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Coronavirus AIDAvita bricht Asiensaison ab – Passagiere über Zustände an Bord

Aida-Symbolfoto-Schiff

Für Kreuzfahrt-Reisende ist es wegen des Coronavirus keine leichte Zeit.

Köln – Sie hatten eine schöne, entspannte Kreuzfahrt durch den asiatischen Raum gebucht – doch für die Passagiere der AIDAvita wurde diese nun zu einer echten Geduldsprobe und Belastung.

Grund: der Coronavirus. Wegen der neuen Lungenkrankheit, die zum Jahreswechsel in China ausgebrochen war (hier lesen Sie mehr), sind aktuell auch die Reedereien in erhöhter Alarmbereitschaft.

Aida Cruises ändert wegen Coronavirus Routen

„Wir sind höchst aufmerksam“, sagte jüngst ein Sprecher von Aida Cruises. Er wies darauf hin, dass man verhindern wollte, dass Infizierte an Bord kämen. Deshalb würden derzeit keine chinesischen Häfen mehr angelaufen, auch Hongkong und Macau nicht. Bei zwei Aida-Schiffen wurden deshalb die Routen geändert.

Eins davon ist die AIDAvita. An Bord war bis vor kurzem auch ein Passagier aus Bornheim. Er berichtet unserer Redaktion von chaotischen Zuständen, die sich auf dem Schiff abgespielt haben sollen. So habe die Ankündigung, statt Hongkong Vietnam anzufahren, für „viel Unmut auf dem Schiff gesorgt“. Die Rezeption sei völlig überlaufen gewesen, die Mitarbeiter hätten zunächst selbst nicht gewusst, wie es genau weitergeht.

Chaos auf Kreuzfahrtschiff: AIDAvita darf nicht in Vietnam anlegen

Doch in den vergangenen Tagen soll sich die Situation zugespitzt haben: Der Bornheimer selbst war zwar nicht mehr an Bord, hatte jedoch Kontakt zu einem anderen Pärchen, das weiterhin mit der AIDAvita unterwegs war.

Er berichtet, dass das Kreuzfahrtschiff auch nicht in Vietnam anlegen durfte. Die Behörden dort haben offenbar Angst, sich so Infizierte an Land zu holen. „Nachdem diese Durchsage über Lautsprecher zu hören war, gab es absolutes Chaos auf dem Schiff“, erzählt der Bornheimer.

Denn nach einem kurzen Aufenthalt in Vietnam sollte es für einige Passagiere nach Hause gehen – dieser Plan fiel somit ins Wasser. Die Reise wurde unplanmäßig verlängert, gebuchte Rückflüge konnten nicht wahrgenommen, mussten unter Umständen teuer umgebucht werden.

Andere Passagiere bestätigen unserer Redaktion, dass der Kundenservice an Bord zu dieser Zeit „stark frequentiert“ gewesen sei, haben dafür jedoch großes Verständnis. Sie loben die Crew für ihre Arbeit und den Umgang mit der Situation. Man habe sich trotz allem Ärger über die Situation nicht allein gelassen gefühlt. 

Aida Cruises bricht Asiensaison wegen Coronavirus ab

Am Freitag dann die nächste Neuigkeit. Aida Cruises teilte mit, aufgrund des Coronavirus die Asiensaison seiner beiden Schiffe AIDAvita und AIDAbella vorzeitig zu beenden. In anderen Worten: Die Reise wurde am Sonntag in Bangkok (Thailand) abgebrochen!

Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Gäste und Crew habe „jederzeit oberste Priorität“, teilte das Kreuzfahrt-Unternehmen mit. Man werde allen betroffenen Gästen der abgesagten Reisen den Reisepreis zurückerstatten und alternative Urlaubsmöglichkeiten anbieten. Das bestätigten uns Passagiere nach Kreuzfahrtende am Sonntag.

Zudem weist Aida Cruises darauf hin, dass es bisher keinen Verdachtsfall oder bestätigen Fall von Coronavirus an Bord eines ihrer Schiffe gegeben habe.

Zu den Zuständen an Bord der AIDAvita äußerte sich das Unternehmen auf Anfrage bisher nicht.

Coronavirus auf Kreuzfahrtschiffen nachgewiesen

Auf anderen Kreuzfahrtschiffen ist der Coronavirus-Erreger dagegen bereits aufgetaucht. So wurde er bei bisher 285 der Menschen an Bord der „Diamond Princess“ nachgewiesen.

Nach derzeitigem Stand sollen die übrigen rund 3500 Passagiere und Crewmitglieder bis zum 19. Februar auf dem Kreuzfahrtschiff vor Yokohama in Japan unter Quarantäne bleiben. Dann sollen die Testergebnisse aller Personen an Bord vorliegen.