Riesen-Ansturm auf die neue Verbindung! Bald gibt es eine Linie, die auch in Köln hält.
Erste FahrtNeuer Nachtzug gestartet – Köln-Verbindung folgt

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Großer Bahnhof für den neuen Zug bei der ersten Fahrt im Gare du Nord.
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Die neue Nachtverbindung zwischen der französischen und der deutschen Hauptstadt hat ihre Premierenfahrt absolviert. Nach einer kleinen Feierlichkeit rollte der Zug am Abend vom Pariser Gare du Nord los. Seine Ankunft in Berlin ist für Freitagmorgen gegen 10 Uhr geplant.
Geplant ist, dass die Route des niederländisch-belgischen Anbieters European Sleeper dreimal pro Woche bedient wird.
Privat-Unternehmen rettet die Verbindung
Für die gesamte Strecke sind etwa 16 Stunden veranschlagt. Es werden Tickets in drei unterschiedlichen Komfortstufen angeboten und auch die Mitnahme von Fahrrädern ist möglich.
Mit diesem Schritt füllt European Sleeper eine Lücke, die erst Mitte Dezember durch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) entstanden war. Die hatten die Verbindung gekappt, weil staatliche Gelder aus Frankreich ausblieben. Die Entscheidung, die erst zwei Jahre alte Linie zu streichen, sorgte für heftige Proteste.
Als Reaktion darauf engagierte sich das private Start-up. Wie die dpa meldet, hat die Firma schon eine Linie von Brüssel nach Prag via Berlin im Programm.
Und jetzt die Top-Nachricht für die Kölner Region: Ab September ist eine zusätzliche Nachtstrecke geplant, die von Brüssel über Köln und Zürich bis nach Mailand führt!
So ist der neue Zug ausgestattet: Alt trifft Neu
Die Zuggarnitur setzt sich aus Schlaf- und Liegewagen zusammen, die zwar schon seit den 1990er-Jahren unterwegs sind, aber auf den aktuellen Stand gebracht wurden. European Sleeper least die Waggons von einer Firma aus Deutschland. Im Gegensatz dazu ist die Lokomotive komplett neu.
Obwohl Nachtverbindungen bei Reisenden sehr gefragt sind, beklagen staatliche Bahnunternehmen häufig die mangelnde Wirtschaftlichkeit. Ein Problem ist, dass die Züge tagsüber ungenutzt bleiben und somit keine Einnahmen generieren.
Die neue Linie zwischen Paris und Berlin scheint jedoch ein Volltreffer zu sein. Laut Angaben von European Sleeper gingen schon vor der Premierenfahrt 25.000 Fahrkarten über den Tresen – eine Zahl, die die Erwartungen deutlich übertraf.
Das Unternehmen funktioniert nach einem Genossenschaftsprinzip: Menschen, die das Projekt unterstützen, können Anteile kaufen und sichern so die Finanzierung der Strecken. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

