Tunesien-UrlaubDeutliche Preisexplosion droht – Gebühren vervierfachen sich

Das Foto zeigt einen Strand mit Palmen und türkisblauem Meer auf der Insel Djerba in Tunesien, aufgenommen im März 2016.

Tunesien, ein beliebtes Urlaubsziel, wird ab 2024 teurer. Besonders die Preise der Kurtaxe werden angehoben. Das Foto zeigt einen Strand mit Palmen und türkisblauem Meer auf der Insel Djerba in Tunesien, aufgenommen im März 2016. 

Das sonnige Tunesien zieht jeden Sommer unzählige Touristinnen und Touristen an. Doch die Reiselust könnte ins Stocken geraten, denn das Land steht vor einer beachtlichen Preiserhöhung – allen voran bei der Kurtaxe.

von Janina Holle (jh)

Tunesien, das klingt nach endlosen Sandstränden, historischen Stätten und gastfreundlichen Menschen – ein wahrhaftes Urlaubsparadies für die ganze Familie. Pauschalreisen haben sich in den letzten Jahren besonders großer Beliebtheit erfreut – aber nun könnte ein Schatten über den strahlend blauen Himmel Tunesiens ziehen.

Denn die Preise für einen Aufenthalt in Tunesien werden im Jahr 2024 kräftig ansteigen. Was bisher ein erschwingliches Vergnügen war, wird durch eine drastische Erhöhung der Touristensteuern getrübt.

Tunesien wird teuer: Land hebt Kurtaxe in 2024 an

Die Kurtaxe für touristische Unterkünfte soll gleich um das Vierfache ansteigen – und das betrifft nicht nur die Luxushotels, sondern auch die gemütlichen Ferienwohnungen. So ist es im neuesten Haushaltsentwurf für 2024 festgelegt.

Das bedeutet, dass selbst diejenigen, die in einem schicken Fünf-Sterne-Hotel nächtigen, statt bisher 3 Dinar (ungefähr 90 Cent) satte 12 Dinar (rund 3,50 Euro) pro Person und Nacht berappen müssen. Und für diejenigen, die es etwas bescheidener mögen, steigt die Kurtaxe in einem Drei-Sterne-Hotel von 2 Dinar (ca. 60 Cent) auf 8 Dinar (ungefähr 2,40 Euro) pro Person und Nacht.

Doch das ist noch nicht alles. Die neuen Abgaben müssen nicht mehr nur für maximal sieben aufeinanderfolgende Nächte gezahlt werden, sondern für bis zu 15 Übernachtungen. Ein herber Schlag für diejenigen, die sich nach einem ausgedehnten Aufenthalt im sonnenverwöhnten Tunesien sehnen.

Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Auch die CO₂-Steuer für Flug- und Schiffstickets wird angehoben. In der Economy Class werden zukünftig zusätzlich 40 Dinar (rund 11,80 Euro) fällig, in der Business Class sogar 60 Dinar (rund 17,80 Euro). 

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Selbst die kulinarischen Genüsse werden teurer. Restaurants, Cafés und Bars sollen mit einer Verdreifachung der Umsatzsteuer belastet werden. Gleiches gilt für Hersteller und Produzenten von kohlensäurehaltigen und alkoholischen Getränken. 

Familienurlaub in Tunesien vor dem Aus: Preise könnten zu teuer werden 

Familien sind besonders von den Preiserhöhungen in Tunesien betroffen. Ahmed Bettaieb, Verbandspräsident tunesischer Reisebüros, äußerte gegenüber dem Tourismusportal „fvw“ seine Bedenken: „Wir riskieren, dass Familien uns zukünftig meiden werden.“

Mit steigenden Gebühren läuft der tunesische Tourismus Gefahr, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Die Reisenden könnten stattdessen die Nachbarländer bevorzugen. Wer also eine Reise nach Tunesien plant, sollte sich auf höhere Kosten einstellen.