Tipps für Aida & Co. Die zehn größten Fehler auf einem Kreuzfahrtschiff

Die „Aida Nova“ ist seit 2018 auf den Weltmeeren unterwegs.

Die „Aida Nova“ ist seit 2018 auf den Weltmeeren unterwegs.

Auf einer Kreuzfahrt gibt es einige ungeschriebene Gesetze, die Reisende auf jeden Fall kennen sollten, damit der Urlaub auf hoher See nicht baden geht.

Ein Kreuzfahrtschiff ist eine ganz eigene Welt. Schließlich finden auf den Ozeanriesen Tausende Menschen Platz, es gibt Attraktionen ohne Ende – allerdings auch so manche Fettnäpfchen und Fallstricke.

Wer zum ersten Mal eine Kreuzfahrt plant, sollte sich deshalb vorab dringend informieren, welche Fehler es zu vermeiden gilt. Also aufgepasst, liebe Kreuzfahrt-Neulinge! Und an die erfahrenen Schiffs-Hasen: Kennen Sie alle ungeschriebenen Gesetze schon? Aufgelistet haben diese die Experten von „Reisereporter“.

Kreuzfahrt: Tipps und Tricks für Urlaub mit Aida, Mein Schiff & Co.

1. Nicht ins Meer springen

Das türkisblaue Wasser sieht mancherorts vielleicht verlockend aus und erscheint als nette Alternative zum überfüllten Chlor-Pool an Bord. Doch ein Sprung ins Meer ist nicht nur eine absurde Idee, sondern absolut lebensgefährlich. Deshalb: auf keinen Fall von Bord springen!

Dass Menschen von einem Schiff stürzen, ob absichtlich oder nicht, kommt übrigens extrem selten vor. Die Plattform „Cruise Junkie“ listet für 2022 neun Fälle. 2021 waren es – auch bedingt durch die Corona-Pandemie – sogar nur drei.

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2. Nicht immer ausschlafen

Im Urlaub will man keinen Wecker stellen und schön gemütlich aufwachen. Wer das auf einer Kreuzfahrt tut, könnte sich danach jedoch ziemlich ärgern. Denn an den einzelnen Ankerplätzen haben Reisende nicht unendlich viel Zeit. Wer also in Ruhe eine Stadt erkunden will, der sollte ruhig auch mal früher aufstehen. Geheimtipp: Häufig sind die Einfahrten in die Häfen besonders spektakulär. Wer da noch schläft, könnte etwas verpassen.

3. Probleme nicht sofort klären

Man sollte nicht sofort nach der Ankunft auf dem Schiff den Gästeservice kontaktieren, wenn etwas nicht stimmt. Wenn etwa die Koffer noch nicht auf dem Zimmer sind oder die Betten noch nicht auseinandergeschoben, obwohl man Einzelbetten gebucht hatte. Denn die Crew muss nach der Abreise der vorherigen Gäste binnen kürzester Zeit alles für die Neuankömmlinge vorbereiten. Da dauert manches schon mal länger.

Wer wegen solcher Kleinigkeiten sofort den Gästeservice kontaktiert, blockiert die Hotline für wirklich dringende Anliegen und stresst die Crew und sich selbst. Meist reicht es schon aus, einfach ein paar Stunden zu warten: Viele Probleme lösen sich dann von ganz allein.

4. Handtücher nicht auf dem Balkon trocknen

Wer in den Genuss einer Außenkabine mit Balkon kommt, könnte natürlich auf die Idee kommen, Handtücher und Badesachen draußen an der frischen Luft zu trocknen. Doch genau die wird schnell mal zum Problem: Durch Wind und Seegang sind schon so manche Sachen im Meer gelandet – und damit unwiederbringlich fort.

5. Die Alkohol-Flatrate schon an Tag eins ausnutzen

Wer All-Inclusive bucht, will natürlich auch nutzen, wofür schon bezahlt wurde. Allerdings sollte man das in Bezug auf Alkohol nicht schon am ersten Tag tun. Lieber mit einem Cocktail weniger anstoßen und dem Magen Zeit geben, sich an den nicht mehr ganz so festen Boden unter den Füßen zu gewöhnen. Netter Nebeneffekt: Die Crew muss sich nicht direkt zu Beginn mit grölenden, betrunkenen Gästen herumschlagen und man selbst spart sich den Kater am ersten Urlaubsmorgen.

6. Planlos vom Schiff

Ein Reiz von Kreuzfahrten ist es, in kurzer Zeit viele verschiedene Städte und Länder zu sehen. Damit das auch klappt, sollte man nicht völlig unbedarft auf Landgang gehen. Wer einen Ausflug gebucht hat, sollte Zeiten und Treffpunkte genau kennen, um seine Touren nicht zu verpassen. Besonders wichtig zu wissen: Wann legt mein Schiff wieder ab? Macht man sich selbst auf Erkundungstour und vergisst die Zeit, ist das Schiff nicht verpflichtet zu warten. Deshalb sollte man für den Fall der Fälle möglichst immer Pass, Bargeld und Kreditkarte auf Ausflüge mitnehmen.

7. Die Kreditkarten-Bedingungen nicht kennen

Auf den meisten Schiffen wird die Bordkarte automatisch zur Kreditkarte, mit der man an Bord zusätzliche Pakete buchen oder Essen, Spa-Behandlungen & Co. bezahlen kann. Diese Abbuchungen über die Bordkarte werden daher auch an die Banken der Urlauberinnen und Urlauber weitergegeben – genauso wie das jeweilige Land, aus dem die Abbuchung getätigt wurde.

Liegt das Schiff allerdings gerade vor einem Land, das der Bank „spanisch“ vorkommt oder in dem man mit seiner normalen Kreditkarte auch nicht bezahlen könnte, droht eine Sperrung der Karte durch die Bank. Deshalb sollte man die Kreditkarten-Bedingungen bei einer Kreuzfahrt über verschiedene Landesgrenzen hinweg unbedingt vorher mit seiner Hausbank abklären.

8. Bargeldlos reisen

Auf den meisten Kreuzfahrtschiffen kann man zwar alles mit Karte bezahlen. Wer ganz auf Bargeld verzichtet, tritt dennoch in ein Fettnäpfchen. Denn gute Dienste von Reinigungskräften, Gepäckträgern oder Kellnerinnen und Kellnern werden üblicherweise mit einem Trinkgeld in bar belohnt. Außerdem sind die Scheine auch bei Besuchen auf traditionellen Märkten praktisch, auf denen man oft nur bar bezahlen kann.

9. Die Hausapotheke zu Hause lassen

Besonders Kreuzfahrt-Neulinge haben hin und wieder mit dem ungewohnten Schwanken des Schiffes zu kämpfen. Aber auch hartgesottene Seefahrer und Seefahrerinnen kommen nicht gegen jeden Seegang an. Deshalb sollte man auf jeden Fall Mittel gegen Reiseübelkeit mit im Gepäck haben. 

10. Erst am letzten Abend packen

Auf Kreuzfahrtschiffen werden die Koffer häufig am letzten Abend vom Personal abgeholt. Danach sind sie erstmal nicht mehr zugänglich. Man sollte sich also unbedingt frühzeitig Gedanken machen, was für den letzten Tag noch benötigt wird. Diese Sachen gehören ins Handgepäck – dann muss auch niemand in Badehose und Schlappen von Bord.

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