Achtung, Taschendiebe Neue Masche macht die Weihnachtsmärkte unsicher - so können Sie sich schützen

Ein Taschendieb klaut ein Portemonnaie.

Einen Taschendiebstahl bemerkt man meistens erst zu spät. Das Symbolfoto wurde am 10. Juli 2017 in Düsseldorf aufgenommen. 

Taschendiebe sind das ganze Jahr über eine Gefahr, aber vor allem in der Adventszeit haben sie ein leichtes Spiel. Welche Tricks jetzt angewendet werden und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Nach den coronabedingten Einschränkungen und Absagen von Weihnachtsmärkten der Vorjahre locken nun wieder Glühweinstände und Marktbuden zum Adventsbummel.

Aber Achtung: Damit beginnt auch ein Fest für Taschendiebe. Im dichten Gedränge kann es nur wenige Sekunden dauern, bis Geldbörse, Kreditkarte oder Autoschlüssel weg sind. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Taschendiebe: Mit welchen Tricks arbeiten sie?

Oft treten Taschendiebe im Duo oder in kleinen Gruppen auf und agieren nach Angaben der Polizei arbeitsteilig nach dem Motto: ablenken, anrempeln, Beute übergeben. Beim Rempeltrick wird das Opfer im Gedränge angestoßen oder in die Zange genommen. Der Vordermann bückt sich etwa oder bleibt abrupt stehen. Während das Opfer abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.

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Beim Fleckentrick wird das Opfer mit Ketchup oder einem Getränk bekleckert und beim wortreichen Reinigungsversuch bestohlen. Oder Fremde bitten um Wechselgeld. Beim Öffnen der Geldbörse wird der Betroffene vom Täter abgelenkt - der seine Münzen in die Börse wirft, aber gleichzeitig Banknoten herauszieht.

Taschendiebe haben viele Tricks

Das ganze Jahr über, aber verstärkt in der Vorweihnachtszeit, zieht der Auskunfttrick. Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder sprechen Menschen auf vollen Bahnhöfen an. Während der Angesprochene abgelenkt ist, plündern Komplizen die Hand- oder Umhängetasche oder das Gepäck.

Das rät die Polizei zum Schutz vor Taschendieben

Weihnachtsmarktbesucher sollten generell nur das Notwendigste an Bargeld oder Zahlungskarten dabei haben. Die PIN sollte niemals im Portemonnaie und schon gar nicht auf der Zahlungskarte notiert werden.

Experten empfehlen auch, Geld, Papiere und das Smartphone getrennt voneinander in verschiedenen verschlossenen Innentaschen zu tragen. Ratsam sind ein Brustbeutel, Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse. Handtaschen sollten stets geschlossen und mit dem Verschluss in Richtung Körper getragen werden.

Was ist bei einem Diebstahl zu tun?

Die Straftat ist bei der Polizei anzuzeigen, die auf vielen Weihnachtmärkten präsent ist. Um sich bei einem Diebstahl vor Abbuchungen zu schützen, sollten alle Geldkarten sofort gesperrt werden. Das geht am besten über den zentralen Sperrnotruf 116116.

Damit lassen sich alle Girokarten und die meisten Kreditkarten sperren. Die Polizei kann die Girokarte auch für das elektronische Lastschriftverfahren sperren. Opfer sollten in den nächsten Wochen dann sorgfältig ihre Kontobewegungen im Auge behalten und unrechtmäßige Lastschriften zurückbuchen lassen.

Welcher Schaden entsteht durch Taschendiebstähle?

Über das ganze Jahr gesehen wurden 2021 laut polizeilicher Kriminalstatistik in Deutschland etwa 72.900 Taschendiebstähle registriert. Das waren nochmals weniger als im Vorjahr, was mutmaßlich erneut den fehlenden Gelegenheiten wegen der Coronaeinschränkungen zuzuschreiben war.

Gleichwohl: Heutige Taschendiebe sind nach Angaben der Polizei weiterhin oft professionelle, international reisende Täter. Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt - die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr laut Kriminalitätsstatistik bei nur 6,3 Prozent. (dpa)

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