Grad weniger sinken die Heizkosten

Damit lässt sich sparen: Mit jedem Grad weniger sinken laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft „CO₂-Online“ die Heizkosten im Schnitt um rund sechs Prozent. Auch Heizpausen bringen etwas: Nachts kann man gut die Wärmeregelung um fünf Grad absenken, bei Abwesenheiten sogar die Raumtemperatur auf 15 Grad setzen.

Programmierbare Thermostate können bei diesen Heizpausen eine Hilfe sein, aber man muss erst mal Geld für ihren Kauf in die Hand nehmen. Die Handgriffe kann man aber auch selbst am mechanischen Thermostat vornehmen. Wer sich rund 20 Grad Raumtemperatur wünscht, wählt die Stufe drei. Stufe zwei bringt 16 Grad. Tropisch warm wird es bei Stufe vier mit rund 24 Grad, bei Stufe fünf mit 28 Grad.

Spartipp zwei: Heizkörper frei halten

Wer kennt das nicht: Die Heizung ist auf 20 Grad eingestellt, aber die gefühlte Temperatur liegt weit darunter? Unter Umständen ist das tatsächlich so.

Denn: Zum Beispiel Gardinen über und Möbel vor den Heizkörpern behindern die Wärmeabgabe an die Raumluft, so die Initiative Wärme+, ein Zusammenschluss von Heizungsherstellern und Branchenverbänden. Und wenn dann noch die Thermostatventile verdeckt sind, können sie die Raumtemperatur nicht richtig erfassen und regulieren die Wärmeabgabe falsch.

Spartipp drei: Heizsystem entlüften

Wenn der Heizkörper vor allem im oberen Bereich nicht richtig warm wird, bringt es nichts, den Thermostat voll aufzudrehen. Dann befindet sich Luft in den Leitungen, die man ablassen muss, erklärt die DIY Academy. Man spricht hierbei vom Entlüften.

Dafür mit einem Vierkantschlüssel das Ventil an der Seite des Heizkörpers aufdrehen und so lange offen lassen, bis nur noch Wasser nachkommt. Damit nichts nass wird, hält man am besten eine Schüssel zum Auffangen bereit.

Kommt viel davon heraus, bevor man das Ventil schnell wieder verschließen kann, muss man das Heizungswasser wieder auffüllen. Erkennbar ist ein Druckabfall am Manometer an der Anlage im Keller. Mieter in Mehrfamilienhäusern sollten das Entlüften daher mit ihrem Hausmeister oder der Hausverwaltung besprechen.

Spartipp vier: Beim Heimkommen nicht zu hoch aufdrehen

Sie kommen frierend in kalte Räume nach Hause und drehen den mechanischen Thermostat voll auf, damit es schneller warm wird? Das funktioniert leider nicht - und kostet obendrein vielleicht extra.

Denn mit dem Thermostat regelt man nur, welche Endtemperatur der Raum erreichen soll, nicht aber wie rasch das gehen soll. Das heißt: Wer den Thermostat auf fünf stellt, wartet nicht nur genauso lange, bis der Raum warm ist, wie mit der Stufe drei. Er heizt unter Umständen unbedacht viel länger mit voller Kraft, wenn man nicht bald zurückdreht. Darauf weist „CO₂-Online“ hin.

Spartipp fünf: Nicht mit gekippten Fenstern lüften

Auch an kalten Wintertagen muss regelmäßig gelüftet werden, sonst wächst Schimmel in der Wohnung heran. Allerdings sollte man die Fenster nicht lange in Kippstellung geöffnet lassen. Zum einen ist dieses Lüften ineffizient, denn darüber wird nur wenig Luft ausgetauscht, da sich kein starker Luftsog entwickelt.

Zum anderen dürften damit die Heizkosten laut Zukunft Altbau steigen. Man lüftet ja über einen längeren Zeitraum Wärme hinaus. Währenddessen kühlen obendrein die Wände um die Fenster aus, was den Räumen zusätzlich Wärme entzieht - die man dann erneut erzeugen muss. Außerdem droht bei dieser Lüftungsart eher Schimmelbildung an den Randbereichen der Fenster.

Geraten wird daher zum regelmäßig Stoß- und Querlüften - an Wintertagen etwa alle zwei Stunden für fünf Minuten, rät die Initiative Wärme+. (dpa)

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