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Gefahr über den WolkenStudie: Evakuierung mit Älteren dauert oft fast eine Minute länger

Flugzeug-Evakuierung

Copyright: Pavel Neubauer/TASR/dpa

Eigentlich sollen Flugzeug-Evakuierungen maximal 90 Sekunden dauern. (Archivbild)

Neue Untersuchung zeigt: Ältere Fluggäste gefährden die schnelle Evakuierung.

Der demografische Wandel in der Gesellschaft hat nun auch spürbare Konsequenzen für die Rettung von Passagieren aus Flugzeugen. Wie ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift «AIP Advances» darlegt, wächst die benötigte Zeit für eine Evakuierung mit dem Alter der Reisenden. Laut der dpa sind die international festgesetzten Zeitvorgaben bei einer hohen Anzahl älterer Menschen an Bord aktuell kaum zu erfüllen.

Nach Vorgabe der US-Luftfahrtbehörde FAA muss ein Flieger im Ernstfall binnen 90 Sekunden komplett leer sein. An diese Regel hält sich auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die jetzige Analyse macht jedoch klar, dass dieses Ziel unter realistischen Umständen mit Senioren an Bord in keinem der 27 simulierten Fälle erreicht wurde. Selbst im optimalsten Szenario brauchten die Fluggäste 141 Sekunden, um die Maschine zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen – das ist fast eine Minute mehr als behördlich erlaubt.

Die Wissenschaftler um Chenyang Zhang von der kanadischen Universität Calgary analysierten die Räumung eines Airbus A320, einem der weltweit am meisten genutzten Flugzeugmodelle. Als Basis diente ein Szenario, bei dem beide Triebwerke brennen. In einer solchen Situation sind die Notausgänge über den Tragflächen nicht mehr passierbar, weshalb nur die vier Türen im vorderen und hinteren Teil der Kabine nutzbar bleiben.

Anteil der Senioren ist entscheidend für die Rettungsdauer

Für die Untersuchung verwendete das Team computergestützte Simulationen und eine in der Branche übliche Software, um die Bewegungen der Menschen in der engen Kabine nachzubilden. Hierbei wurden drei verschiedene Sitzanordnungen mit drei unterschiedlichen Anteilen von Passagieren über 60 Jahre durchgespielt. Die Resultate zeigen unmissverständlich, dass sowohl die prozentuale Menge der Senioren als auch ihre genaue Platzierung im Flugzeug die Evakuierungszeit massiv beeinflussen.

Die Verlangsamungen lassen sich laut der Studie auf die körperlichen und mentalen Gegebenheiten älterer Personen zurückführen. In den Modellen wurde für Senioren eine erheblich reduzierte Gehgeschwindigkeit angenommen. Des Weiteren können kognitive Einschränkungen im Alter das Bewusstsein für die Situation beeinträchtigen und die Fähigkeit, in Stressmomenten Entscheidungen zu treffen, herabsetzen. Eine abnehmende Feinmotorik kann es zudem erschweren, den Sitzplatz zu verlassen.

Vorschläge für die Luftfahrtbranche

Die längste Dauer für eine Evakuierung wurde mit 218,5 Sekunden in einer voll besetzten Kabine mit 80 Prozent älteren Fluggästen registriert. Um die beschriebenen Gefahren zu reduzieren, legen die Autoren diverse Maßnahmen nahe: Fluggesellschaften könnten zum Beispiel ältere Reisende bewusst in der Nähe der Ausgänge unterbringen oder die Kabinengestaltung durch breitere Gänge und bessere Haltemöglichkeiten anpassen. Ferner könnten besondere Sicherheitseinweisungen für Senioren dabei helfen, die Reaktionszeit im Ernstfall zu verbessern.

Die Forscher räumen allerdings ein, dass ebenso Kinder, Kleinkinder und schwangere Frauen die Räumungszeit verlängern könnten. Dies wollen sie in Zukunft gezielt erforschen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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