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Trinkgeld geben in den USASo blamierst du dich nicht beim „Tip“

In den USA darf es beim Trinkgeld gerne etwas mehr sein.

In den USA darf es beim Trinkgeld gerne etwas mehr sein.

Gibt man in den USA Trinkgeld und wenn ja, wie viel? In diesen Artikel klären wir über die Trinkgeldkultur in Amerika auf – danach bist du beim nächsten Restaurantbesuch garantiert auf der sicheren Seite.

von Sarah Istel (sai)

In Deutschland gilt das Trinkgeld-Geben als ein Ausdruck von Dankbarkeit. Im Ausland unterscheidet sich das aber teilweise sehr stark von den Gepflogenheiten hierzulande – man kann sich aus reiner Unwissenheit schnell blamieren.

Wenn du also demnächst einen Urlaub in die USA machen willst, solltest du dir über den Umgang mit „Tip“, wie das Trinkgeld in den USA genannt wird, im Klaren sein. In diesem Artikel erfährst du, wie man in den USA angemessen Trinkgeld gibt – und so Fettnäpfchen vermeidet.

Gibt man in den USA Trinkgeld?

Trinkgeld zu geben ist in den USA eine allgegenwärtige Praxis und eine wichtige Form der Wertschätzung für guten Service. Auch in Deutschland ist es üblich, Trinkgeld zu geben, in den USA gibt man im Vergleich aber mehr Trinkgeld. 

Alles zum Thema USA

Hier ist es üblich, Trinkgeld zu geben:

  • Restaurants und Cafés
  • Taxi- und Busfahrten
  • Ausflüge mit Reiseleiter
  • Hotels

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Bezahlt man Trinkgeld in den USA bar oder mit Karte?

Wenn es um die Bezahlung des Trinkgeldes geht, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den USA und Deutschland. In Deutschland ist es üblich, Trinkgeld bar zu geben, während Kartenzahlungen dafür eher selten verwendet werden.

In den USA hingegen kannst du das Trinkgeld sowohl bar als auch mit Karte geben. Viele Restaurants bieten mittlerweile die Möglichkeit, das Trinkgeld direkt auf der Kreditkartenabrechnung anzugeben. Es liegt also an dir, ob du es bar oder mit Karte gibst, du kannst aber auch zum Beispiel nur die Rechnung mit Karte zahlen und anschließend das Trinkgeld bar aushändigen.

Kleiner Hinweis: Weil die USA kein EU-Mitglied sind, können bei Kartenzahlung Gebühren anfallen. Außerdem werden Girokarten dort meistens nicht akzeptiert, und du musst eine Kreditkarte beantragen. Informiere dich am besten vorher bei deiner Bank.

Richtig Trinkgeld geben in den USA: Restaurants und Cafés

In Restaurants und Cafés in den USA ist es üblich, rund 15 bis 20 Prozent des Rechnungspreises als „Tip“ zu geben. Wenn der Service sehr schlecht war, kann man weniger geben, was allerdings als sehr  unhöflich erachtet wird. Wenn man mit dem Service dagegen sehr zufrieden war, kann man auch gut und gerne bis zu 25 Prozent des Rechnungspreises als Trinkgeld geben.

In den USA sind die Kellnerinnen und Kellner auf das Trinkgeld angewiesen: Restaurantbesitzer können ihnen nämlich (wenn Trinkgeldzahlungen erlaubt sind) weniger als den Mindestlohn von 7,25 Dollar pro Stunde zahlen, das sind umgerechnet gerade mal um die 6,50 Euro. Der „Tip“ ist also fester Bestandteil des Einkommens.

Wenn man das Trinkgeld zahlen möchte, kann man wie in Deutschland einfach den Betrag aufrunden lassen, ihn also gleich mitbezahlen. In anderen Ländern zahlt man das Trinkgeld teilweise separat. 

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Wie viel Trinkgeld zahlt man in den USA in Hotels?

In Hotels in den USA gehört es zum guten Ton, etwas Trinkgeld zu geben. Es ist üblich, den Zimmermädchen pro Nacht etwa 1 bis 2 Dollar Trinkgeld als Wertschätzung ihrer Arbeit zukommen zu lassen. Das Geld hinterlässt man gut sichtbar auf dem Kopfkissen, bevor man das Zimmer verlässt.

Auch andere Services in Hotels, beispielsweise Gepäckträger oder Parkgehilfen sollten mit etwas Trinkgeld honoriert werden. Gepäckträgern gibt man einen Dollar pro Koffer, Parkgehilfen zahlt man zwischen zwei und drei Dollar. Für Dienstleistungen durch Mitarbeitende des Hotels, die beispielsweise einen Theaterbesuch planen oder Sightseeing-Karten besorgen, gibt man zwischen zwei und zehn Dollar. 

So gibt man richtig Trinkgeld in anderen Ländern:

Richtig Trinkgeld geben in den USA: Taxi, Bus und Ausflüge

Taxifahrern in den USA gibt man in der Regel 15 Prozent des Fahrpreises als Trinkgeld, in manchen Städten bis zu 20 Prozent. Wenn man mit einem Shuttle-Bus fährt, reichen ein bis zwei Dollar, hat man aber Gepäck dabei, kann man aus Höflichkeit aber noch einen Dollar obendrauf legen.

Im Urlaub buchen einige Touristinnen und Touristen auch Führungen durch die Stadt oder einen Tagestrip. Den Guides zahlt man im Schnitt für einen Tag zwischen zwei und fünf Dollar, für einen Wochentrip entsprechend mehr. 

Wo ist in den USA kein Trinkgeld nötig?

Weil man in der europäischen Region im Vergleich weniger Trinkgeld zahlt, gibt es in klassischen Tourismusgebieten in den USA manchmal eine spezielle Regelung: Hier wird der Tip bereits in die Rechnung mit aufgenommen, man gibt von sich aus also kein zusätzliches Trinkgeld.

Deswegen solltest du bei deinem nächsten USA-Urlaub auf jeden Fall danach Ausschau halten, ob sich auf der Rechnung ein „Tip is included“ oder „Gratuitiy included“ finden lässt, sonst zahlst du doppelt. Auf manchen Rechnungen wird auch eine angemessene Trinkgeldsumme vorgeschlagen, damit man als Touristin und Tourist nicht so viel herumrechnen muss.

Es gibt jedoch auch Situationen, in denen in den USA kein Trinkgeld erwartet wird. Zum Beispiel in Fast-Food-Restaurants, an Imbissständen oder in Cafés, in denen du deine Bestellung an der Theke abholst. Auch beim Bestellen von Getränken an der Bar ist Trinkgeld nicht obligatorisch, aber es wird gerne gesehen, wenn der Barkeeper einen außergewöhnlichen Service bietet. In Supermärkten und an Tankstellen wird ebenfalls kein Trinkgeld erwartet.