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Alarm im SupermarktBei diesen Produkten ziehen die Preise jetzt kräftig an

Käse - Milchprodukte werden teurer

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Milchprodukte werden teurer

Deutschlands Landwirte liefern Rekordmengen an Milch, doch trotzdem steht uns eine Welle von Preiserhöhungen bei Käse, Joghurt und Co. bevor. Wir erklären die Gründe.

Es ist eine verrückte Situation: Die Landwirte in Deutschland produzieren Milch wie noch nie. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gab es im Sommer ein Plus von 6,2 Prozent bei herkömmlicher Milch und ganze 7 Prozent bei der Bio-Variante. Dennoch sind sich Fachleute und Branchenkenner einig: Molkereierzeugnisse wie Käse, Quark und Joghurt werden in naher Zukunft für die Konsumenten deutlich kostspieliger.

Ein erstes Signal dafür findet sich schon jetzt in den Geschäften: Der Discounter Aldi hat diese Woche seine Butterpreise erhöht. Als Ursache wird laut dem Fachmagazin „Lebensmittel Zeitung“ der niedrigere Rahmgehalt in der Rohmilch genannt. Dieser geht in den Sommermonaten aufgrund von hohen Temperaturen und einer anderen Ernährung der Tiere üblicherweise zurück. Experten sehen darin einen deutlichen Indikator für die bevorstehenden Preisanpassungen. Das berichtet „t-online“.

„Das Taktieren geht jetzt los“

Der Preiskampf ist bereits in vollem Gange, auch wenn man es noch nicht überall merkt. „Das Taktieren geht jetzt los“, wird der Verkaufsleiter einer Molkereigenossenschaft in der „LZ“ zitiert. Dem Bericht zufolge hat der Einzelhandel schon die ersten Tender für die „Weiße Linie“ (Molkereiprodukte) für die Zeit ab 2027 ausgeschrieben. Aus Branchenkreisen verlautet eindeutig, dass die generellen Umstände deutlich für höhere Preise sprechen.

Auch das florierende Geschäft mit dem Ausland heizt die Preise an. Besonders die hohe Nachfrage aus Asien und dem Mittleren Osten läuft ausgezeichnet. Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse in Kempten meldet, es gebe „bei allen Käsesorten eine sehr gute Nachfrage“. Zudem klettern die Notierungen für Milchpulver weiter nach oben, was sich sowohl dort als auch auf der internationalen Auktionsplattform Global Dairy Trade zeigt.

Diese Marktentwicklungen führen zu der Schlussfolgerung, dass auch frische Erzeugnisse wie Konsummilch und Speisequark im Preis anziehen müssen. Speziell Quark ist wegen des europaweiten Protein-Hypes und begrenzter Herstellungsmöglichkeiten sehr gefragt und hat sich im Laufe des Jahres schon verteuert.

Obwohl sich der Preis für einen Liter frische Vollmilch im Jahr 2026 bislang bei stabilen 95 Cent gehalten hat, drängt die Branche auf eine Kurskorrektur. Detlef Latka, der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbands, forderte beim Berliner Milchforum im März eine Neuverhandlung der bestehenden Kontrakte mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Er argumentierte, dass die erheblich erhöhten Ausgaben in Form von Preisaufschlägen an die Verbraucher weitergegeben werden müssen. (red)

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