Aldi, Lidl, Rewe & Co. Bleiben die Regale bald leer? Besorgniserregende Einschätzung

Vor leeren Regalen im Supermarkt (wie hier 2020 im Corona-Lockdown) warnt eine Branche.

Vor leeren Regalen im Supermarkt (wie hier 2020 im Corona-Lockdown) warnt eine Branche.

Leere Regale bei Aldi, Lidl, Rewe & Co. sind uns aus der Corona-Krise noch in Erinnerung. Doch die Folgen der Energie-Krise könnten ähnlich drastisch für unsere Wirtschaft sein. Eine Branche schlägt Alarm und zweifelt an der Versorgungssicherheit.

In vielen Supermärkten von Aldi, Lidl, Rewe oder Kaufland und Penny stehen Kundinnen und Kunden bereits jetzt schon vor leeren Regalen. Wird Klopapier wieder zur Mangelware? Die Branche warnt eindringlich und fordert sofortige Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit in Deutschland weiterhin gewährleisten zu können.

Während des Lockdowns in der Corona-Pandemie sorgten leere Regale in den Supermärkten für Aufregung in Deutschland. Aufgrund der verbreiteten Hamsterkäufe wurden die Lieferketten überlastet. Die Folge waren leere Regale.

Leere Regale bei Aldi, Lidl, Rewe & Co. – Papierindustrie fordert dringend Maßnahmen

Aktuell treffen Verbraucherinnen und Verbraucher vielerorts jedoch erneut auf ein ähnliches Bild: Wo sich sonst Pakete voller Toilettenpapier stapeln, sind lediglich leere Regale zu finden.

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Doch die Gas- und Energie-Krise stellt die Papierindustrie vor eine neue Herausforderung. „Im Hygienepapier-Produktionsprozess sind wir besonders auf Gas angewiesen. Bei einem Wegfall können wir die Versorgungssicherheit nicht mehr gewährleisten“, erklärt Martin Krengel, Vizepräsident bei Wepa in einer Pressemitteilung.

Der Verband der Papierindustrie warnt davor, in der aktuellen Notlage die mittelfristigen strukturellen Herausforderungen für den Industriestandort Deutschland aus den Augen zu verlieren.

Aldi, Lidl, Rewe: Führt Energiekrise zur Unterbrechung der Versorgungssicherheit?

„Eine konsistente Energiepolitik muss neben der Versorgungssicherheit weiterhin wettbewerbsfähige Energiepreise im Blick haben“, so Verbandschef Winfried Schaur.

Schaur weiter: „Deutschland benötigt kurz- und mittelfristig zur Überbrückung der Versorgungslücke dringend mehr grundlastfähige Erzeugungskapazitäten am Strommarkt, die unabhängig von russischen Energieimporten sind.“

Energiekrise: Diese Maßnahmen fordert die Papierindustrie

Stillgelegte Stein- und Braunkohlekraftwerke müssten „schnellstmöglich“ wieder ans Netz. Auch eine temporäre Nutzung von Kernkraftwerken dürfe kein Tabu sein. Derweil müsse der Zubau Erneuerbarer Energien „mit Nachdruck und starker Beschleunigung der Genehmigungsverfahren vorangetrieben werden, um die fossilen und nuklearen Energieträger auch wieder schnellstmöglich abzulösen“, betonte Schaur.

Die Industrie selbst arbeite an neuen Verfahren und CO2-armen Produktionstechniken, um den Energieverbrauch und damit Emissionen zu verringern.

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