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Heftige Corona-Welle Erste Länder führen Testpflicht für Reisende ein

Der Anstieg der Corona-Zahlen in China löst in vielen Ländern wachsende Besorgnis aus. Italien und USA haben sich deshalb dazu entschieden, eine Testpflicht für Einreisende aus der Volksrepublik einzuführen.

Peking war Anfang Dezember in einer radikalen Kehrtwende von seiner strengen Null-Covid-Politik abgerückt. Seitdem breitet sich das Coronavirus in China rasant aus, das Land erlebt den weltweit höchsten Anstieg an Infektionen.

Schätzungen zufolge könnten in China in den kommenden Monaten etwa eine Million Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion sterben. Bereits jetzt sind Krankenhäuser vielerorts überfüllt.

USA führen Testpflicht für Einreisende aus China ein

Angesichts dieser Zahlen verlangen die USA ab Januar von Einreisenden aus der Volksrepublik einen negativen Corona-Test. „Ab dem 5. Januar müssen alle Flugreisenden, die zwei Jahre und älter sind und aus China kommen, spätestens zwei Tage vor ihrem Abflug aus China, Hongkong und Macao einen Test machen und den Fluggesellschaften bei der Abreise ein negatives Testergebnis vorlegen“, erklärten die Zentren für Krankheitsprävention und -bekämpfung (CDC) am Mittwoch (28. Dezember 2022, Ortszeit).

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Die neue Vorschrift tritt demnach am 5. Januar kurz nach Mitternacht US-Ostküstenzeit in Kraft. Sowohl Reisende, die aus China über Drittländer in die USA einreisen, müssen dann ein negatives Testergebnis vorweisen als auch solche, die über die USA in andere Länder weiterreisen.

Die Tests müssten den Fluggesellschaften bei der Abreise vorgelegt werden, sagte ein Mitarbeiter des US-Gesundheitsministeriums. PCR- oder Antigen-Tests würden ebenso akzeptiert wie ein Genesenen-Nachweis nach einem positiven Test zehn Tage vor dem Flug.

Die USA sind insbesondere besorgt, dass die schnelle Übertragung des Virus in China zur Entstehung neuer Varianten führen könnte. Aufgrund des Mangels an verfügbaren Daten sei es für die US-Gesundheitsbehörden jedoch „schwieriger, neue Varianten zu identifizieren, die sich innerhalb der USA“ verbreiteten. Die USA würden nun gezielte proaktive Schritte unternehmen, „um die öffentliche Gesundheit der Amerikaner zu schützen und auf mögliche neue Covid-19-Varianten zu achten“.

Die USA hatten den Schritt bereits angekündigt. Die Regierung hatte vor allem ein Fehlen an Daten aus der Gen-Sequenzierung bemängelt, das es erschwere, mögliche neue Virusvarianten zu identifizieren und entsprechend zu reagieren. 

Italien führt verpflichtende Corona-Tests für Einreisende aus China ein

Nicht nur die USA, auch Italien hat am Mittwoch (28. Dezember 2022) als erstes europäisches Land verpflichtende Corona-Tests für Einreisende aus der Volksrepublik eingeführt. Er habe „verpflichtende Covid-19-Antigen-Abstriche und die damit verbundene Virus-Sequenzierung für alle Passagiere angeordnet, die aus China kommen und durch Italien reisen“, sagte der italienische Gesundheitsminister Orazio Schillaci.

Diese Maßnahme sei „unerlässlich, um die Überwachung und Identifizierung aller Varianten des Virus zum Schutz der italienischen Bevölkerung sicherzustellen“. Am Dienstag, einen Tag vor der landesweit geltenden Regelung, hatte die norditalienische Region Lombardei entsprechende Tests eingeführt. Flugpassagiere aus China müssen sich laut Außenministerium bis mindestens 30. Januar am Mailänder Flughafen Malpensa Corona-Tests unterziehen.

Die Lombardei war zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020 eine der am schwersten betroffenen Regionen weltweit. Insbesondere die Stadt Bergamo war damals zum Hotspot Europas und zum Symbol der ersten Corona-Welle geworden. Allein im März 2020 starben in der 120.000-Einwohner-Stadt 670 Menschen an Covid-19.

Der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin wies die internationale Besorgnis als unbegründet zurück. Die Corona-Lage in China sei momentan „im Großen und Ganzen vorhersehbar und unter Kontrolle“, sagte er. Die Berichterstattung westlicher Medien über die steigenden Corona-Zahlen in China sei „völlig voreingenommen“.

Corona-Welle in China: Keine genauen Infektionszahlen bekannt

Genaue offizielle Corona-Zahlen gibt es in China nicht mehr. Nach dem Ende der Testpflicht ist es nach Behördenangaben inzwischen unmöglich, die Zahl der Corona-Fälle abzuschätzen. Am Sonntag hatte China daher die Veröffentlichung täglicher Corona-Daten eingestellt.

Am Mittwoch meldete das chinesische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten zwar 5231 Neuinfektionen und drei Todesfälle, die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein.

Am Montag hatte Peking auch das Ende der Corona-Quarantänepflicht für Rückkehrer aus dem Ausland angekündigt und damit einen Ansturm reisewilliger Chinesen bei Buchungsplattformen ausgelöst.

Länder wie Japan und Indien kündigten daraufhin eine Testpflicht für alle aus China kommenden Reisenden an. Am Mittwoch kündigte auch Taiwan an, Reisende aus China auf das Coronavirus zu testen. Japan ordnete zudem an, die Zahl der Flüge aus China zu begrenzen. (afp)

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